Mi., 16.05.2018

Viele Beschicker wollen lieber auf dem Rathausplatz bleiben – Pro Herford sucht das Gespräch Nach Umbau: Händler wollen nicht in die Markthalle zurück

So soll die Markthalle künftig aussehen. Einige langjährige Marktbeschicker zögern allerdings noch, nach innen zu ziehen.

So soll die Markthalle künftig aussehen. Einige langjährige Marktbeschicker zögern allerdings noch, nach innen zu ziehen.

Herford (WB). Insgesamt 32 Beschicker haben sich für einen Platz in der umgebauten Markthalle beworben. Das teilt die Betreiberin Pro Herford nun mit. Weil die Bewerbungsfrist bis zum 9. Mai verlängert wurde, seien noch einmal zwölf Interessenten hinzu gekommen, heißt es.

»Im Bereich Direktverzehr und Manufakturen können wir nun mit der Bestückung in der Halle starten«, erklärt Geschäftsführer Frank Hölscher. Insgesamt können in diesem Teil bis zu 17 Standplätze vergeben werden. Die Ergebnisse der Auswertung nach Sortimenten will Pro Herford nach einer ersten Sichtung und einer Jurysitzung Ende Juni veröffentlichen. »Insgesamt ist die Resonanz ordentlich. Doch wir werden weiterhin auf mögliche Bewerber zugehen und den überregionalen Markt sondieren«, kündigt Hölscher an.

Rückmeldung »nicht befriedigend«

Das Interesse der Anbieter daran, das Kerngeschäft des Marktes wieder in die Halle zu verlegen, ist laut Hölscher indes »nicht befriedigend«. Trotz vieler Gespräche blieben viele Beschicker zurückhaltend. Insgesamt könnten für den klassischen Wochenmarktbetrieb bis zu zwölf Standplätze vergeben werden, heißt es.

Deswegen werde es am Montag, 28. Mai, eine Versammlung mit den derzeitigen Außenmarkt-Beschickern geben. Es soll geklärt werden, warum sich die Händler zurückhalten – und wie das geändert werden könnte. »Wir wollen alle motivieren, sich für die Halle zu bewerben«, erklärt Hölscher. »Ungewissheit, wie die Halle angenommen wird, und Sorge um höhere Gebühren müssen wir aus dem Weg räumen und im Zweifel das Risiko für langjährige Partner des Marktes reduzieren.« Letztlich sei es das Ziel, einen attraktiven Innen-Wochenmarkt zu schaffen. Das sei einer der Gründe gewesen, Fördergelder zu beantragen.

Angst vor Konkurrenz-Situation

Aktuell möchten viele der eigentlichen »Innenmarktbeschicker« lieber auf dem Rathausplatz bleiben. Andererseits bezeichneten Händler, die ihre Stände in der Halle betreiben wollen, den Außenmarkt als Konkurrenz. Hölscher: »Es muss das Ziel sein, einen attraktiven, regionalen Grünmarkt im Innenbereich zu positionieren und durch das Gesamtkonzept neue Kunden zu gewinnen ohne die Stammkunden zu verlieren.« Der Außenmarkt dürfe nicht als Konkurrenz zum Innenmarkt gesehen werden. Beide sollten sich ergänzen.

Zwischen Juli und August sollen die Verträge mit den Partnern für den Direktverzehrbereich geschlossen werden. Für den Wochenmarktbereich seien Abschlüsse bis September/Oktober denkbar geplant. Im Juni wird eine Jury Empfehlungen aussprechen.

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