Do., 17.05.2018

Musical von Herforder Musikschule und Ravensberger Gymnasium – 150 Akteure – drei Vorstellungen Irrungen und Wirrungen am Flughafen

Ihr Vögelein kommet: Weil Dutzende Krähen – sie werden vom Kinderchor gespielt – auf dem Flughafen herumschwirren, müssen die Maschinen am Boden bleiben. Nur so kommt es zu den unterschiedlichen Begegnungen in der Abfertigungshalle.

Ihr Vögelein kommet: Weil Dutzende Krähen – sie werden vom Kinderchor gespielt – auf dem Flughafen herumschwirren, müssen die Maschinen am Boden bleiben. Nur so kommt es zu den unterschiedlichen Begegnungen in der Abfertigungshalle. Foto: Moritz WInde

Von Moritz Winde

Herford (WB). Es geht um die ganz großen Themen des Lebens: Heimat, Verantwortung, Liebe. Schauplatz des Musicals »Wenn einer eine Reise tut« von Musikschule und Ravensberger Gymnasium (RGH) ist ein Flughafen. In vier Wochen ist Premiere.

Seit einem Jahr wird geprobt

Seit knapp einem Jahr laufen die Vorbereitungen für die XXL-Show, an der insgesamt 150 Akteure zwischen fünf und 73 Jahren beteiligt sind. Es ist bereits das 17. Projekt dieser

Vorfreude auf die Premiere am 15. Juni: Regisseurin Catrin Mawick, Komponist Thomas Steingrube und Musiklehrerin Ulrike Henning-Siekermann. Foto: Moritz Winde

Art, erstmals allerdings wirkt das RGH mit.

»Passender hätte der Anlass doch nicht sein können. Immerhin feiert unsere Schule in diesem Jahr ihren 150. Geburtstag«, sagt Musiklehrerin Ulrike Henning-Siekermann.

Die Story stammt wieder aus der Feder von Kulturpädagogin Catrin Mawick. Wehalb ausgerechnet ein Airport? »Ein Flughafen bietet die Möglichkeit, verschiedene Geschichten zu erzählen.«

Flüchtling als Mahner

Die Begegnungen könnten unterschiedlicher nicht sein: Termingestresste Reisende, erholungssuchende Ur­lauber, bemüht freundliches Personal – und mittendrin Madani Alizehi. Der junge Mann spielt sich selbst, einen Flüchtling aus Afghanistan. Er hält den Menschen in all dem Tohuwabohu den Spiegel vor.

In seinem selbst komponierten Stück singt er auffordernd: »Hört endlich auf zu jammern, nehmt das Glück in die Hand.« Catrin Mawick: »Unsere Probleme sind doch marginal im Vergleich zu Erlebnissen wie Krieg und Vertreibung.«

Engagiert: Edda Sußdorf dirigiert den Kinderchor der Musikschule. Foto: Winde

Land NRW gibt 10.000 Euro Zuschuss

30.000 Euro kostet die Realisierung des Musicals, ein Drittel kommt vom Land, der Rest von Sponsoren und durch den Eintritt. Karten gibt es im Theaterbüro am Linnenbauerplatz. Die Aufführungen im Stadttheater sind am Freitag, 15. Juni, um 18 Uhr, am Samstag, 16. Juni, um 16 Uhr und am Sonntag, 17. Juni, um 11.30 Uhr.

Hier geht’s zum Trailer: https://www.youtube.com/watch?v=C1ZBsSwgKb4

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