Fr., 13.07.2018

Foto-Ausstellung von Michael Hagedorn im Haus unter den Linden in Herford Lebensfreude trotz Demenz

Großformatige Fotografien gehören zu einer Wanderausstellung, die aktuell im HudL gezeigt wird. Thema ist, wieviel Lebensfreude dementiell Erkrankte noch haben können, wenn die richtige Musik gespielt wird. Auf viele Besucher hoffen Heidrun Mildner (Verein  Herforder Herzen), Hartmut Giebel (HudL-Leiter), Edwin Stille (Gesundheitsamt des Kreises Herford), Sabine Hartmann-Rohlf (Büro für Behinderten- und Seniorenfragen der Stadt Herford).

Großformatige Fotografien gehören zu einer Wanderausstellung, die aktuell im HudL gezeigt wird. Thema ist, wieviel Lebensfreude dementiell Erkrankte noch haben können, wenn die richtige Musik gespielt wird. Auf viele Besucher hoffen Heidrun Mildner (Verein  Herforder Herzen), Hartmut Giebel (HudL-Leiter), Edwin Stille (Gesundheitsamt des Kreises Herford), Sabine Hartmann-Rohlf (Büro für Behinderten- und Seniorenfragen der Stadt Herford). Foto: Angelina Zander

Von Angelina Zander

Herford (WB). »Wo Sprache endet, da beginnt die Musik« heißt der Titel einer Wanderausstellung, die aktuell im Haus unter den Linden (HudL) zu sehen ist. Fotograf Michael Hagedorn hat dafür Menschen mit Demenz getroffen und mit seiner Kamera festgehalten, wie sie auf Musik, Tanz und Klänge reagieren.

Das Ergebnis sind ausdrucksstarke Fotografien. Sie zeigen, dass es mit Musik gelingen kann, die Lebensfreude dementiell Erkrankter zurückzuholen. Die Wanderausstellung mit 20 Bildern ist noch bis Sonntag, 29. Juli, im HudL, Unter den Linden 12, zu sehen.

Darüber hinaus lädt das Bürgerzentrum am Sonntag, 22. Juli, und am Sonntag, 5. August, jeweils zu einem Tanznachmittag ein. Von 14.30 bis 16.30 Uhr stehen Standardtänze auf dem Programm. »Wer Lust hat, ist eingeladen. Das Ganze ist generationenübergreifend«, sagt Heidrun Mildner, Geschäftsführerin des Vereins Herforder Herzen. Margret Hey vom Tanztreff Hey aus Lemgo wird das Angebot begleiten.

Demenz ist nicht bloß eine »dunkle Höhle«

Dass die Ausstellung im HudL platziert wurde, hat für Sabine Hartmann-Rohlf vom Büro für Behinderten- und Seniorenfragen bei der Stadt Herford einen einfachen Grund: »Wir wollten die Bilder dort ausstellen, wo viele Menschen sind und wo sie ihren Alltag verbringen.« Man wolle verdeutlichen, dass Demenz nicht bloß eine »dunkle Höhle ist, in der man sich befindet«, sondern dass Erkrankte die Freude am Leben nicht verloren haben.

Mit Musik spreche man vor allem das Langzeitgedächtnis an, in dem auch die Musik aus der Kindheit verankert ist, erklärt Heidrun Mildner. Mit dem richtigen Lied könne man solche Erinnerungen wecken. Sabine Hartmann-Rohlf verrät, dass sie ein Bild in der Ausstellung besonders fasziniert hat. »Da gibt es einen Menschen, der sich ein Konzert von Udo Lindenberg anschaut. Dem sieht man die Begeisterung besonders gut an.«

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