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Do., 16.03.2017

Zehnte Klassen machen eine Woche vor der Landtagswahl ihr Kreuzchen Erste Juniorwahl in der OPG

Sie freuen sich darauf, ihre Stimme bei der Juniorwahl in der Olof-Palme-Gesamtschule abgeben zu können: die Zehntklässler (von links) Céline Sophie Rosenberg, Sebastian Jaekel, Jenny Schröder und Henrike Bolle mit Lehrerin Jessica Heise.

Sie freuen sich darauf, ihre Stimme bei der Juniorwahl in der Olof-Palme-Gesamtschule abgeben zu können: die Zehntklässler (von links) Céline Sophie Rosenberg, Sebastian Jaekel, Jenny Schröder und Henrike Bolle mit Lehrerin Jessica Heise. Foto: Ruth Matthes

Von Ruth Matthes

Hiddenhausen (WB). Die Olof-Palme-Gesamtschule wird am 10. Mai zum Wahllokal. Eine Woche, bevor die Erwachsenen zur Landtagswahl gehen, können hier 150 Jugendliche der zehnten Klassen ihr Kreuzchen machen. Sie nehmen an der Juniorwahl teil.

Wie Klaus Droste, Koordinator im Fach Gesellschaftslehre, erklärt, hätte die Fachschaft schon länger mit der Idee geliebäugelt, an der bundesweit angebotenen Juniorwahl teilzunehmen und so den Schülern die Möglichkeit zu geben, sich rechtzeitig mit dem Thema vertraut zu machen. Im Superwahljahr 2017 starten sie nun dieses Projekt.

Lammert ist Schirmherr

»Die Juniorwahl steht unter der Schirmherrschaft des Präsidenten des Deutschen Bundestages, Prof. Dr. Norbert Lammert, und wird durch den Bundestag, das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, die Bundeszentrale für politische Bildung und zahlreiche Institutionen in den Ländern gefördert«, berichtet Lehrerin Jessica Heise. Seit 1999 werde die Juniorwahl zu allen Europa-, Bundestags- und Landtagswahlen durchgeführt. »Unsere Wahl-Premiere wollen wir zur Landtagswahl mit den Zehntklässlern organisieren, zur Bundestagswahl im September gehen wir mit den achten Klassen an den Start«, erklärt Heise.

Bei der Juniorwahl soll alles so authentisch wie möglich ablaufen. Die Schulen erhalten vom Verein Kumulus neben einem Begleitheft mit Anregungen für den Unterricht Originalstimmzettel und Wahlurnen. Damit die Schüler auch wissen, wen und was sie wählen sollen, haben sie für den 29. März Vertreter aller großen Parteien zu einer Podiumsdiskussion in die Aula eingeladen.

Gute Vorbereitung

Im Unterricht besprechen die Zehntklässler den Ablauf der Wahl, die Bedeutung des Wahlrechtes in der Demokratie und die Parteiprogramme. Doch auch das Organisatorische spielt eine große Rolle. »Die Jugendlichen verschicken Wahlbenachrichtigungen, kümmern sich um die Wahllisten, stellen Kabinen und Urnen auf. Zur Wahl, an der nur die Zehntklässler selbst teilnehmen, müssen sie Personal- oder Schülerausweis mitbringen. Im Anschluss werden die Ergebnisse an Kumulus weitergegeben. Die Gesamtergebnisse aller Schulen sind dann im Internet nachzulesen.

»Spannend wird es auch sein, später das offizielle Wahlergebnis mit unserem zu vergleichen«, sagt Schüler Sebastian Jaekel. »Ich finde es gut, dass wir dann gut vorbereitet sind, wenn es wirklich ans Wählen geht«, erklärt Céline Sophie Rosenberg. »Zu wissen, wie es abläuft, nimmt sicher vielen die Hemmungen zur Wahl zu gehen.« Und Jaekel ergänzt: »Hier haben wir die Chance, auch einmal unsere Meinung zu sagen. Ich denke ohnehin, man sollte schon mit 16 Jahren wählen können. Wir beginnen bald eine Ausbildung und können eigenständig denken. Wir wollen über die Welt mitbestimmen, in der wir leben.«

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