Fr., 09.02.2018

Simone Reinhold ärgert sich über defekte Leitung – Kabel beschädigt Seit einem Monat ohne Netz

Simone Reinhold ist bedient: Seit einem Monat steht sie ohne Internet und Festnetz da. Die Fritzbox blinkt verzweifelt und ihr Tablet versucht vergeblich, sich zu aktualisieren. Auch mehrere Technikerbesuche haben bislang keine Lösung gebracht.

Simone Reinhold ist bedient: Seit einem Monat steht sie ohne Internet und Festnetz da. Die Fritzbox blinkt verzweifelt und ihr Tablet versucht vergeblich, sich zu aktualisieren. Auch mehrere Technikerbesuche haben bislang keine Lösung gebracht. Foto: Ruth Matthes

Von Ruth Matthes

Hiddenhausen (WB). Die Telefonleitung ist tot, das Tablet versucht erfolglos sich zu aktualisieren, die Fritzbox blinkt verzweifelt: Seit einem Monat ist das der Alltag für Simone Reinhold.

Hinter der Oetinghauserin liegen vier nervenaufreibende Wochen: Immer wieder hat sie in Warteschleifen gehangen und mit dem Service ihres DSL-Anbieters »1&1« diskutiert. Techniker waren vor Ort. An ihrer Situation hat das nichts geändert.

Messungen ergaben Leitungsdefekt

»Am 9. Januar hat sich mein Tablet das letzte Mal aktualisiert, seither habe ich weder Festnetz noch Internet«, sagt die 50-Jährige. Sie dachte zunächst, die Fritzbox sei wieder mal defekt. Wie der Fachhändler feststellte, war sie aber völlig intakt. Da der Fehler also woanders liegen musste, rief sie am 12. Januar die Störungsstelle von »1&1« an. Die Serviceleute nahmen diverse Messungen vor und stellten so per Ferndiagnose fest, dass es an der Leitung liegen müsse. Übers Wochenende, so sagte man ihr, täte sich aber nichts mehr.

Am Montag kam dann erstmals ein Techniker raus. »Er stellte fest, dass bei mir im Keller überhaupt nichts ankommt. Nach 36 Stunden war dann klar, dass es auch nicht am Stromverteilerkasten für die Hasenstraße lag.« Irgendwo dazwischen musste die Leitung defekt sein, folgert die Musterschneiderin.

Niemand kam, trotz Zusage

Am Samstag drauf kamen dann zwei Techniker von der Telekom, in deren Eigentum die Leitungen sind. Sie maßen erneut und stellten fest: Bei Simone Reinhold kommen o statt 9,5 Volt an. »Als ich daraufhin von ›1&1‹ wissen wollte, wie es weitergeht, reagierten die am Telefon sehr frech, als ich sagte, ich sehe keinen Sinn darin, erneut einen Technikertermin zu machen«, erzählt die 50-Jährige erbost. Wenn sie keinen Techniker wolle, werde die Störung eben abgeschlossen und alles bliebe wie es ist. Also fügte sie sich in ihr Schicksal und machte für Freitag – in ihrer Arbeitszeit von 8 bis 14 Uhr – einen Termin aus. Als sie gegen 13 Uhr nachfragte, ob noch jemand käme, sagte man ihr, der Kollege sei schon da gewesen und hätte niemanden angetroffen. Simone Reinhold war bedient.

Am 31. Januar unternahm sie den letzten Versuch: »Die Dame von ›1&1‹ hat mir versichert, sie setze mich ganz nach oben auf die Liste. Seither habe ich nichts mehr gehört.« Wenig geholfen sei ihr auch mit einer Rückerstattung von 13,99 Euro und einem 500-MB-Stick, der nicht an ihr Tablet passe. Reinhold hat inzwischen ihre Rechtsschutzversicherung eingeschaltet.

Reparatur ja, aber wann?

Grund für den Leitungsdefekt, so Reinhold, müssen die Bauarbeiten an der Ecke Hasenstraße/Dachsstraße gewesen sein. »Eine Firma hatte von der Gemeinde den Auftrag, dort den Bürgersteig in Ordnung zu bringen«, erzählt sie. »Das war an dem Tag, als der erste Techniker da war. Als ich sah, dass dort gearbeitet wurde, bin ich zu den Arbeitern gegangen und habe auf mein Problem hingewiesen«, erzählt Reinhold. Doch die Herren hätten das Loch einfach wieder zugebuddelt.

Wie eine Anfrage dieser Zeitung bei »1&1« ergab, stehen die Chancen gut, dass es noch einmal aufgebuddelt wird. Wie Pressesprecherin Kerstin Corea erklärte, sei bekannt, dass eine Baufirma ein Kabel beschädigt habe. »Ein verbindlicher Reparaturtermin ist uns leider noch nicht bekannt. Selbstverständlich stehen wir hierzu in engem Kontakt mit unserem Technologiepartner Deutsche Telekom, um eine schnelle Lösung herbeizuführen «, schreibt sie. Für den DSL-Ausfall und die Unannehmlichkeiten habe man sich bei Frau Reinhold entschuldigt. Er werde für zwei Monate die Grundgebühr für ihren DSL-Vertrag erstattet.

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