Fr., 10.08.2018

Familie Scheidt pflegt krankes Tier – 1000 Euro Belohnung für Hinweise auf den Täter – mit Video Unbekannte vergiften Kater Pohl

Familie Scheidt mit Irina und Markus Scheidt und den Kindern Christian, Paolina und Albert (von links) ist entsetzt. Ihre Halbsiamkatze Pohl ist vergiftet worden. Es geht ihr nicht gut, die Niere ist geschädigt. Die Familie rät anderen Katzenbesitzern, gut auf ihre Tiere zu achten.

Familie Scheidt mit Irina und Markus Scheidt und den Kindern Christian, Paolina und Albert (von links) ist entsetzt. Ihre Halbsiamkatze Pohl ist vergiftet worden. Es geht ihr nicht gut, die Niere ist geschädigt. Die Familie rät anderen Katzenbesitzern, gut auf ihre Tiere zu achten. Foto: Koteras-Pietsch

Von Karin Koteras-Pietsch

Hiddenhausen (WB). Familie Scheidt aus Oetinghausen ist fassungslos. Zum zweiten Mal innerhalb von nur drei Monaten ist ihr Kater Pohl mit Rattengift von Unbekannten vergiftet worden. Vater Markus Scheidt hat 1000 Euro Belohnung für Hinweise auf den oder die Täter ausgesetzt.

»Vor vier Monaten sind wir hierher gezogen. An unserer alten Adresse haben wir nie so etwas erlebt«, erzählt Mutter Irina Scheidt. Kaum wohnte die Familie, zu der auch die elfjährigen Zwillinge Paolina und Albert und der zehnjährige Christian zählen, im Jasminweg, da erwischte es ihren 16 Jahre alten Kater.

»Wir fanden das Tier mit Schaum vor dem Mund und sind sofort zum Tierarzt gefahren. Pohl hat ein Gegenmittel bekommen und sich wieder gut erholt«, erzählt Markus Scheidt, der sich anschließend in der Nachbarschaft umhörte und von drei weiteren Fällen aus den vergangenen Monaten erfuhr, in denen Katzen vergiftet worden waren. Diese Tiere hätten nicht überlebt.

Urlaub abgebrochen

Vor zwei Wochen nun hatte es ein Unbekannter wieder auf Pohl abgesehen. »Wir waren im Urlaub auf Mallorca, als sich unsere Katzen-Nanny, bei der wir Pohl untergebracht hatten, bei uns meldete. Sie erzählte uns, dass der Kater Schaum vor dem Mund habe. Sofort haben wir sie gebeten, zum Tierarzt zu gehen. Ich bin mit dem nächsten Flugzeug nach Hause geflogen, um mich um das Tier zu kümmern. Man lässt ein altes Familienmitglied nicht im Stich«, berichtet Markus Scheidt.

Diesmal, so der 51-Jährige, habe der Kater nicht so viel Glück gehabt. »Der Arzt sagte uns, er habe eine hohe Dosis Gift gefressen.« Das kam dem Familienvater merkwürdig vor. »Pohl ist sehr wählerisch, wenn es um Essen geht. Er rührt nicht jedes Futter an«, sagt Scheidt. Er vermutet, dass das vergiftete Katzenfutter mit Baldrian angereichert worden ist, das Katzen anlockt.

Innere Organe sind geschädigt

»Anders ist das nicht zu machen«, meint der Unternehmer. Zudem vermutet er den oder die Täter in der Nähe: »Pohl ist schon so alt. Er bewegt sich kaum mehr als in einem 300-Meter-Umkreis vom Haus weg. Außerdem wäre er nie in ein anderes Haus gegangen.«

Diesmal ist die Halbsiamkatze der Scheidts nicht so glimpflich davon gekommen wie beim ersten Mal. »Das Gift hat die inneren Organe angegriffen, die Niere ist ruiniert«, sagt Irina Scheidt. Täglich bekomme das Tier eine Infusion, dauerhaft werde dies wohl wöchentlich so sein.

Pohl darf nicht mehr allein aus dem Haus

»Pohl darf jetzt nicht mehr allein aus dem Haus. Die Kinder passen immer auf ihn auf, besonders Paolina«, sagt die Mutter. »Ich kann Pohl mit der Hand füttern«, ergänzt die Elfjährige.

Als Markus Scheidt seine spätere Frau Irina kennen lernte, lebte der Kater bereits bei ihr. »Er mochte den wilden Kater. Er brachte immer Blumen für mich mit, Futter für den Kater«, erinnert sich die 40-Jährige schmunzelnd. Seither ist Pohl ein festes Familienmitglied. »Die Kinder sind mit ihm aufgewachsen. Wir hängen alle sehr an dem schwarzen Kater«, erzählen die Eltern. Wer einen konkreten Hinweis auf den Täter geben kann, dem zahlt Markus Scheidt eine Belohnung in Höhe von 1000 Euro. Konkrete Hinweise nimmt er unter Telefon 0172/5288487 entgegen.

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