Do., 21.12.2017

Arbeiten waren in Verzug geraten: Beton härtete zu langsam aus Kreisel in Südlengern wird komplett freigegeben

Ab heute soll der Kreisverkehr in Südlengern wieder komplett für den Verkehr geöffnet werden. Zuletzt waren Ein- und Ausfahrt in den Kreisel nur über Else- und Mindener Straße möglich. Baustellenampeln regelten den Verkehr.

Ab heute soll der Kreisverkehr in Südlengern wieder komplett für den Verkehr geöffnet werden. Zuletzt waren Ein- und Ausfahrt in den Kreisel nur über Else- und Mindener Straße möglich. Baustellenampeln regelten den Verkehr. Foto: Daniel Salmon

Von Daniel Salmon

Kirchlengern/Bünde (WB). Diese Nachricht dürfte zahlreiche Autofahrer im Bünder Land freuen: Der Verkehrskreisel in Südlengern soll am Donnerstag, 21. Dezember, wieder komplett freigegeben werden. »Und zwar im Laufe des Tages«, verspricht Sven Johanning, OWL-Sprecher des Landesbetriebs Straßen NRW.

Bereits Ende September hatten die Arbeiten an dem wichtigen Verkehrsknotenpunkt – dort treffen Südlenger, Hiddenhauser, Mindener und Elsestraße aufeinander – begonnen. Die Fertigstellung war ursprünglich für Mitte November geplant.

Gepflasterte Innenkreis durch Lkw beschädigt

Notwendig geworden war die Sanierung des Kreisels, der Teil der Landesstraße L546 ist, weil der gepflasterte Innenkreis im Laufe der Zeit durch den Lastwagenverkehr beschädigt worden war. »Der bröselte fast schon auseinander. Auch die Einfassung sah nicht mehr gut aus. Heute bestehen solche Innenringe zudem aus Beton«, so Sven Johanning. Auch die Erneuerung der Asphaltdecke stand an.

Ursprünglich sieben Wochen Bauzeit eingeplant

Der Landesbetrieb hatte sich auf eine Bauzeit von rund sieben Wochen eingestellt. Die Arbeiten fanden in zwei Abschnitten statt, abwechselnd wurden die Ein- und Ausfahrten in den Kreisel gesperrt. Zuletzt waren Hiddenhauser und Südlenger Straße nicht passierbar. Baustellenampeln regelten den Verkehr, zudem wurden Umleitungen eingerichtet. »Wir hatten uns genau auf diese Bauzeit eingerichtet. Daher hatten wir einen speziellen Beton für den Innenring ausgewählt, der besonders schnell aushärten sollte – und zwar binnen 14 Tagen. Normal sind 28 Tage«, erklärt der Straßen-NRW-Sprecher.

Denn erst wenn das Material ausreichend fest geworden sei, könne man die Fahrbahn neu asphaltieren. Johanning: »In den Beton müssen zunächst Dehnungsfugen geschnitten werden, bevor die Walze nebenan über den Asphalt fahren kann. Ansonsten geht der Beton kaputt.«

Allerdings hielt der Spezial-Baustoff nicht, was der Hersteller versprach: Er brauchte deutlich länger, ehe er ausgehärtet war. Diese Verzögerung ließ somit weitere folgen. Johanning: »Dazu kamen noch ungünstige Witterungsverhältnisse.« Die Dauer der Maßnahme verdoppelte sich: »Aber das war leider nicht zu ändern. Schließlich wollen wir auch ein Gewerk abliefern, dass dauerhaft hält.«

Kosten für Sanierung betragen 130.000 Euro

Immerhin: Auf die Kosten für die Sanierung des Verkehrskreiseln hatte der geänderte Zeitplan letztlich keine Auswirkungen. Der Landesbetrieb beziffert die Summe weiterhin auf rund 130.000 Euro.

Vorerst provisorische Markierungen

Am Mittwoch haben die Arbeiter zunächst so genannte Freigabemarkierungen angebracht, damit der Verkehr ab heute wieder ohne Einschränkungen in alle Richtungen fließen kann. »Diese sind aber nur provisorisch. 2018 werden diese durch reguläre Markierungen ersetzt«, sagt Sven Johanning. Und wenn dann im Laufe des Tages die verschiedenen Verkehrssicherungen am Kreisel abgebaut sind heißt es endlich wieder »freie Fahrt«.

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