Di., 17.04.2018

Fehlerhafte Ausschreibung verzögert Bau von Beachhandballfeld Kunstrasen am Elsesportplatz wird teurer

Die Umgestaltung des Elsesportplatzes zu einem Kunstrasenplatz soll etwa 60.000 Euro teurer werden, als bisher gedacht.

Die Umgestaltung des Elsesportplatzes zu einem Kunstrasenplatz soll etwa 60.000 Euro teurer werden, als bisher gedacht. Foto: Jens Göbel

Kirchlengern (WB). Die Sanierung mehrerer Sportstätten in Kirchlengern wird teurer als ursprünglich geplant: Das beklagt der Vorsitzende des Sportausschusses Oliver Lüking (SPD) nach einer Sportstättenbegehung.

Die größte Kostensteigerung droht am Elsesportplatz, der zum Kunstrasenplatz umgestaltet werden soll. Statt der ursprünglich veranschlagten 567.500 Euro werden nun 633.650 Euro aufgerufen. Begründet wird die Steigerung mit der guten Auftragslage, ein Argument, das »seit Monaten üblich« sei, sagte Lüking. Die Konjunktur boome seit einigen Jahren, da sei es unverständlich, dass die Verwaltung dies bei ihren Berechnungen nicht berücksichtige. Der Sportausschuss-Vorsitzende betonte jedoch, dass die Kosten noch höher ausgefallen wären, wenn der Verein die Maßnahme selbst ausgeschrieben hätte.

Ausbau in der Mark verzögert sich

Keine guten Nachrichten gibt es auch vom Sportplatz in der Mark. Am kommenden Montag sollte dort mit dem Bau des Beachhandballplatzes sowie mit der Erneuerung der Laufbahn begonnen werden. Nun stellte sich aber heraus, dass die Ausschreibung fehlerhaft war und sich die Maßnahme um Wochen verzögern wird. Lüking: »Das ist nicht nur ärgerlich, sondern führt auch dazu, dass die Baumaßnahme parallel zu den Arbeiten am Elsesportplatz stattfinden wird. Ich bin gespannt, wie das mit den Zeitplänen der Vereine und den Terminen für die Abnahme des Sportabzeichens koordiniert wird.«

In Stift Quernheim bereiten die Duschen Probleme. Mitglieder des Vereins monieren, dass hier täglich mehr als 60 Sportler duschen müssen, der Raum aber nur etwas größer als ein heimisches Badezimmer sei. Lediglich 400 Euro stünden zur Verfügung, um alles sauber zu halten. »Die von der Politik beschlossenen Pauschalen für die Reinigung der Sportlerheime sind nicht mehr sachgerecht. Hier müssen wir ran«, räumte Lüking ein.

Kommunikationsdefizit

Kostensteigerungen drohen auch am Sportplatz in Klosterbauerschaft. Die dort geplante Flutlichtanlage soll statt der kalkulierten 60.000 Euro jetzt zwischen 84.000 und 115.000 Euro kosten – je nach Leuchtkörpern. Hier sieht Lüking grundsätzlicheren Klärungsbedarf: »Angesichts der Summe sowie vor dem Hintergrund der zur Zeit nicht hundertprozentigen Akzeptanz der Flutlichtanlage muss sich der Ausschuss Gedanken über das weitere Vorgehen machen«, sagte er.

Abschließend machte der Sportausschuss-Vorsitzende ein »Kommunikationsdefizit« zwischen Verwaltung und Vereinen aus. Daran müsse von allen Seiten gearbeitet werden. Als Sofortmaßnahme habe man die Verwaltung beauftragt, alle angesprochenen Punkte in einer To-Do-Liste festzuhalten, die Umsetzung zu dokumentieren und diese dem Ausschuss regelmäßig vorzulegen.

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