>

Di., 26.09.2017

CDU-Abgeordneter aus Löhne löst Büros in Herford und Berlin auf Ostermann verpasst Wiedereinzug in den Bundestag

Tim Ostermann (CDU) vor dem Reichstagsgebäude in Berlin: Der Rechtsanwalt aus Löhne wird dem künftigen Bundestag nicht mehr angehören. Das Direktmandat für den Wahlkreis 133 holte erneut SPD-Kandidat Stefan Schwartze.

Tim Ostermann (CDU) vor dem Reichstagsgebäude in Berlin: Der Rechtsanwalt aus Löhne wird dem künftigen Bundestag nicht mehr angehören. Das Direktmandat für den Wahlkreis 133 holte erneut SPD-Kandidat Stefan Schwartze. Foto: Deutscher Bundestag

Von Claus Brand und Peter Schelberg

Kreis Herford (WB). Platz 17 auf der Landesliste der CDU hat nicht gereicht: Nachdem Tim Ostermann aus Löhne das Duell um das Direktmandat im Wahlkreis 133 erneut knapp gegen Stefan Schwartze (SPD) aus Vlotho verloren hat, wird er dem neuen Bundestag nicht mehr angehören.

»Schon um 18 Uhr, mit der ersten Prognose für die CDU auf Bundesebene, war mir klar, dass es aufgrund der höheren Verluste im Vergleich zur SPD bei den Zweitstimmen mit dem Direktmandat wohl nicht funktionieren wird «, sagte der 38-Jährige am Tag nach der Wahl, »der natürlich von Enttäuschung geprägt ist«.

Wie es beruflich weitergeht, könne er so kurz nach der Wahl noch nicht sagen. Vor seiner Wahl in den Bundestag im Jahr 2013 war Ostermann mit zwei Kollegen in einer Herforder Rechtsanwaltskanzlei tätig. Dies hatte er in den vergangenen vier Jahren stark reduziert fortgeführt.

Er habe sich durchaus Chancen ausgerechnet, das Direktmandat zu holen. Bis zur konstituierenden Sitzung des Bundestags werde er noch in Berlin sein, auch um das Büro dort aufzulösen. Gleiches gelte für sein Wahlkreisbüro in Herford. Zehn Mitarbeiter, zum Teil in Vollzeit, seien betroffen. Vier in Herford, sechs in Berlin.

Am Montag hat er Gespräche mit anderen Abgeordneten über eine Anschlussbeschäftigung geführt, da die Arbeitsverhältnisse seiner Mitarbeiter bis zum Ende der Legislaturperiode befristet seien.

Ergebnis der Bundes-CDU ist »katastrophal«

Zum Ergebnis der Bundes-CDU sagte er: »Es ist katastrophal, das schlechteste sei 1949. Die Migrationsfrage hat beim Wähler offenbar eine größere Rolle gespielt, als von der Partei und mir angenommen. Den Schuh ziehe ich mir an.« In den Medien habe das Thema zuletzt nicht mehr eine dominierende Rolle eingenommen.

Die Chance, in den Bundestag nachzurücken, schätzt Ostermann auf 50:50: »Nachrücker vor mir auf der Landesliste sind die Kölner Kandidatin Gisela Manderla und der Dortmunder Steffen Kanik.«

Kommentare

Diese Diskussion ist geschlossen. Kommentieren ist nicht mehr möglich.

Google-Anzeigen

© WESTFALEN-BLATT
Vereinigte Zeitungsverlage GmbH

Alle Inhalte dieses Internetangebotes, insbesondere Texte, Fotografien und Grafiken, sind urheberrechtlich geschützt. Verwendung nur gemäß der Nutzungsbedingungen.

Mehr zum Thema

Anzeige


http://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/5181312?categorypath=%2F2%2F2158585%2F2158590%2F2198384%2F2516093%2F2198393%2F2514619%2F