Sa., 20.01.2018

Feuerwehr Löhne muss bis Kirchlengern und zurück ausgelaufenen Betriebsstoff abbinden Nach Orkan kilometerlange Ölspur

Meter für Meter muss die kilometerlange Ölspur von der Feuerwehr abgestreut werden wie hier am Unteren Hellweg. Auf der nassen Fahrbahn ist sie nur schwer auszumachen und zu entfernen.

Meter für Meter muss die kilometerlange Ölspur von der Feuerwehr abgestreut werden wie hier am Unteren Hellweg. Auf der nassen Fahrbahn ist sie nur schwer auszumachen und zu entfernen. Foto: Sonja Gruhn

Löhne (WB/sg). Nachdem die Feuerwehr in Löhne am Donnerstag stundenlang wegen Orkan »Friederike« im Einsatz war, ist ein Teil der Feuerwehrleute am Freitag erneut gefordert gewesen. Zwar handelte es sich »nur« um eine Ölspur, allerdings war diese mehrere Kilometer lang.

Bereits gegen 13 Uhr war die Feuerwache alarmiert worden und informierte daraufhin auch die Polizeiwache Löhne, deren Beamte sich ebenso wie die Feuerwehrleute auf den Weg machten, um festzustellen, wo die Ölspur entlangführte, kein leichtes Unterfangen bei regennasser Straße. Laut Polizei war das meiste Öl an der Wilhelm-Busch-Straße etwa in Höhe der Aral-Tankstelle zu finden gewesen.

Feuerwehrmann Oliver Vogler streut Bindemittel auf die Ölspur. Foto: Sonja Gruhn

Wie Olaf Genz, Einsatzleiter der Feuerwehr mitteilte, zog sich die Ölspur, beginnend im Gewerbegebiet Am Hellweg, über die Straßen Unterer Hellweg, Leinkamp, Holtflage, Schierholzstraße, Brunnenstraße, Herforder Straße sowie die Bünder Straße bis nach Kirchlengern. Von dort, am Kreisel des Gewerbegebietes Oberbehme, führte sie wieder zurück über die Bünder und die Oeynhausener Straße, die Flagenstraße und den Helmsberg zum Unteren Hellweg. »Hier wurde auch ein ehemaliges Asylantenwohnheim abgerissen. Eventuell kommt der Verursacher von dort«, sagte der Einsatzleiter. Er schätze, dass die Ölspur mindestens 15 Kilometer lang ist.

Das konnte die Polizei Löhne weder bestätigen noch ausschließen. »Wir haben keine Ermittlungsansätze. Demnach ist es schwierig, den Verursacher zu finden. Es sind Ausnahmen, wenn wir einen Verursacher bis auf seinen Hof zurückverfolgen können und dort ein Fahrzeug finden, aus dem Öl tropft«, hieß es seitens der Polizei. Zudem sei nicht sicher, ob es sich bei den Spuren, die in beide Fahrtrichtungen führen, wirklich um den selben Verursacher handele, da beispielsweise auf der Oeynhausener Straße die Spur unterbrochen gewesen sei.

Einsatz über mehrere Stunden

Für die Feuerwehr jedenfalls war es ein Einsatz über mehrere Stunden. »Die ganze Strecke muss ja zu Fuß abgegangen werden, damit das Bindemittel aufgebracht werden kann«, sagte Olaf Genz. Es werde auch versucht, das gebundene Öl so gut wie möglich aufzufegen, was sich aber aufgrund der Nässe schwierig gestalte.

Als klar war, dass es sich aufgrund der Länge um einen größeren Einsatz handelte, hatte der Einsatzleiter noch die Löschgruppen Löhne-Ort und Löhne-Bahnhof sowie den Löschzug Gohfeld/Wittel nachalarmiert. Etwa 25 Feuerwehrleute waren somit bis zum Abend damit beschäftigt, die Straßen wieder sicher zu machen. Der Einstz war am Freitag nach fünf Stunden gegen 18 Uhr beendet.

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