Do., 15.02.2018

Kälte und Nässe behindern teilweise Arbeiten am neuen Pflegezentrum »Verzögerung ist einkalkuliert«

Längst ist das neue Pflegezentrum an dem Kreisel Schützenstraße/Bünder Straße nicht mehr zu übersehen. Die Rohbauarbeiten sind inzwischen abgeschlossen. Mit dem Innenausbau, beispielsweise der Errichtung der Trockenbauwände sowie der Rohinstallation, wurde bereits begonnen.

Längst ist das neue Pflegezentrum an dem Kreisel Schützenstraße/Bünder Straße nicht mehr zu übersehen. Die Rohbauarbeiten sind inzwischen abgeschlossen. Mit dem Innenausbau, beispielsweise der Errichtung der Trockenbauwände sowie der Rohinstallation, wurde bereits begonnen. Foto: Sonja Gruhn

Von Sonja Gruhn

Löhne (WB). Der Rohbau des neuen Pflegezentrums am Kreisel Schützenstraße/Bünder Straße ist fertig. Und die witterungsbedingte Verzögerung von etwa sechs Wochen bereitet Alexander Voeth keine Kopfschmerzen. »Die haben wir einkalkuliert«, sagt der Geschäftsführer des Projektentwicklers und Investors, der Firma Kontur Bau Vision.

Von Ende Februar an soll der Innenputz erfolgen

Mit der Wettersituation bis einschließlich Januar sei er dennoch nicht zufrieden gewesen. »Wir hätten gerne schon draußen an den Außenanlage etwas gemacht, aber der Regen hat uns behindert«, sagt Alexander Voeth. Gemäß der Wetterprognose gehe er davon aus, dass in der kommenden Woche nun damit losgelegt werden kann.

Aber dennoch ist bereits viel geschafft: »Der Ausbau hat Anfang Dezember begonnen. Voraussichtlich Ende Februar beginnen wir mit dem Innenputz«, sagt der Geschäftsführer. Eine ölbetriebene Bauheizung sorgt für ausreichend trockene Wärme, so dass trotz der widrigen Umstände innen weiter ausgebaut werden kann.

Alle Fenster sind bereits eingebaut

Sämtliche Fenster sind in das große U-förmige Gebäude bereits eingebaut. Nun hofft Alexander Voeth, dass das Wetter sich noch hält. »Mindestens fünf Grad wären für die Dachdeckerarbeiten ganz schön.« Das Flachdach wird mit Ausnahme von Fluchtwegen und Terrassen begrünt, so dass dort ein Mikrobiotop entstehen kann. »Das hat auch Vorteile was die Spitzen bei Niederschlag angeht. Die Gründächer können viel Regen aufnehmen.« Anfang März, möglichst parallel mit den Dachdeckern, soll mit den Arbeiten an der Fassade, die mit Wärmedämmverbundsystemen verkleidet wird, begonnen werden.

Im Inneren seien in den Ausbauabschnitten eins und drei bereits die Trockenbauwände errichtet worden. Auch die Rohinstallation wie Heizung, Lüftung und Sanitär sei erfolgt. »Insgesamt haben wir neun Ausbauabschnitte«, sagt Voeth. In naher Zukunft sollen noch die Stahlzargen für die Türen eingebaut werden.

Gebäude verfügt über fünf Ebenen

In der unteren Etage lässt sich bereits die Aufteilung erahnen. Die Bäder in den Zimmern sind barrierefrei angelegt und somit groß genug, um sich mit einem Rollstuhl darin zu bewegen. Da das Gebäude zur Bünder Straße hin an einem Hang liegt, wird es zwei Haupteingänge geben. Der im unteren Geschoss ist so angelegt, dass dort auch Fahrzeuge von Lieferanten oder Krankenwagen vorfahren können. Der für das Geschoss darüber erlaubt den Eintritt direkt von der Bünder Straße aus. Insgesamt hat das Gebäude fünf Ebenen: ein Tief-, ein Erd-, zwei Ober- und ein Staffelgeschoss.

Ursprünglich war angepeilt, das Pflegezentrum im Spätsommer oder Herbst zu eröffnen. »Ziel ist es, in diesem Jahr fertig zu werden. Aber wir müssen sehen, was die nächsten Monate bringen. Die Niederschlagsmengen haben auf vielen Baustellen für großes Kopfzerbrechen gesorgt«, sagt Voeth. Inzwischen steht auch die Trafostation, die aber noch nicht in Betrieb sei. Auch die Versorgungsleitungen bis an die Grundstücksgrenze seien gelegt.

Bauvorhaben im Kostenrahmen geblieben

Auf jeden Fall sei das Bauvorhaben mit einer Investitionssumme im zweistelligen Millionenbereich im Kostenrahmen geblieben. Und auch die Nachfrage nach Plätzen sei nach wie vor hoch: »Insbesondere was den barrierefreien Wohnraum angeht«, sagt Voeth.

Betreiber der neuen Einrichtung wird wie berichtet die Mohring-Gruppe aus Lünen sein, die ambulante sowie stationäre Pflege anbietet. Neben 80 Pflegeplätzen, etwa 15 davon für die Kurzzeitpflege, wird es 23 barrierefreie Wohnungen für betreutes Wohnen geben. Das Bauvorhaben wird von dem Unternehmen KBV Löhne GmbH, einer Tochterfirma der Kontur Bau Vision GmbH mit Sitz in Hameln, durchgeführt.

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