Mo., 05.03.2018

Wasserbeschaffungsverband Am Wiehen beschließt Maßnahmen Damit das Wasser immer reicht

Um in Hitzephasen die Versorgung mit Trinkwasser zu gewährleisten, bringt der Wasserbeschaffungsverband Am Wiehen verschiedene Maßnahmen auf den Weg.

Um in Hitzephasen die Versorgung mit Trinkwasser zu gewährleisten, bringt der Wasserbeschaffungsverband Am Wiehen verschiedene Maßnahmen auf den Weg. Foto: Peter Wetzel/pixelio.de

Von Malte Samtenschnieder

Bad Oeynhausen/Löhne  (WB). Die nächste Hitzephase kommt bestimmt. Um zu verhindern, dass dann wie 2017 in Bad Oeynhausen, Löhne oder Hüllhorst wieder das Trinkwasser knapp wird, haben die Mitglieder des Wasserbeschaffungsverbandes (WBV) Am Wiehen bei ihrer jüngsten Sitzung verschiedene Maßnahmen auf den Weg gebracht.

»Unser Hauptaugenmerk liegt darauf, innerhalb des WBV Am Wiehen die ausreichende Versorgung mit Trinkwasser für die nächsten Jahre sicherzustellen«, sagte Bernd Poggemöller im Gespräch mit dieser Zeitung. Der Löhner Bürgermeister ist zugleich Vorsteher des WBV Am Wiehen. Beim jüngsten Treffen hätten die WBV-Mitglieder zwei Optimierungsmaßnahmen konkretisiert.

»Zum einen geht es um den Bau einer zusätzlichen Übernahmestelle zum Netz des WBV Wiehengebirge«, erläuterte Bernd Poggemöller. Das Verbandsgebiet des WBV Wiehengebirge bilden die Ortschaften Bölhorst, Häverstädt, Dützen und Haddenhausen der Stadt Minden sowie Rothenuffeln, Oberlübbe, Unterlübbe und Eickhorst der Gemeinde Hille. Ein Grundstück für den Bau der Druckerhöhungsstation sei bereits gefunden. In Kürze werde mit der Umsetzung begonnen.

Neuer Wasserbelieferungsvertrag

»Zusätzlich werden wir mit dem WBV Am Wiehengebirge einen Wasserbelieferungsvertrag abschließen«, erläuterte Bernd Poggemöller. Dieser sehe vor, dass der WBV Am Wiehen an Tagen mit Spitzenverbräuchen 500 Kubikmeter Trinkwasser pro Tag aus dem Netz des benachbarten WBV beziehen kann. Der Verbandsvorsteher: »Die für den Bau der Übernahmestelle benötigten Mittel sind im Haushalt 2018 vorgesehen. Wir hoffen, dass sie zur Jahresmitte in Betrieb gehen kann.«

Bei der künftigen Ausrichtung will sich der WBV Am Wiehen laut Bernd Poggemöller aber nicht allein auf Zukäufe verlassen. »Wir müssen auch Wege finden, selbst mehr Wasser bereitzustellen«, sagte der Verbandsvorsteher. Dazu soll nun das verfügbare Speichervolumen erhöht werden.

»Unser Hochbehälter in Bergkirchen hat ein Fassungsvolumen von 7000 Kubikmetern«, erläuterte Bernd Poggemöller. Das sei deutlich zu wenig. Der normale Tagesverbrauch im WBV Am Wiehen belaufe sich auf 13.000 bis 15.000 Kubikmeter Wasser am Tag. An Spitzentagen seien 2017 sogar 18.000 Kubikmeter Wasser benötigt worden.

Zusätzlicher Hochbehälter

Unter den derzeitigen technischen Bedingungen sei es aber nicht möglich, einen Tag mit Spitzenverbrauch aus eigener Kraft zu überbrücken. Bernd Poggemöller: »Deshalb wäre ein zweiter Hochbehälter mit einem Volumen von 10.000 Kubikmetern wünschenswert.« Wenn es optimal laufe, werde dieser 2019 gebaut. »Die Gespräche über den Grunderwerb laufen aber noch«, sagte der Verbandsvorsteher.

Über die Errichtung einer zentralen Trinkwasserenthärtung auf WBV-Ebene gab es laut Bernd Poggemöller bei der jüngsten Sitzung keine Gespräche. Weitere Überlegungen dazu machten erst Sinn, wenn ein noch ausstehendes Gutachten zur Qualität des selbst geförderten Wassers vorliege.

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