Mi., 13.06.2018

»Löhne umsteigen«: Verein präsentiert Pläne zur Belebung bei CDU-Fraktionssitzung Konzept für Bahnhof vorgestellt

Das Konzept zur Gestaltung des Bahnhofs erklärt Hans-Wilhelm Bökamp (rechts) dem CDU-Fraktionsvorsitzenden Florian Dowe anhand eines Plans.

Das Konzept zur Gestaltung des Bahnhofs erklärt Hans-Wilhelm Bökamp (rechts) dem CDU-Fraktionsvorsitzenden Florian Dowe anhand eines Plans. Foto: Renée Trippler

Von Renée Trippler

Löhne (WB). Bei einer offenen Fraktionssitzung der CDU im Bahnhof Löhne hat Hans-Wilhelm Bökamp das Konzept des Vereins »Löhne umsteigen – Der Bahnhof« vorgestellt. Um das Konzept umzusetzen, müsste die Stadt bis Ende 2019 den Vorvertrag zum Kauf des Bahnhofsgebäudes annehmen.

»Wir haben jetzt ein Ergebnis – wenn das umgesetzt wird, können wir den Bahnhof beleben«, meinte Hans-Wilhelm Bökamp. Bei der Sitzung im ehemaligen Wartesaal des Bahnhofs lag der Schwerpunkt auf dem Umzug der Polizeiwache in das Bahnhofsgebäude und dessen Bewirtschaftung. Bökamp betonte, wichtigstes Kriterium sei für ihn die Ansiedlung der Polizei im Bahnhofsgebäude. Der pensionierte Architekt sagte, man sei diesbezüglich seit einem Jahr auf einem guten Weg, er habe bereits »ein inoffizielles Programm der Polizei erhalten.«

Auch der CDU-Fraktionsvorsitzende Florian Dowe betonte: »Es ist wichtig, dass die Polizei an einer zentralen Stelle untergebracht ist.« Laut dem Konzept des Vereins soll die Polizei hinter dem großen Saal, im Norden des Hauptgebäudes, in der ersten Etage untergebracht werden. Hans-Wilhelm Bökamp erklärte, er sei sehr zuversichtlich, zeitnah einen Investor für die nötigen Umbau-Maßnahmen zu finden.

Ideen für Bewirtschaftung der Eingangshalle

Auch für die Bewirtschaftung der Eingangshalle stellte er konkrete Pläne vor. Die Familie Esser würde etwa 70 Prozent der Fläche pachten und Teile möglicherweise untervermieten. Geplant sind Geschäfte und Gastronomie, beispielsweise ein Bistro beziehungsweise ein Coffeeshop. Dabei möchte Irene Esser laut Hans-Wilhelm Bökamp Wert auf fairen Handel und nachhaltige Produkte legen. »Wir haben einen Wirtschaftsplan gemacht, und es wurde geprüft, ob er in den Förderplan passt«, sagte er.

Die »gute Stube des Bahnhofs«, der ehemalige Wartesaal für Fahrgäste erster Klasse, soll ein Veranstaltungsraum werden. Im Anschluss an den Saal soll eine Eventküche entstehen, die für verschiedene Veranstaltungen gebucht werden kann: für Kochkurse, Vereins- oder Firmenevents, aber auch Privatfeiern mit Catering. Der Saal wurde bereits teilweise renoviert. Das sei wichtig, um die Akzeptanz der Bürger zu steigern. »Die Leute müssen sehen, dass hier etwas passiert«, sagte Hans-Wilhelm Bökamp.

Parkplatzsituation soll verbessert werden

Auch die Parkplatzsituation solle verbessert werden. Dazu sollen zehn zusätzliche Parkplätze geschaffen werden, darunter auch zwei Plätze mit Ladestationen für Elektro-Fahrzeuge. Der ehemalige Gepäcktunnel, der seit Jahren stillgelegt ist, soll außerdem Raum für Fahrräder, E-Bikes und Motorroller bieten. Auch Carsharing sei ein wichtiges Thema, das zu berücksichtigen sei, sagte Hans-Wilhelm Bökamp: »Das kann eine gute Lösung für den Stadtverkehr sein.«

Er lobte das Engagement der Eigentümer des Bahnhofsgebäudes und sagte: »Das Arbeiten mit der Familie macht wirklich Spaß, wir haben schon viel geschafft.« Das Gebäude ist derzeit im Gegensatz zu Bahnsteigen und Gleisen, über welche die Deutschen Bahn verfügt, im Privatbesitz. Familie Di Fede, der das Gebäude gehört, habe aber zugesichert, es gerne wieder abzugeben, wenn der Verein es schaffen sollte, sein Konzept zu verwirklichen.

Dann würde die Stadt das Projekt übernehmen, die laut Hans-Wilhelm Bökamp als einzige über die entsprechenden finanziellen Mittel verfügt. Für die Übernahme gebe es bereits einen Vorvertrag, den die Stadt bis Ende nächsten Jahres annehmen muss, erzählt er weiter. Wichtig wäre das vor allem, weil die Stadt öffentliche Fördermittel beanspruchen kann, die es für Privateigentum nicht gibt, und die entscheidend für die Umsetzung sind. Das Gesamtinvestitionsvolumen schätzt Hans-Wilhelm Bökamp auf 3,5 Millionen Euro.

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