Fr., 15.12.2017

Gemeinde Rödinghausen bindet Bus-Spezialverkehr in den ÖPNV ein Schülerticket auch für die Freizeit

Bald können die Kinder und Jugendlichen aus Rödinghausen und Umgebung den Bus nicht mehr nur auf dem Weg zur Schule nutzen. Ab August 2018 gibt es das neue »Chill-Ticket« – und das gilt auch für Fahrten in der Freizeit.

Bald können die Kinder und Jugendlichen aus Rödinghausen und Umgebung den Bus nicht mehr nur auf dem Weg zur Schule nutzen. Ab August 2018 gibt es das neue »Chill-Ticket« – und das gilt auch für Fahrten in der Freizeit. Foto: Franziska Kraufmann/dpa

Von Thomas Klüter

Rödinghausen  (WB). Bisher konnten sich die Schüler der Gesamtschule und der Rödinghauser Grundschulen morgens und mittags auf den Bus verlassen. Ab dem Schuljahr 2018/2019 bekommen sie ein neues Ticket, das auch in der Freizeit gilt. Kosten für die Eltern entstehen dabei nicht.

Bereits im April 2016 beschloss der Rat der Gemeinde, den Schülerspezialverkehr in den öffentlichen Personennahverkehr einzubinden. In der Ratssitzung am vergangenen Dienstag stellten zwei Bünder Busunternehmen ihre Pläne für die Umsetzung und das »Chill-Ticket-Light« vor. »Alle Schüler, die bisher den Schülerspezialverkehr genutzt haben, bekommen ab August 2018 ein Ticket im Westfalen-Tarif«, sagte Lennart Frentrup, Geschäftsführer des Busunternehmens Bünder Express. »Damit können sie dann den Bus auch in ihrer Freizeit für Fahrten nach Bünde nutzen.«

Konzept funktioniert ähnlich wie Semesterticket für Studenten

Möglich wird dieses neue Variante, da die Konzessionen der Linien Bünde-Rödinghausen Ende Juni 2018 auslaufen. »Das neue Konzept funktioniert nur durch einen kollektiven Ansatz, ähnlich wie beim Semesterticket der Studenten«, sagte Frank Jendrny, Geschäftsführer von Bollmeyer, dem zweiten beteiligten Busunternehmen.

Der Omnibusbetrieb Klaus Klockenbrink, der bisher für den Transport der Schüler verantwortlich war, ist auch in Zukunft beteiligt. »Klockenbrink wird einige der Touren weiter fahren«, so Frentrup. »Aber dann unter unserer Regie.«

Nicht nur die Schüler profitieren dann von dem neuen »Chill-Ticket«, auch für die Gemeinde hat die Einbindung des Schülerspezialverkehrs in den ÖVPN Vorteile. »Den Anteil, den wir bisher für den Bustransport der Schüler aufgewendet haben, fließt in Zukunft in die Tickets«, sagte Rödinghausens Bürgermeister Ernst-Wilhelm Vortmeyer. Zusätzlich sei es dann möglich, Fördermittel zu beantragen. »Da das Angebot der Firmen Bollmeyer und Bünder Express eigenwirtschaftlich konzipiert ist, entstehen auch keine zusätzlichen Kosten für die Gemeinde oder die Familien«, so Vortmeyer. Der Steuerzahler werde durch das neue »Chill-Ticket« nicht belastet.

Fahrtstrecken bleiben die gleichen

Die Fahrtstrecken werden nach der Umstellung gleich bleiben. »Die Schüler müssen sich eigentlich nur an die neue Nummer am Bus gewöhnen«, so Frentrup in der Ratssitzung. Beim Bünder Express sind das die Nummern 571 und 572, Bollmeyer hat die Nummern 543 und 743 an ihren Bussen stehen. Durch die Einbindung des Busunternehmens Klaus Klockenbrink erwartet Lennart Frentrup einen reibungslosen Übergang zum Schuljahresbeginn im August 2018: »Die Zusammenarbeit ist sehr gut.«

Die Umstellung wird auch Vorteile für andere Fahrgäste haben. Denn einige der Haltestellen, die bisher nur von den Schulbussen angefahren wurden, sind in Zukunft normale Haltestellen und können von allen genutzt werden. Der Rat nahm das neue Konzept zustimmend zur Kenntnis.

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