Do., 08.02.2018

Weiberfastnacht: Närrinnen und Narren erobern das Rathaus So jeck ist Rödinghausen

Mit viel Helau eroberten die Rödinghauser Närrinnen und Narren das Rathaus

Mit viel Helau eroberten die Rödinghauser Närrinnen und Narren das Rathaus Foto: Daniel Salmon

Von Hilko Raske

Rödinghausen (WB). Rödinghausen muss süßer werden – das meinen jedenfalls die weiblichen Jecken in der Wiehengemeinde. Und ließen am Donnerstagnachmittag beim Sturm auf das Rathaus Taten folgen.

Die Weiberfastnacht hat in Rödinghausen Tradition. Seit Jahrzehnten schon versammeln sich die »jecken« Damen am Haus des Gastes, um dort pünktlich um 16.11 Uhr den Marsch auf der Alten Dorfstraße anzutreten. Auch diesmal hatten sich zahlreiche Fans der »fünften Jahreszeit« zusammengefunden, um gemeinsam in originellen Kostümen die Eroberung des Rathauses in Angriff zu nehmen.

»Wilde Weiber vom Wiehen« als süße Pancakes

Ob es die süßen Versuchungen der Showtanzgruppe waren, die sich als Popcorn präsentierten, die Pancakes der »Wilden Weiber vom Wiehen« oder die Flower-Power-Mädels des Damenclubs »Capreser« – der Fantasie waren keine Grenzen gesetzt. »Wir setzen uns jedes Jahr ein Thema, das im weitesten Sinne etwas mit Rödinghausen zu tun haben soll«, verriet Cornelia Streuter von den »Wiehen-Weibern«. Bei der Kostümierung ihrer Truppe gebe es nur zweierlei zu beachten: »Wir müssen es selber machen und es darf nicht teurer als 25 Euro sein.« Und da Rödinghausen nach Wunsch der Närrinnen eben süßer werden muss, habe man sich als Pancakes verkleidet.

Des Bürgermeisters Schlips muss dran glauben

Auf der Treppe zum Rathaus wurden die Karnevalistinnen bereits von Bürgermeister Ernst-Wilhelm Vortmeyer erwartet. Von Cornelia Streuter bekam er erst einmal einen rosafarbenen Cowboyhut mit Konfetti aufgesetzt, bevor mit stumpfer Schere ein Stück von seiner Krawatte abgeschnitten wurde. Vortmeyer nahm es gelassen, gab es zur »Entschädigung« doch ein Küsschen. Mit einem goldenen Schlüssel aus der Hand des Bürgermeisters nahmen die Närrinnen dann das Rathaus in Besitz, wo sie von den Mitarbeitern mit den passenden Getränken bewirtet wurden. Im Anschluss daran ging es zurück ins Haus des Gastes, wo noch ausgelassen gefeiert wurde.

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