Di., 20.02.2018

Amtsgericht verdonnert 52-Jährigen zu vier Monaten auf Bewährung Urteil nach Spielhallen-Prügelei

Vor dem Amtsgericht in Bünde musste sich nun ein 52-jähriger Mann aus Rödinghausen wegen einer Spielhallen-Prügelei verantworten.

Vor dem Amtsgericht in Bünde musste sich nun ein 52-jähriger Mann aus Rödinghausen wegen einer Spielhallen-Prügelei verantworten. Foto: Daniel Salmon

Von Daniel Salmon

Rödinghausen  (WB). Weil er in einer Spielhalle in Bruchmühlen einen Mann verprügelt hat, ist ein Rödinghauser (52) am Montag vorm Bünder Amtsgereicht zu einer viermonatigen Bewährungsstrafe verurteilt worden. Allerdings: Die Attacke hat eine Vorgeschichte.

Zugetragen hatte sich die Tat laut Anklageschrift bereits 2015. An einem Oktoberabend war der nun Verurteilte mit einem Mann aneinandergeraten, der auf seinem Grundstück uriniert hatte. »Auf dem Areal spielen oft Kinder«, erklärte der Verteidiger des 52-Jährigen. Des öfteren würden sich aber Besucher der angrenzenden Spielhalle dort erleichtern, Flaschen und Unrat hinterlassen. Sein Mandant wollte das spätere Opfer – beide waren leicht angetrunken – daher zu Rede stellen.

Mit der Faust ins Gesicht

Weiterer Fall eingestellt

Eigentlich hätte sich der 52-Jährige noch wegen eines weiteren Vorfalls verantworten sollen. Im Dezember 2016 hatte der Angeklagte einen Mann beleidigt und geohrfeigt. Zuvor war der Hund des Rödinghausers von zwei Vierbeinern des Opfers angefallen worden. Mit Blick auf die zu erwartende Strafe wegen der Spielhallen-Attacke wurde dieser Anklagepunkt jedoch eingestellt.

Nach einem kurzen Wortgefecht schien die Sache geklärt. Als sich der Rödinghauser abwandte, spürte er einen Schlag am Kopf: »Vermutlich hat er einen Flachmann nach mir geworfen.« Sein Gegenüber verschwand daraufhin in der Spielhalle, der 52-Jährige folgte ihm. Das weitere Geschehen wurde von Überwachungskamera aufgezeichnet. Nachdem der Täter dem Geschädigten eine »leichte« Kopfnuss verpasst und man sich gegenseitig beleidigt hatte, wurde es handfest. Der Rödinghauser schlug seinem Kontrahenten mit der Faust ins Gesicht, trat auf den dann am Boden liegenden Mann mehrfach ein. Dieser erlitt eine Schädel- und eine Armprellung. Die Richterin sprach in dem Zusammenhang von einer »heftigen Attacke«.

Zunächst hatte die Staatsanwaltschaft dem dreifachen Vater gefährliche Körperverletzung vorgeworfen. Weil er aber nicht gegen den Kopf des Opfers getreten hatte, wurde die Anklage auf einfache Körperverletzung »abgemildert«. Der Angeklagte hatte sich bereits zuvor geständig gezeigt, daher musste der Geschädigte auch nicht vor Gericht aussagen. Zudem zeigte er sich reuig: »Es tut mir leid. Dümmer als ich hätte man in dem Moment nicht sein können.«

Bewährungsstrafe und Zahlung an Kinderschutzbund

Da er in der Vergangenheit öfters mit Körperverletzungsdelikten aufgefallen war, kam für das Gericht eine bloße Geldstrafe – wie von der Verteidigung gefordert – nicht in Frage. Zusätzlich zur Bewährungsstrafe wurde der Angeklagte dazu verdonnert, 1000 Euro an den Kinderschutzbund zu zahlen.

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