Do., 01.03.2018

Blaue Tabletten in Rödinghausen entdeckt – vermutlich handelt es sich um Rattengift Kater stirbt durch Giftköder

In den Gebüschen an der Rasenfläche hinter dem Haus des Gastes wurden die Giftköder entdeckt, nachdem ein Nachbar den toten Kater dort gefunden hatte. Vermutlich handelt es sich dabei um ein Rodentizid, also ein Rattengift.

In den Gebüschen an der Rasenfläche hinter dem Haus des Gastes wurden die Giftköder entdeckt, nachdem ein Nachbar den toten Kater dort gefunden hatte. Vermutlich handelt es sich dabei um ein Rodentizid, also ein Rattengift. Foto: Thomas Klüter

Von Thomas Klüter

Rödinghausen (WB). Fassungslos sind die Katzenbesitzer in Rödinghausen. Über eine lokale Facebookgruppe warnte eine Betroffene vor ausgelegten Giftködern in der Nähe des Hauses des Gastes. Für den eigenen Kater kam die Warnung bereits zu spät.

An einem Montagmorgen im Februar ließ der Familienvater den Kater aus dem Haus. »Er war ein Freigänger und jeden Tag draußen unterwegs«, sagt die Ehefrau. »Unser Kater hat sich aber nie weit fortbewegt und ist nur durch die Nachbargärten gezogen.« Normalerweise sei er Abends wieder da gewesen und habe sich gefreut für die Nacht wieder ins Haus zu kommen.

Nachbar entdeckte das tote Tier

An dem Montagabend kam der Kater nicht nach Hause. Eltern und Kinder machten sich auf die Suche, fragten bei den Nachbarn, riefen nach dem Tier und gaben für den Abend schließlich auf. Am nächsten Morgen meldete sich einer der Nachbarn, der den Kater auch ins Herz geschlossen hatte. Er habe ihn im Gebüsch neben dem Haus des Gastes tot gefunden, so die Besitzerin.

Klein und blau sind die gefundenen Tabletten. Foto: privat

Neben dem Tier lagen mehrere kleine, hellblaue Tabletten, von denen der Kater scheinbar gefressen habe, sagt die Rödinghauserin. »Mein Mann hat sich dann informiert und herausgefunden, dass das ein Rodentizid, also ein Gift für Nagetiere sein muss.«

Wer das Gift dort ausgelegt hat ist bisher nicht geklärt. »Weder der Bauhof, noch der Hausmeister im Haus des Gastes hat dort etwas gegen Ratten unternommen«, sagt Birgit Schildmeyer von der Gemeindeverwaltung.

Auch Kinder könnten mit Nagergift in Kontakt kommen

So ein Gift gegen Nager werde auch nicht einfach so verstreut, sondern mit etwas vermengt, dass die Tiere mögen und dann in speziellen Vorrichtungen ausgebracht, erklärt Tierärztin Tanja Hochstetter vom Kreisveterinäramt. »Dadurch können größere Haustiere oder auch Kinder nicht damit in Kontakt kommen.«

Etwas älter als fünf Jahre war der Kater der Familie. »Die Menschen, die so etwas tun, sollten sich mal Gedanken machen, wie schmerzhaft so ein Verlust ist und wie sehr die Herzen der Kinder brechen«, schreibt die Mutter in ihrem Eintrag im Internet. Mittlerweile würden vier weitere Katzen in Rödinghausen vermisst.

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