Do., 08.02.2018

Spenger Haushalt 2018 weist sogar ein Plus von 367.000 Euro aus Nach 18 Jahren wiederEtat mit »schwarzer Null«

Sarah Hartmann (von links), Kämmerin Britta Jenniches und Bürgermeister Bernd Dumcke sind froh darüber, mit dem Haushaltsplan-Entwurf für 2018 unterm Strich auch eine »schwarze Null« präsentieren zu können.

Sarah Hartmann (von links), Kämmerin Britta Jenniches und Bürgermeister Bernd Dumcke sind froh darüber, mit dem Haushaltsplan-Entwurf für 2018 unterm Strich auch eine »schwarze Null« präsentieren zu können. Foto: Gerhard Hülsegge

Von Gerhard Hülsegge

Spenge (WB). Was Ex-Bundesfinanzminister Schäuble recht, ist der Stadt Spenge billig: Der von der Verwaltung vorgelegte Haushaltsplan-Entwurf für 2018 weist unterm Strich erstmals nach 18 Jahren kein Defizit, sondern wieder eine »schwarze Null« auf.

»Wir können diesmal ein bisschen breiter lächeln als sonst«, sagte Bürgermeister Bernd Dumcke. Denn der Ergebnisplan weist nicht nur Aufwendungen in Höhe von 25,7 Millionen Euro aus, sondern auch Einnahmen in Höhe von 26,1 Millionen. 367.000 Euro können so der Rücklage zugeführt werden. Der Haushalt der Kommune ist damit seit 2000 erstmals wieder ausgeglichen. Und die Chancen, bereits 2019 – also ein Jahr früher als geplant – aus dem 2010 beschlossenen Haushaltsicherungskonzept entlassen zu werden, stehen gut.

Konsolidierungskonzept

Wie Kämmerin Britta Jenniches am Donnerstagabend vor den Mitgliedern des Rates der Stadt Spenge bei Einbringung des Haushaltes erklärte, ist mit dem Etatentwurf für das laufende Jahr das 2015 vom Kommunalparlament beschlossene Konsolidierungskonzept weiter konsequent umgesetzt worden. Positiv ausgewirkt haben sich für die Stadt nicht nur die gute konjunkturelle Lage (4,9 Millionen Euro an Gewerbesteuer-Einnahmen werden erwartet), sondern auch niedrige Zinsen sowie die vor drei Jahren beschlossene Anhebung der Grundsteuern A und B. Sie spülte fast drei Millionen Euro in die Stadtkasse.

Steuersenkungen etwa sind indes trotz positiver Finanzentwicklung kurzfristig nicht zu erwarten. »Wir werden strikt am Konsolidierungskurs festhalten. Denn es gibt keinen Grund zur Euphorie. Wir sind lediglich an einem Wendepunkt. Deshalb werden wir weitermachen wie bisher«, betonte Bürgermeister Bernd Dumcke mit Hinweis auf einen Kassenkredit-Bestand von 24 Millionen Euro.

Weiterhin verschuldet

Weil es der Verwaltung immer wieder gelingt, Fördertöpfe des Bundes und des Landes »anzuzapfen«, können Projekte wie die Sanierung der Charlottenburg, der Umbau des Feuerwehrgerätehauses in Spenge-Mitte, die Erweiterung der Grundschule Spenge/Hücker-Aschen und des OGS-Traktes an der Grundschule in Lenzinghausen sowie die museale Ertüchtigung der Werburg-Scheune zum Abschluss gebracht oder neu in Angriff genommen werden. Da der Kreis Herford auf die Erhebung der allgemeinen Kreisumlage in Höhe von fünf Millionen Euro verzichtet hat, spart die Stadt Spenge 223.000 Euro ein. 260.000 Euro hat sie für Flüchtlinge eingeplant. Verschuldet bleibt die Kommune mit 23 Millionen Euro, 1561 Euro pro Kopf.

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