Di., 06.03.2018

Waldjugend übernimmt Baumpflege im Nagelsholz – Helfer trotzen der Kälte Kinder greifen zur Astschere

Mehrere Ortsgruppen der Waldjugend aus Nordrhein-Westfalen sind im Nagelsholz in Lenzinghausen zu Baumpflegearbeiten im Einsatz gewesen. Spenges Bürgermeister Bernd Dumcke und die SPD-Landtagsabgeordnete Angela Lück (rechts) sprachen den ehrenamtlichen Naturschützern ihren Dank aus.

Mehrere Ortsgruppen der Waldjugend aus Nordrhein-Westfalen sind im Nagelsholz in Lenzinghausen zu Baumpflegearbeiten im Einsatz gewesen. Spenges Bürgermeister Bernd Dumcke und die SPD-Landtagsabgeordnete Angela Lück (rechts) sprachen den ehrenamtlichen Naturschützern ihren Dank aus. Foto: Daniela Dembert

Von Daniela Dembert

Spenge (WB). Der Wind bläst eisigkalt, der Erdboden ist hart gefroren. Zwar konnte die Waldjugend am Samstag nicht, wie zunächst vorgesehen, eine Fläche von 1,2 Hektar aufforsten, in Aktion getreten sind die Naturaktivisten aber dennoch.

Kurzerhand war die Hiddenhauser Ortsgruppe auf Forstpflegearbeiten in einem ähnlich großen Stück jungen Waldes umgestiegen, der sich an die eigentlich aufzuforstende Fläche anschließt. Zwischen 30 und 40 Personen haben an der Aktion mitgewirkt. Verstärkung gab es für die Hiddenhauser bei der Aktion nicht nur von den Nachbarortsgruppen aus Bielefeld und Bad Salzuflen. »Die Helfer kommen sogar aus Brilon, Würselen und anderen Städten Nordrhein-Westfalens«, sagte Doris Bartelheimer, Leiterin des Umweltmanagements der Stadt Spenge, anerkennend.

Zweige bleiben im Wald

Vor zwölf Jahren ist das bearbeitete Gebiet am Nagelsholz bepflanzt worden. »Nach zehn bis fünfzehn Jahren werden erste Pflegearbeiten fällig«, berichtet Förster Herwart Siebert vom Landesbetrieb Wald und Holz. Die Kinder und Jugendlichen waren mit Handsägen und Astscheren ausgerüstet und ästeten die Bäume im unteren Bereich. Einzelne Exemplare der gemischten Laubbäume im Ortsteil Lenzinghausen mussten in Gänze weichen.

Das Fällen wurde von den mit Motorsägen und Schutzkleidung ausgerüsteten Erwachsenen der Waldjugend erledigt. »Das anfallende Zweig- und Astwerk verbleibt hier im Wald und dient kleinen Tieren als Unterschlupf. Außerdem sorgt der natürliche Verrottungsprozess für die Entstehung eines richtigen Waldbodens, den es an dieser Stelle vor unserer Aufforstung ja noch nicht gegeben hat«, erklärte Siebert.

Bürgermeister dankt Helfern

Bürgermeister Bernd Dumcke zeigte sich sehr erfreut über das Engagement der Waldjugend: »Das ist eine super Unterstützung«, sagte der Chef von Rat und Verwaltung und dankte den Ehrenamtlichen. »Ich freue mich, dass trotz der Kälte so viele gekommen sind, um die Aktion mitzutragen. Das zeigt deutlich den starken Zusammenhalt unter den Waldjugend-Gruppen«, betonte SPD-Landtagsabgeordnete und Kreisvorsitzende der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald, Angela Lück.

Zwar zeichnet sich die Waldjugend generell durch ortsgruppenübergreifende Aktionen aus, dieses Wochenende war aber dennoch ein besonderes: Die Hiddenhauser Waldjugend feiert ihr 40-jähriges Bestehen. Mit Unterstützung der Stadt Spenge konnten die Besuchergruppen im CVJM-Waldheim in Häger untergebracht werden, wo man sich abends zum gemütlichen Ausklang traf.

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