Mi., 07.03.2018

Museumspädagogisches März-Programm bietet Leckereien Zu Tisch mit den Bewohnern der Werburg

Dr. Werner Best, Vorsitzender des Werburg-Vereins, und Museumspädagogin Sonja Voss mit einigen Utensilien, die auf der Werburg zum Essen und Zubereiten von Speisen genutzt wurden. Im Hintergrund eine Tischszene, die 1663 entstand.

Dr. Werner Best, Vorsitzender des Werburg-Vereins, und Museumspädagogin Sonja Voss mit einigen Utensilien, die auf der Werburg zum Essen und Zubereiten von Speisen genutzt wurden. Im Hintergrund eine Tischszene, die 1663 entstand. Foto: Thomas Klüter

Von Thomas Klüter

Spenge (WB). Noch näher heranrücken an das Leben der früheren Werburg-Herren können die Besucher im März. Der Schlüssel dazu sind die kulinarischen Gewohnheiten des frühen Barock. Vorsitzender Dr. Werner Best und Museumspädagogin Sonja Voss stellten jetzt das Monatsprogramm vor.

»Wir haben bei Grabungen viele Hinweise darauf gefunden, was damals gegessen wurde«, sagt Dr. Best. Tierknochen gehören dazu, Fischgräten, aber auch Austernschalen. Fachleute haben herausgefunden, dass die »Werburg-Austern« aus dem Atlantik stammen. »Das ist schon spannend, wenn man sich vorstellt, wie die damals hierher gekommen sein müssen«, sagt Voss.

Spannende Hintergründe

Die Museumspädagogin hält einige Antworten auf solche Fragen für die Besucher bereit. Es habe Holzfässer mit Eis gegeben und auch welche mit Salzwasser, in denen die Austern lebend transportiert wurden. »Damals gab es einen großen Fischmarkt in Minden«, fügt Dr. Best hinzu. »Von dort sind sie wahrscheinlich mit dem Pferd bis zur Werburg gebracht worden.« Spannende Hintergründe also, die beim Rundgang unter dem Titel »Vom Festessen zur Fastenspeise« vertieft werden können. Die Besucher haben aber auch die Chance, typische kleine Leckereien aus der damaligen Zeit zu probieren. »Ich habe Rezepte herausgesucht, die typisch für die Zeit und die Region sind«, so Voss.

Am Familiennachmittag können die kleinen Besucher einige der Gerichte selbst zubereiten. »Knalläffchen« stehen zum Beispiel auf der Speisenkarte. »Das sind kleine, süße Pfannkuchen, die wohl damals schon beliebt waren«, sagt die Museumspädagogin.

Anmeldungen für Osterferienprogramm

Anmelden können sich Kinder ab acht Jahre jetzt auch schon für das Osterferienprogramm. Am Donnerstag, 5. April, und am Freitag, 6. April, lässt Voss die Ferienwochen jeweils von 10 bis 14 Uhr mit Bildhauerei für Kinder ausklingen. Je nach Wunsch kann mit Speckstein, Ton oder Ytong kreativ gearbeitet werden. Anmeldungen nimmt Sonja Voss unter Telefon 0176/18768125 oder museum@spenge.de entgegen.

Das Programm im März

Freitag, 9. März: Ab 19 Uhr findet ein Themenrundgang für Erwachsene unter dem Titel »Vom Festessen zur Fastenspeise – Rundgang mit Leckerbissen« statt.

Sonntag, 11. März: Öffentliche Führung durch das Museum ab 14 Uhr.

Sonntag, 18. März: Mitmachaktion »Historische Kostüme« zum Narzissenfest um 14.30 Uhr .

Sonntag, 25. März: Familiennachmittag »Den Burgherren in den Topf geguckt« von 15 bis 17 Uhr mit kleiner Kochaktion.

 

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