Di., 17.04.2018

Feuerwehr Spenge rückt 110 Mal aus – wiederholt brennendes Unkraut Zahl der Brände leicht gestiegen

2017 war für Spenges Feuerwehr ein vergleichsweise ruhiges Jahr. Die Bilanz für 2018 dürfte anders ausfallen. Drei Großbrände allein im Frühjahr wie hier beim Kunststoffrecycler KRS erforderte den Einsatz auch von Feuerwehrchef Thomas Reschke (rechts).

2017 war für Spenges Feuerwehr ein vergleichsweise ruhiges Jahr. Die Bilanz für 2018 dürfte anders ausfallen. Drei Großbrände allein im Frühjahr wie hier beim Kunststoffrecycler KRS erforderte den Einsatz auch von Feuerwehrchef Thomas Reschke (rechts). Foto: Jan Gruhn

Von Gerhard Hülsegge

Spenge (WB). Unkrautbrenner werden für die Freiwillige Feuerwehr Spenge zunehmend zum Problem. Der Funkenflug sei von Laien nur schwer einzuschätzen. Das hat Feuerwehrchef Thomas Reschke in seinem Jahresbericht für 2017 beklagt.

»So kommt es immer häufiger dazu, dass beim Unkrautabflämmen Brände entstehen, welche schnell außer Kontrolle geraten«, erklärt der Stadtbrandmeister in seinem jüngsten Bericht für den Rat und die Verwaltung der Stadt Spenge.

110 Einsätzen im Jahr 2017

Zu insgesamt 110 Einsätzen ist die Spenger Wehr 2017 ausgerückt, 2016 waren es fast doppelt so viele, nämlich 215. Insofern war es ein ruhiges Jahr, sanken die Einsatzzahlen doch um 49 Prozent. Grund hierfür ist laut Reschke unter anderem die Tatsache, dass Spenge und Umgebung von Unwettern verschont geblieben ist. Herausragend waren lediglich ein Gebäudebrand im Januar sowie ein schwerer Verkehrsunfall im Dezember mit einer eingeklemmten Person.

Die Zahl der Brandeinsätze ist mit 26 im Vergleich zu 2016 (23 Einsätze) leicht gestiegen. Etwa 23,6 Prozent aller Einsätze entfallen auf die Brandbekämpfung. Von den 26 Feuern, die es zu löschen galt, waren 25 Kleinbrände. Die Schadenssumme beläuft sich im Stadtgebiet auf etwa 100.000 Euro. 66 Einsätze galten der technischen Hilfeleistung. Außerdem wurden 18 Fehlalarme (fünf mehr als 2017) verzeichnet. Bei Unfällen wurden 15 Personen verletzt, drei starben.

Wehr hat 156 Feuerwehrleute

Die 156 Feuerwehrleute (136 Männer und 20 Frauen) verteilen sich auf die zwei Löschzüge Spenge und Lenzinghausen sowie die drei Löschgruppen Bardüttingdorf, Wallenbrück und Hücker-Aschen. Der Ehrenabteilung gehören aktuell 56 Mitglieder an. Die Jugendfeuerwehr setzt sich aus 34 Jungen und drei Mädchen zusammen. Die generelle Sollstärke wird nur in den Einheiten Bardüttingdorf, Lenzinghausen und Wallenbrück unterschritten.

Ist die Wehr immer pünktlich zur Stelle?

Ist die Wehr immer pünktlich zur Stelle? Auch hierzu nimmt Thomas Reschke, der in der Leitung der Wehr von Klaus Greulich und Dirk Thoeren vertreten wird, Stellung. »Während die geforderten Zeiten in den Ortsteilen Spenge-Mitte und Lenzinghausen größtenteils eingehalten werden können, sind bei Einsätzen in den übrigen Ortsteilen vor allem tagsüber Defizite festzustellen. Der Anfahrtsweg der Löschzüge Spenge und Lenzinghausen ist zu weit, die Löschgruppen Bardüttingdorf, Wallenbrück und Hücker-Aschen sind nicht zu 100 Prozent tagesalarmsicher. Dies wird sich wohl auch in den nächsten Jahren nicht verbessern« so der Chef aller fünf Löscheinheiten.

Der Brandschutzbedarfsplan der Stadt Spenge sieht vor, dass die Feuerwehr sicherstellen muss, dass sie in mindestens 80 Prozent der Fälle zehn Minuten nach Eingang des Notrufes mit neun Einsatzkräften vor Ort ist. 2017 gelang dies zu 87,87 Prozent, also in mehr Fällen als gefordert. Gekostet hat der Brand- und Katastrophenschutz die Stadt insgesamt 535.844 Euro oder 36,41 Euro pro Kopf.

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