Do., 17.05.2018

Wohn- und Geschäftsgebäude im Spenger Zentrum geplant – Jugendamt als Mieter? Neues Leben am Friedhof

So könnte der Platz an der Langen-/Ecke Bussche-Münch-Straße mit dem neuen Wohn- und Geschäftshaus künftig aussehen.

So könnte der Platz an der Langen-/Ecke Bussche-Münch-Straße mit dem neuen Wohn- und Geschäftshaus künftig aussehen.

Von Gerhard Hülsegge

Spenge (WB). Die Spenger City verändert ihr Gesicht. An der Langen Straße/Ecke Bussche-Münch-Straße werden die Häuser Bünger und Böke abgerissen. Zwei neue Wohnhäuser mit Praxen sollen entstehen. Das Jugendamt des Kreises Herford zieht eventuell mit ein.

»Noch ist das nichts Festes, die Räume müssen sich eignen«, betonte Petra Scholz, Pressesprecherin des Kreises Herford gegenüber dem WESTFALEN-BLATT. Allerdings gebe es Überlegungen, Räume in dem neuen Wohnkomplex nahe dem Spenger Rathaus zu beziehen. Das Team des Allgemeinen Sozialen Dienstes (ASD) könnte dort einziehen. Es hält seine Beratungsstunden zurzeit noch montags bis donnerstags von 8.30 bis 16 Uhr und freitags von 8.30 bis 12.30 Uhr am Blücherplatz 3 ab. Cornelia Völler und Anke Sewing beraten und unterstützen Familien mit Kindern bei Problemen im familiären Zusammenleben.

Kreis sucht neue Räume

Die Stadt Spenge verfügt über kein eigenes Jugendamt, ist deshalb auf den Kreis auch beim Betrieb des Kultur- und Jugendzentrums Charlottenburg angewiesen. Vor zwei Jahren haben die zwei ASD-Teams, die für Spenge und Enger zuständig sind, den Standort am Blücherplatz bezogen und agieren für beide Kommunen seitdem von Spenge aus. Das Prinzip hat sich bewährt, erklärte Scholz. Allerdings halte der Kreis zurzeit auch in Enger Ausschau nach geeigneten Räumen.

Unterdessen sind die Planungen für das Bauprojekt am Friedhof in Spenge schon so gut wie abgeschlossen. »Die Rotbuche zwischen den noch vorhandenen Gebäuden wollen wir erhalten«, sagte Projektentwickler Ulrich Inderwisch aus Enger, der für Spenge auch schon den Rewe-Komplex am Südkreisel der Langen Straße überplant hat. Bereits seit einiger Zeit ist die Filiale des Bäckerjungen vor dem Friedhof geschlossen und das Gebäude wird nur noch teilweise genutzt. Auf dem Gelände plant die Bokermann Projektierungs- und Immobiliengesellschaft aus Bielefeld den Neubau von zwei modernen, zweieinhalbgeschossigen Gebäuden (wir berichteten bereits). In dem einen Teil – vor dem Friedhof – sollen eine barrierefreie Wohngruppe sowie vier Wohnungen untergebracht werden, die laut Inderwisch auch schon vermietet sind. Die Süd-West-Ausrichtung garantiert ein ruhiges und sonniges Wohnen im Kern von Spenge, betonen die Investoren.

Kaffee trinken unter Rotbuche

In dem anderen Gebäude – entlang der Bussche-Münch-Straße – soll ein Wohn- und Geschäftshaus entstehen. Hier ist geplant, im Erdgeschoss eine Bäckerei mit Café unterzubringen und den Platz vor dem Gebäude mit der großen Rotbuche als Außengastronomie zu nutzen. Im Dachgeschoss sollen ebenfalls (Penthouse-)Wohnungen entstehen. Die restlichen Flächen im Erdgeschoss stehen für Läden und im ersten Obergeschoss für Büros zur Verfügung. Beide Etagen eignen sich auch für die Eröffnung von Praxen. »Eine Psychologin hat bereits Interesse bekundet«, sagte Inderwisch. Weitere Nutzer würden gesucht. Zug um Zug soll mit dem Abriss der vorhandenen Immobilien begonnen werden. »Wir wollen den Bauantrag zeitnah stellen und noch in diesem Jahr mit den Neubauten beginnen«, erklärte Ulrich Inderwisch.

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