Sa., 14.07.2018

Reinhard Lammering plant für den 21. September eine Rundreise im Pariser Stadtbus Auf Mühlentour mit der Linie 43

Reinhard Lammering (links) lädt für den 21. September zur Mühlentour durch Spenge und Umgebung ein. Unterwegs sein wird er mit der Linie 43, einem historischen Renaultbus aus dem Jahr 1935, den sich beim Lange-Straße-Fest auch Danny und Dave Krukewitt aus Texas ganz genau angesehen haben.

Reinhard Lammering (links) lädt für den 21. September zur Mühlentour durch Spenge und Umgebung ein. Unterwegs sein wird er mit der Linie 43, einem historischen Renaultbus aus dem Jahr 1935, den sich beim Lange-Straße-Fest auch Danny und Dave Krukewitt aus Texas ganz genau angesehen haben. Foto: Daniela Dembert

Von Daniela Dembert

Spenge (WB). Spenge hat nicht nur viele Burgen, sondern auch viele Mühlen. Jede hat ihre eigene Geschichte. Davon will Reinhard Lammering erzählen, wenn er am Freitag, 21. September, in die Linie 43, einen historischen Pariser Stadtbus, Baujahr 1935, steigt.

Der Renault TN4F bietet komfortable Sitzplätze mit Tischchen für 20 Mitreisende. Für die Verköstigung ist mit einem Westfälischen Frühstück, Pickert zur Mittagszeit sowie Pflaumenkuchen und Kaffee zum Abschluss am Hühnerhaus im Katzenholz gesorgt.

Um 10 Uhr Start am Rathaus

Los geht es um 10 Uhr am Spenger Rathaus. Erstes Ziel ist zunächst die Wallholländer Mühle in Hücker-Aschen. Der nächste Stopp ist die Wasserkraftanlage in Klein-Aschen, früher Ewerings Mühle genannt. »Dort stand einst auch die Burg Aschen«, so Lammering.

Einen Abstecher ins benachbarte Niedersachsen soll’s auch geben. Die Martmühle zwischen Spenge und Melle hat nicht nur eine Geschichte, die bis ins Jahr 1100 zurückreicht. Sie ist auch wegen ihrer Lage am Grenzfluss zwischen den ehemaligen Königreichen Hannover und Preußen interessant.

Sie soll zudem Schauplatz eines Verbrechens gewesen sein. »Die Martmühle wird auch Mördermühle genannt. Sieben Mann sollen dort in einer Nacht geköpft worden sein«, verrät Lammering. Wie es dazu gekommen sein soll, will er aber erst auf seiner Tour preisgeben.

Abschluss im Hühnerhaus

Weiter geht es über Hoyeler Windmühle, Mettings Mühle und die Niedermühle bei Schloss Königsbrück, die, an der Warmenau gelegen, auch wieder einen »Grenzfall« darstellt. »Zum Schloss gehörten früher sogar zwei Mühlen«, weiß Lammering zu berichten. Und auch zur Mühlenburg, der Name lässt es erahnen, gehörte einst eine Mühle. Beim kulinarischen Abschluss im Hühnerhaus gegen 16 Uhr soll es dann noch musikalisch zugehen.

Alle historischen Fakten serviert Reinhard Lammering für jedermann verständlich auf Hochdeutsch. Die Dönekes und kleinen Anekdoten zu den Örtlichkeiten und ihren Inhabern oder Betreibern von anno dazumal trägt der 79-Jährige auf Plattdeutsch vor.

Geschichte wird lebendig

Galt im Mittelalter und der frühen Neuzeit das Müllerhandwerk als anrüchig und Müller wurden nicht selten des Betrugs bezichtigt, gelangten sie im 17. Jahrhundert zu Ansehen und Wohlstand. Durch Wind- oder Wasserkraft betrieben hatten die Mühlen unterschiedliche Funktionen, von denen der Spenger Hobbyhistoriker berichten will. Sein Ziel sei es, so Lammering, die örtliche Geschichte lebendig zu vermitteln.

»Das ist unsere Heimat. Die kann man sehen, riechen und anpacken sowieso. Und wenn man davon erzählt, dann können die Zuhörer sie auch fühlen«, davon ist Reinhard Lammering überzeugt. Anmeldungen für die Mühlentour nimmt Reinhard Lammering unter Telefon 05225/3481 entgegen. Der Kostenbeitrag pro Person beträgt 49,50 Euro.

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