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Di., 28.11.2017

Prozess in Detmold Berufung: Urteil gegen die Holocaust-Leugnerin Ursula Haverbeck

Ursula Haverbeck.

Ursula Haverbeck. Foto: dpa

Detmold/Vlotho (dpa). Das Landgericht Detmold verkündet am Dienstag ein Urteil gegen Ursula Haverbeck aus Vlotho. Die Holocaust-Leugnerin hatte Berufung gegen Entscheidungen mit Haftstrafen mehrerer Amtsgerichte aus Ostwestfalen eingelegt.

In der mündlichen Verhandlung am vergangenen Donnerstag sprach sich Oberstaatsanwalt Ralf Vetter in seinem Plädoyer für eine Haftstrafe von 18 Monaten wegen Volksverhetzung aus und bezeichnete Haverbeck als Rassistin. Die drei Verteidiger der 89-Jährigen aus Vlotho bei Bielefeld plädierten auf Freispruch und das Recht ihrer Mandantin auf freie Meinungsäußerung. Mehrere Amtsgerichte in Ostwestfalen hatten in der ersten Instanz 2016 und 2017 Haftstrafen von bis zu elf Monaten verhängt.

Haverbeck hatte im Zuge des Prozesses gegen den früheren SS-Wachmann Reinhold Hanning in Detmold in Briefen und verteilten Schriften die Ermordung der europäischen Juden während der NS-Zeit geleugnet. In ihrem Schlusswort am Donnerstag blieb sie bei dieser Aussage.

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