Mi., 07.03.2018

Schüler des Weser-Gymnasiums Vlotho lassen sich zu Medienberatern ausbilden Risiken und Chancen der digitalen Welt

Im Jugendhof haben sich die WGV-Schüler von Diplom-Medienpädagogin Sabine Schattenfroh als Medienberater ausbilden lassen. Die Lehrerinnen Katharina Peter, Anja Bliege und Daniela Herold-Krieger stehen den Schülern zukünftig zur Seite.

Im Jugendhof haben sich die WGV-Schüler von Diplom-Medienpädagogin Sabine Schattenfroh als Medienberater ausbilden lassen. Die Lehrerinnen Katharina Peter, Anja Bliege und Daniela Herold-Krieger stehen den Schülern zukünftig zur Seite. Foto: Hannah Gebhard

Von Hannah Gebhard

Vlotho (WB). Die Medienerziehung am Weser-Gymnasium (WGV) zukünftig fachkompetent begleiten: Das ist das Ziel der mehrtägigen Ausbildung der Medienberater. Unter Leitung von Diplom-Medienpädagogin Sabine Schattenfroh hatten die Schüler sich mit den Chancen und Risiken der digitalen Medien auseinandergesetzt.

Zehn Schüler der Jahrgangsstufen neun und EF wurden zu Medienberatern ausgebildet. Drei Tage lang haben sie sich im Jugendhof Vlotho intensiv mit dem Umgang mit digitalen Medien beschäftigt.

Die Schüler haben Expertenwissen zu den Themen »Freunde treffen im Netz«, »Das Smartphone ABC«, »Gewalt auf dem Smartphone und im Netz«, »Infos zu Rechten und Pflichten im Internet« und »Die Welt der Bildschirmspiele« erworben. Dazu bekamen sie zunächst von Diplom-Medienpädagogin Sabine Schattenfroh viel Wissen vermittelt, diskutierten über die Risiken und Chancen der digitalen Medien und tauschten sich gegenseitig aus.

Mediennutzung beginnt immer früher

»Die Kinder beginnen immer früher mit der Mediennutzung. Daher ist es wichtig, sie für die Themen wie Mobbing, Drohkettenbriefe und Fake News zu sensibilisieren. Sie lernen, Verantwortung zu erkennen, Risiken und Chancen zu sehen und Regeln zu verstehen«, so Sabine Schattenfroh.

Anschließend erarbeiteten die Jugendlichen in vier Gruppen zu den einzelnen Inhalten eine Unterrichtsstunde.

Schülerin Kristin Schermeier freut sich, die Inhalte zukünftig in den Jahrgangsstufen fünf bis sieben zu präsentieren: »Die intensive Ausbildung bereitet uns perfekt vor, die jüngeren Kinder zu informieren. Mit den Vorträgen wollen wir ihnen vermitteln, dass die Medien einen sehr großen Einfluss haben und der Umgang vorsichtig erfolgen sollte.«

Schüler sollen Jüngere über Probleme informieren

Dabei setzten sich die Medienberater intensiv mit den Kommunikationsplattformen im Internet, der sicheren Smartphone- und Appnutzung, dem Cyber-Mobbing und den Bildschirmspielen auseinander. »Die Vorträge sind nach dem Peer-to-Peer-Ansatz entwickelt. Von Schüler zu Schüler sollen die ausgebildeten Jugendlichen die jüngeren Kinder in die Problematik einarbeiten und für Fragen ein offenes Ohr haben. So entwickelt sich eine ganz andere Sichtweise, die die Schüler viel schneller verstehen und in Anspruch nehmen«, erklärt Sabine Schattenfroh.

Die kompetenten Medienberater sollen zukünftig den Schülern bei Einzelgesprächen zur Verfügung stehen. Auch Lehrer und Eltern sollen von den Medienberatern profitieren und lernen. Eine feste Sprechstunde soll am WGV etabliert werden. Auch in das Curriculum sollen die Vorträge und Informationen der Medienberater fest eingebunden werden.

Netzwerk zur Medienausbildung

»Nach dieser intensiven Ausbildung soll die Medienerziehung am WGV zukünftig fachkompetent begleitet werden«, sagt Koordinatorin des Medienkonzeptes Katharina Peter. Gemeinsam mit den Kolleginnen Anja Bliege und Daniela Herold-Krieger steht sie zukünftig den ausgebildeten Medienberatern als Ansprechpartner zur Verfügung. Ziel sei es, dass die ausgebildeten Experten immer wieder neue Medienberater in die Thematik einarbeiten und rekrutieren. So solle die Medienausbildung tragfähig werden und ein Netzwerk entstehen.

Auch in den vorherigen Jahren gab es am Vlothoer Weser-Gymnasium Informationen zu dem Thema digitale Medien. Medienscouts standen zur Verfügung, wurden jedoch von den Schülern selten in Anspruch genommen. »Die Problematik ist in unserer Gesellschaft in den letzten Jahren immer stärker geworden. Mit der Intensivierung der Ausbildung mit erhöhter fachlicher Kompetenz wollen wir den Risiken entgegenwirken und über die Auswirkungen auf Lernen und Unterricht informiert sein«, sagt Koordinatorin des Medienkonzeptes Katharina Peter.

Schülerin Alena Knickmeier weiß genau, warum sie sich zum Medienberater ausbilden lässt: »Heutzutage sind wir alle mit den Medien beschäftigt. Zum einen habe ich selber Interesse daran, gut informiert zu sein. Zum anderen ist es mir ganz wichtig, anderen Kindern weiter geben zu können, was alles hinter der digitalen Welt steht und sie für die Risiken zu sensibilisieren.«

Kommentare

Diese Diskussion ist geschlossen. Kommentieren ist nicht mehr möglich.

Google-Anzeigen

© WESTFALEN-BLATT
Vereinigte Zeitungsverlage GmbH

Alle Inhalte dieses Internetangebotes, insbesondere Texte, Fotografien und Grafiken, sind urheberrechtlich geschützt. Verwendung nur gemäß der Nutzungsbedingungen.

Anzeige


http://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/5573242?categorypath=%2F2%2F2158585%2F2158590%2F2198384%2F2198393%2F2514631%2F