Di., 02.01.2018

Ehepaar Versen ist für große Resonanz dankbar – Es fehlt Geld für neuen Transport Spenden bringen Licht und Hoffnung

Die Lagerräume in Bad Driburg füllen sich schon wieder: Annegret und Reinhard Versen (rechts) danken den Menschen ebenso wie die Vorsitzende des Vereins »Krisenhilfe«, Regina M. Scholz (links), für ihre große Spendenbereitschaft.

Die Lagerräume in Bad Driburg füllen sich schon wieder: Annegret und Reinhard Versen (rechts) danken den Menschen ebenso wie die Vorsitzende des Vereins »Krisenhilfe«, Regina M. Scholz (links), für ihre große Spendenbereitschaft. Foto: Sabine Robrecht

Von Sabine Robrecht

Bad Driburg (WB). Annegret Versen ist überwältigt: Ihre Bitte um Sachspenden für Kinder- und Altenheime in Ungarn hat so viel Resonanz gefunden, dass für den Hilfstransport kurz vor Weihnachten ein größerer Lkw als geplant gechartert werden musste. Von Bad Driburg aus gingen 80 Kubikmeter Hilfsgüter auf die Reise. »Wir danken allen Spendern herzlich«, sagt Annegret Versen

Die 73-jährige Bad Driburgerin engagiert sich im gemeinnützigen Verein »Krisenhilfe Paderborn« . Sie und ihr Mann Reinhard Versen (73) nehmen  Kleidung und andere Sachspenden entgegen, sammeln sie in mehreren Kellerräumen und verpacken sie für zwei Hilfstransporte im Jahr. In diesen Wochen nach der jüngsten Fahrt füllen sich allmählich schon wieder die Lagerräume. Kontinuierlich bringen Menschen Kleidung, Baby-, Hygieneartikel und vieles mehr.

Der Verein

Der gemeinnützige Verein »Krisenhilfe Paderborn« ist schwerpunktmäßig in Bad Driburg aktiv. Annegret Versen nimmt Sachspenden entgegen. Die Bad Driburgerin ist unter Telefon 05253/3552 zu erreichen.

Für Geldspenden ist ein Konto eingerichtet: Krisenhilfe Paderborn e.V., Vereinigte Volksbank eG, Konto-Nummer: 7640814100, IBAN: DE11472643677640814100, BLZ: 472 643 67 oder BIC: GENODEM1STM.

Spendenquittungen werden ausgestellt. Die Spender werden gebeten, dafür ihre Anschrift anzugeben.

Was dringend fehlt, sind Geldspenden. »Der jüngste Transport hat wegen des größeren Lastwagens 1500 statt 1100 Euro gekostet. Daher sind wir, um die nächste Fahrt finanzieren zu können, auf Spenden angewiesen.«  Dringend benötigt werden auch immer wieder Dauernahrungsmittel.

Mit großer Gewissenhaftigkeit

Geld fließt ausschließlich in die Transportkosten. Alles andere läuft unentgeltlich. Sowohl die Aktiven in Bad Driburg und Paderborn, als auch ihre Partner vor Ort arbeiten allesamt ehrenamtlich. Die Helfer in Ungarn sorgen mit großer Gewissenhaftigkeit dafür, dass die  Hilfsgüter bei den Bedürftigen ankommen. »Darauf können sich die Spender verlassen«, betont auch Regina M. Scholz (65), Vorsitzende des Vereins »Krisenhilfe«. »Abgabe beziehungsweise Empfang der Sachspenden werden durch Unterschrift und Stempel dokumentiert.«

Regina M. Scholz und dem Ehepaar Versen ist die Hilfe für Ungarn ein Herzensanliegen. Wie viel Armut es in diesem Mitgliedsstaat der Europäischen Union gibt, hätten sie nicht für möglich gehalten. »Umso mehr freuen wir uns, dass so viele Menschen in Bad Driburg und Umgebung uns so beherzt unterstützen.«

21 Matratzen

Einige Spender haben Schoko-Nikoläuse gekauft und Kindern in Ungarn damit zu Weihnachten ein Lächeln aufs Gesicht gezaubert. Dankbar angenommen wurden auch Lernmaterialien: »Die Kinder freuen sich über einfache Schulhefte«, sagt Annegret Versen. Kurzfristig vor dem jüngsten Transport sind aus einer Reha-Klinik in der Kurstadt 21 Matratzen bei ihr eingetroffen. Da war der Lkw schon fast komplett beladen. »Wir haben noch mal umgepackt, damit die Matratzen mitkonnten.«

Helfer für das Verpacken hatten sich im Übrigen auch schnell gefunden. »Neun Männer und zwei Frauen haben tatkräftig mit angefasst.« Dann brach der Lastwagen ins 1100 Kilometer entfernte Zalaegerszeg auf. »Dort ist unser ungarisches Zentrallager.«

Die ehrenamtlichen Mitarbeiter dort verteilen die Hilfsgüter und halten Regina M. Scholz via Handy mit Kurznachrichten und Fotos über die tiefe Dankbarkeit der Empfänger auf dem Laufenden. Diese Rückmeldungen spiegeln wider, wie viel Licht und Hoffnung die Spenden aus der Kur­stadt den oft in bitterer Armut lebenden Menschen bringen. 

Sammlung mit 400 Teddys

Das motiviert auch Annegret Versen dazu, weiterzumachen. Zu den Hilfsgütern, die bei ihr eingegangen sind, gehört eine Sammlung mit 400 Teddys, die eine Dame vorbei gebracht hat. »Sie werden Kindern in Ungarn viel Freude bereiten«, strahlt  sie.

Aus Ottenhausen hat Reinhard Versen letzthin warme Wolldecken für Ungarn abgeholt. Jetzt hoffen die Aktiven des Vereins »Krisenhilfe« auf Geldspenden für die Transportkosten – damit der nächste Lastwagen bald wieder Licht ins Dunkel der Armut bringen kann.

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