Mi., 16.05.2018

Die Fans des Orange Blossom Special Festivals haben darauf eine eindeutige Antwort Größer sind viele, aber schöner...?

Die Nähe zwischen Musikern und Publikum ist eine der Besonderheiten des Festivals.

Die Nähe zwischen Musikern und Publikum ist eine der Besonderheiten des Festivals. Foto: Timo Gemmeke

Beverungen (WB/ako). Nicht umsonst hat das führenden Musikmagazin »Rolling Stone« das Orange Blossom Special – kurz OBS genannt – einst als »das beste kleine Open Air Festival der Welt« geadelt. Und um auf die oben genannte Frage zurückzukommen: Nicht nur das Rolling Stone, sondern auch die vielen Eingeweihten, die seit Jahren an Pfingsten nach Beverungen pilgern, beantworten sie mit »Nein«.

Fitness, Yoga und Kinderzirkus

Das dreitägige Konzertereignis – veranstaltet vom Glitterhouse-Tonträgerlabel in seiner Heimatstadt – heißt vom 18. bis 20. Mai 2800 Besucher aus nah und fern und 26 Bands aus elf Nationen mit offenen Armen willkommen. Neben dem musikalischen Inhalt ist das Rahmenprogramm erneut erweitert worden. So werden drei Fitness-Läufe (offen für alle Interessierte) ebenso angeboten wie Yoga und Boule auf den Weserwiesen, ein Reit-Schnupperkurs, eine Fotobox und Mitmach-Kunst. Für die kleinsten unter den Besuchern gibt es wieder eine Upcycling-Bastelaktion sowie den französischen Kinder-Mitmachzirkus »Cu Ci Co«.

Auch wird der Beverunger Einzelhandel wieder offiziell in das Programm einbezogen. Mehr als 20 Einzelhändler sind als »OBS-Shops« gekennzeichnet – dort werden am OBS-Samstag, in einigen Geschäften schon am Freitag, besondere Konditionen, Rabatte, originelle Giveaways oder sonstige Vergünstigungen angeboten.

Mittlerweile zur festen Tradition sowohl im Festival-Jahreskalender als auch im Stadtbild Beverungens geworden, zählt das OBS nicht nur wegen seines friedlichen Charakters, sondern vor allem auch wegen seiner bemerkenswerten Musik-Auswahl zu den Ausnahmen unter den vielen Festivals.

Auswahl von 700 Künstlern getroffen

In einer ausgewogenen Mischung aus bereits bekannten Namen der Independent-Musikszene und entdeckenswerten neuen Gesichtern ist es die besondere Zusammensetzung, die nicht nur das Publikum, sondern auch die teilnehmenden Musiker selbst jedes Jahr aufs Neue begeistert.

Dabei geschah es in der Vergangenheit nicht selten, dass OBS-Neulinge im Anschluss an den Weserbergland-Auftritt in den Kreis der großen Namen aufschlossen – so wie zuletzt mit Annen May Kantereit geschehen. Ein sensationeller Coup gelang den Veranstaltern mit der Verpflichtung von Casper, ist doch dessen Status mittlerweile so groß, dass er eine Woche nach dem OBS bei den beiden Großfestivals Rock am Ring und Rock Im Park vor insgesamt 120.000 Menschen als Headliner auftreten wird.

Weitere bekannte Namen im diesjährigen OBS-Programm sind Olli Schulz, Giant Rooks (die im vergangenen Jahr noch auf der Minibühne begeisterten – hier könnte sich Geschichte wiederholen) und Midnight Choir aus Norwegen. Die aus über 700 Bewerbungen getroffene Auswahl der Künstler setzt sich neben aus arrivierten Namen, jungen Hoffnungsträgern und OBS-Veteranen zusammen.

»Aushängeschild für Beverungen«

Seit vielen Jahren zur schönen Gewohnheit geworden ist der Auftritt einer Überraschungsband, die traditionell am Sonntagmittag auftritt. »Es handelt sich«, so Veranstalter Rembert Stiewe, »um die bisher bekannteste unter allen bisherigen Überraschungsbands. Diesen Act zu verpflichten, ist ein weiterer Coup im diesjährigen Festivalprogramm.«

Ein besonderes Plus des OBS ist nach wie vor der familiäre Charakter der Veranstaltung. »Wir wollen die besondere, familiäre Ausstrahlung des OBS um jeden Preis schützen«, so Stiewe. »Wir werden trotz aller Neuerungen weiterhin unbedingt am Konzept festhalten, den Besuchern eine besondere, unvergleichliche Veranstaltung zu bieten. Keine inhaltlich austauschbare Massenveranstaltung, sondern ein bleibendes Erlebnis, das von allen Beteiligten mit Herzblut geplant und durchgeführt wird. Wir möchten den Stammgästen wie auch den neuen Besuchern darüber hinaus zeigen, dass es im Weserbergland, speziell in Beverungen, schön ist, dass es auch im ländlichen Raum möglich ist, etwas Lebendiges zu schaffen, das wie von selbst zu internationaler Reputation gelangt. Bedanken möchte ich mich besonders bei den Beverungern, die den Gästen aus ganz Deutschland und Europa mit Freundlichkeit und Offenheit begegnen. Das Orange Blossom Special ist tatsächlich zu einem deuschland- und europaweit bekannten Aushängeschild für Beverungen geworden.«

Donnerstags Karten gegen Armbänder tauschen

Die Karten für das OBS waren im vergangenen November innerhalb von zwei Stunden ausverkauft, zu einem Zeitpunkt, als erst zwei teilnehmende Bands feststanden. Dies spreche, so Stiewe, »für den besonders innigen Bezug, den die Besucher zu unserem Festival haben. Man vertraut darauf, dass wir etwas Besonderes in besonderer Atmosphäre bieten. Dafür können wir als Veranstalter nur dankbar sein. Dieses Jahr ist die Nachfrage allerdings noch größer, fast schon absurd. Deshalb wird es in diesem Jahr keine Freitagstickets geben, um Tumulte beim Verkauf und anschließend explodierende Schwarzmarktpreise zu vermeiden. Aber all das ist positiver Stress – dass so viele Menschen Interesse an unserem Festival haben ist ja auch für uns eine schöne Bestätigung unserer Arbeit. Und wir selbst freuen uns auf die drei Festivaltage nicht weniger als die Besucher und die Musiker«, sagt Stiewe.

Übrigens besteht bereits am Donnerstag von 16 bis 19 Uhr die Möglichkeit, Karten gegen Armbänder zu tauschen – um die Schlangen am Freitag zu verkürzen. Einlass ist um 15.30, Beginn um 16.30 Uhr mit Tim Vantol.

www.orangeblossomspecial.de

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