So., 24.12.2017

Borgentreichs Ortsvorsteher Werner Dürdoth sammelt alte Kirchenbücher Heilige Schrift hat ideellen Wert

Seit etwa 20 Jahren sammelt Borgentreichs Ortsvorsteher Werner Dürdoth alte Kirchenbücher. Mehr als 200 Werke, Bibeln, Gesangbücher und geschichtliche Religionsbücher, stehen bereits in seinem Regal.

Seit etwa 20 Jahren sammelt Borgentreichs Ortsvorsteher Werner Dürdoth alte Kirchenbücher. Mehr als 200 Werke, Bibeln, Gesangbücher und geschichtliche Religionsbücher, stehen bereits in seinem Regal. Foto: Michaela Weiße

Von Michaela Weiße

Borgentreich (WB). An Weihnachten erinnern sich Christen an die Geburt Jesu – niedergeschrieben ist die Erzählung im Neuen Testament. Werner Dürdoth, Ortsvorsteher von Borgentreich, blättert nicht nur an den Festtagen gerne mal in der Bibel, denn der 54-Jährige hat eine ganz besondere Leidenschaft: Er sammelt alte Kirchenbücher. Mehr als 200 Werke stehen in seinem Regal.

»Meine Sammelleidenschaft begann vor rund 20 Jahren«, erinnert sich Werner Dürdoth. Damals sei er als Jugendcamp-Leiter des VdK in die lettische Hauptstadt Riga gereist, erzählt er. Beim Stöbern auf dem Flohmarkt war ihm eine Bibel aus dem 19. Jahrhundert in die Hände gefallen – sein Interesse war geweckt.

200 Bibeln und Gesangbücher

Fortan hielt er bei seinen Besuchen auf Trödelmärkten in der Region oder auch bei seinen Urlaubsreisen im In- und Ausland stets die Augen offen. Mehr als 200 Bibeln, Gesangbücher sowie geschichtliche Kirchenbücher sind so in den vergangenen beiden Jahrzehnten zusammengekommen.

»Gelesen habe ich die natürlich nicht alle«, sagt Werner Dürdoth. Hin und wieder greife er ins Regal und blättere in den Büchern herum. »Manchmal stößt man dabei auf einen interessanten Gedanken«, berichtet er.

Das älteste Werk, das der Ortsvorsteher in seiner Sammlung hat, stammt aus dem Jahr 1789. »Geschichte der jüdischen und christlichen Religion« heißt es. Gefunden hat er das alte Buch auf einem Flohmarkt in Erfurt.

Handschriftliche Aufzeichnungen

Werner Dürdoth schaue auch gerne mal im Antiquariat vorbei, ob etwas Interessantes für ihn dabei ist. Einen besonders großen Wert hätten die Bücher aber nicht, erzählt er. Für das teuerste Buch habe er um die 120 Euro bezahlt. Für ihn zähle mehr der ideelle Wert.

»Außerdem sehen so alte Bücher auch sehr schön aus im Regal – sie haben eine Geschichte«, sagt Werner Dürdoth. Und manchmal haben sie auch eine ganz persönliche Geschichte.

In einigen Büchern finden sich handschriftliche Aufzeichnungen wieder. »Meist handelt es sich dabei um Familien-Stammbäume«, erzählt der Sammler.

Buchdeckel mit Samtbezug

Viele der alten Werke sind aufwendig gestaltet: Bibeln mit Goldschnitt, Verzierungen und Ornamente auf dem Cover, Buchdeckel mit Samtbezug und vieles mehr. Auch in Größe und Gewicht variieren die Kirchenbücher. Das größte Buch in Werner Dürdoths Sammlung misst 32 mal 24 Zentimeter, das kleinste ist gerade mal zehn mal sieben Zentimeter groß.

Und welchen Stellenwert hat der Glaube im Leben von Werner Dürdoth? »Die christlichen Werte, wie zum Beispiel die Nächstenliebe, versuche ich im Alltag zu leben«, berichtet der Katholik, der in seiner Jugendzeit auch als Messdiener tätig war.

Werner Dürdoth ist der Meinung, dass man als gläubiger Mensch nicht unbedingt jeden Sonntag in die Kirche gehen muss, jedoch gehöre für ihn an Weihnachten der Besuch der Messe in jedem Fall dazu. »Für mich ist Weihnachten das Fest der Familie, wo alle zusammenkommen«, sagt Borgentreichs Ortsvorsteher und freut sich auf besinnliche Festtage.

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