Di., 12.06.2018

Borgentreicher Freibad besteht seit 80 Jahren Beliebte Freizeiteinrichtung

Mit Bürgermeister Rainer Rauch (von links), dem Bäderteam Thorsten Müller, Pia Heise und Christoph Böddeker, Pfarrer Werner Lütkefend und der Stadtwerke-Betriebsleiterin Christa Wiemers feierten viele Bürger das 80-jährige Bestehen des Freibades.

Mit Bürgermeister Rainer Rauch (von links), dem Bäderteam Thorsten Müller, Pia Heise und Christoph Böddeker, Pfarrer Werner Lütkefend und der Stadtwerke-Betriebsleiterin Christa Wiemers feierten viele Bürger das 80-jährige Bestehen des Freibades. Foto: Wilhelms

Borgentreich (WB/auwi). An einem ungewöhnlichen Ort ist in Borgentreich die Heilige Messe gefeiert worden: im Freibad. Anlass war das 80-jährige Bestehen dieser Freizeiteinrichtung.

Wasser kam aus dem Maschbach

Trotz des morgendlichen Regens hatten sich die Verantwortlichen um Pfarrer Werner Lütkefend und Ortsvorsteher Werner Dürdoth dazu entschlossen, den vom Jugendorchester des Musikvereins Borgentreich und der Gruppe »Miriam« begleiteten Gottesdienst unter den Vordächern im Freibad abzuhalten.

Pfarrer Werner Lütkefend machte in der Predigt die Bedeutung sowohl von Arbeit wie auch von Freizeit deutlich. »Keine Arbeit kann so wichtig sein, kein Tag so erfüllt, keine Aufgabe so bedeutend, dass es keine Zeit zur Erholung und keine Zeit der Entspannung mehr geben könnte. Alltag und Freizeit – zwei Bereiche, die uns vom Schöpfer vorgegeben sind, denn in sechs Tagen erschuf Gott die Welt, und am siebten ruhte er«, sagte Lütkefend.

Bürgermeister Rainer Rauch erinnerte in seiner Festansprache an die Geschichte der Bäder von der Antike bis zur Zeit der heutigen Volksbäder und Badeanstalten ab Mitte des 19. Jahrhunderts. »Für den ländlichen Raum ist es schon bemerkenswert, dass ein Freibad auf eine 80-jährige Geschichte zurückblicken kann«, sagte Rauch.

Die damalige Borgentreicher Badeanstalt war so angelegt, dass das benötigte Wasser aus dem Maschbach durch einen natürlichen Zulauf entnommen werden konnte. In den vergangenen Jahrzehnten wurde das durch Kriegseinwirkungen stark beschädigte Freibad der Orgelstadt vielfach erweitert und verbessert. »Hier ist die Stadt immer am Ball geblieben«, sagte der Bürgermeister. Das barrierefreie Bad sei seit vielen Jahren eine beliebte Freizeiteinrichtung. Dazu trage auch die alljährliche Beach-Party bei.

Bäder verursachen jährlich ein Defizit von 200.000 Euro

Trotz aller Festfreude verschwieg Rainer Rauch nicht, dass die beiden Bäder der Stadt jährlich ein Defizit von 200.000 Euro verursachen. Er bekannte sich aber dennoch zu deren Erhalt: »Bäder gehören nicht zur kommunalen Daseinsvorsorge, aber sie sind doch ein Standortfaktor, der wahrgenommen wird und der fehlen würde.«

Herzlich bedankte sich der Bürgermeister bei den vielen helfenden Händen der Jubiläumsveranstaltung. So galt sein Dank dem Frauenchor für das Kuchenbuffet, der Vereinsgemeinschaft für das Zelt und die Getränkebar, den Erzieherinnen des Familienforums für die Cocktailbar, der BSG für die Bereitstellung des Zeltes und der Aqua-Gymnastik-Vorstellung, der Feuerwehr für den Aufbau des Zeltes, der DLRG für die Vorstellung eines Bootes, das zur Verfügung stellen von Ausstellungsstücken sowie der Aufsicht am Schwimmbecken am Jubiläumstag, der Kirche für die Verlegung des Gottesdienstes ins Freibad und den Egerländer Musikanten aus Bühne.

Viele Helfer gestalten Fest mit

Die Bläser aus Bühne begleiteten mit ihren Klängen den Frühschoppen im Freibad und gaben damit den Startschuss für die zahlreichen Spiel- und Spaßangebote, die im Wasser und auf der Freibadwiese die nach dem offiziellen Teil zum Verweilen und Mitmachen einluden.

Die DLRG-Ortsgruppe Natzungen sorgte an beiden Tagen mit Wasserlaufbällen, einer Slackline und noch weiteren Angeboten für die Bespaßung von Kindern und Jugendlichen. Auch Rettungsgeräte wurden vom DLRG-Vorsitzenden Markus Tewes und seinem Team gezeigt und erläutert.

Bereits am Samstagnachmittag war das Fest mit einem Spiel- und Spaßangebot eröffnet worden. Neben den Freizeitangeboten der DLRG und der BSG-Wassergymnastik war bei idealen Temperaturen das Mondscheinschwimmen bei Fackellicht und bunt angestrahlten Bäumen von 20 Uhr bis Mitternacht der Höhepunkt dieses Jubiläumstages.

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