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Di., 05.07.2016

Ensemble der Freilichtbühne Bökendorf überzeugt mit Tanz und Gesang »Flashdance« ist eine Supershow

Gloria (Sarah Fromme), Tess (Milena Kahl), Kiki (Svenia Koch) und Alex (Lisa Hasenbein) träumen von einer Karriere als Tänzerin.

Gloria (Sarah Fromme), Tess (Milena Kahl), Kiki (Svenia Koch) und Alex (Lisa Hasenbein) träumen von einer Karriere als Tänzerin. Foto: Wolfgang Braun

Von Wolfgang Braun

Bökendorf (WB). Mit dem Musical »Flashdance« bringt die Freilichtbühne Bökendorf in dieser Saison einen echten Knaller auf die Bühne. Einzige Enttäuschung bei der Premiere: Den Titelsong »What a feeling« hätte man gerne noch einmal und noch einmal und noch einmal gehört.

Das Stück lebt von Rock ’n’ Roll-Musik und fantastischen Gesangs- und Tanzeinlagen. Insbesondere Svenia Koch als Kiki begeisterte mit ihrer gesanglichen und tänzerischen Professionalität.

Lisa Hasenbein (sehr glaubhaft eigenwillig und charakterstark) gefiel in der Hauptrolle der Alex Owens. Auch ihre Freundin Gloria (bestens disponiert: Sarah Fromme) spielte überzeugend. Vor allem schauspielerisch herausragend aber auch gesanglich gut: Carl Grübel als der in Alex verliebte Fabrikantensohn Nick Hurley. Auch Jonas Fromme stellte als Neffe des Nachtklubbesitzers Harry (bestens besetzt mit Thomas Rüther) sein herausragendes Talent unter Beweis.

Schweißerin Alex träumt von Karriere als Tänzerin

»Flashdance« spielt in der US-Stahl-Stadt Pittsburgh der 80er-Jahre, in der Zeit der beginnenden Stahlkrise. Auch die Schweißerin Alex Owens ist von der Entlassung bedroht. Aber sie träumt ohnehin von mehr Unabhängigkeit, vor allem aber von einer Laufbahn als Tänzerin. Sie möchte zunächst bei der »Shipley Dance Academy« vortanzen, um aufgenommen zu werden.

Alex Owens (Lisa Hasenbein) überzeugt an der Tanzakademie. Foto: Wolfgang Braun

Als sie aber mitbekommt, dass ihr Chef und Freund Nick Hurley diesen entscheidenden ersten Schritt mit einem Spenden-Scheck arrangieren will, trennt sie sich von ihm. Sie darf trotzdem vortanzen und überzeugt mit einer ganz individuellen, eigenwilligen Darbietung.

Ihre Freundin Gloria, die auch von einer Karriere als Tänzerin träumt, hat sich von dem Stripteaselokal-Besitzer C.C. (brutal und gangsterhaft: Markus Sander) dazu überreden lassen, in seinem Nachtclub aufzutreten und zu strippen. Sie nimmt Rauschgift, um das durchzustehen. Aber Alex und Glorias Freund Jimmy holen sie dort von der Bühne.

Happy-Ends an allen Konfliktfronten

Wie charaktervoll Alex ist, zeigt sich auch daran, dass sie dem dreifachen Vater Andy (väterlich besorgt: Frank Spiegel) ihre Stelle im Werk überlässt, als er gekündigt werden soll. Dass dann Happy-Ends an allen Konfliktfronten herrschen, war nicht anders zu erwarten.

Zum großen Premierenerfolg mit Standing Ovations haben vor allem die ganz faszinierend und mitreißend dargebotenen Gesangs- und Gesangsszenen des Musicals beigetragen.

Nummern wie der mit Oscar und Grammy bedachte Titelsong, »Gloria« oder »Maniac« sind Ohrwürmer, deren Ursprung man oft gar nicht mehr kennt, die aber ihre fetzige Frische bewahrt haben.

Stürmischer und verdienter Beifall nach einer über zweistündigen Supershow.

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