Mo., 01.01.2018

Besonderes Silvesterkonzert am Ende des Lutherjahres begeistert 300 Gäste Glanzvoller Abschluss

Dennis Pape (links) mit den Solisten des Abends: Max Jenkins (Orgel, Klavier), Svenia Koch (Sopran) und Georg Thauern (Tenor).

Dennis Pape (links) mit den Solisten des Abends: Max Jenkins (Orgel, Klavier), Svenia Koch (Sopran) und Georg Thauern (Tenor). Foto: Sabine Robrecht

Von Sabine Robrecht

Brakel (WB). Mit großem Interesse hatte er durchaus gerechnet. Dass allerdings zusätzliche Stühle her mussten, weil der Andrang so riesig war, hätte Kirchenmusiker Dennis Pape nicht für möglich gehalten. Es war aber so. Etwa 300 Besucher wollten das von ihm vorbereitete besondere Silvesterkonzert zum Abschluss des Lutherjahres in Brakels Auferstehungskirche unbedingt miterleben.

Es war ein Abend, der nachklingt – bis in das noch junge Jahr 2018 hinein. Dessen Beginn stand recht kurz bevor, als die Menschen in der stimmungsvoll illuminierten Kirche gemeinsam innehielten. Der evangelische Kirchenchor Brakel, der evangelische Posaunenchor, verstärkt vom Posaunenchor Nieheim, und die drei Solisten Svenia Koch aus Bökendorf (Sopran), Georg Thauern aus Marienmünster (Tenor) und Max Jenkins aus Brakel (Orgel, Klavier) rissen ihr großes Auditorium zu stehenden Ovationen hin.

Kindheitserinnerungen geweckt

Kirchenmusiker Dennis Pape, der dieses großartige Musikereignis organisiert hatte, rief mit der Programmauswahl in den Zuhörerinnen und Zuhörern ganz wunderbare Empfindungen wach: Festlich-sakrale Klänge wechselten sich mit weltlicher Musik ab, die weihnachtliche Freude zur Entfaltung brachte – und zwar auch jene Freude, mit der ein Kind seit jeher dem Fest entgegenfiebert. Mit Weihnachten verbinden die Menschen auch die Hommage an den tschechischen Komponisten Karel Svoboda, die das Bläserensemble eingängig intonierte. Denn die Märchenverfilmung »Drei Nüsse für Aschenbrödel«, dessen Filmmelodie genauso wie die von Nils Holgersson erklang, läuft seit Jahrzehnten immer zu Weihnachten. »Da möchte man noch einmal ein Kind sein«, ließ sich mancher Zuhörer verzaubern.

Dankbarer Rückblick auf das Lutherjahr

Diese beschwingte Heiterkeit wechselte sich auf stimmige Weise ab mit besinnlicher und geradezu ergreifender geistlicher Musik. Der Abend stand schließlich, wie Pfarrer Volker Walle bei der Begrüßung der Gäste betonte, im Zeichen des dankbaren Rückblicks auf das zu Ende gegangene Lutherjahr. So stimmten die Zuhörer beherzt mit ein, als Dennis Pape sie einlud, zwei Strophen des Luther-Chorals »Ein feste Burg ist unser Gott« gemeinsam zu singen.

Chor präsentiert bemerkenswertes Können

Der Chor präsentierte sein bemerkenswertes Können unter anderem mit Bachs »O Gott, du frommer Gott« und Händels »Denn die Herrlichkeit Gottes des Herrn«. Und auch die Solisten fesselten ihr Publikum: Max Jenkins entfaltete sein großes Talent mit Bachs »Präludium & Fuge G-Dur« und Duprés »Placare christe servulis« an der Königin der Instrumente. Am Klavier beeindruckte er mit Bach (»Prelude Englische Suite G-moll«).

Georg Thauern und Svenia Koch – zwei ausdrucksstarke Künstler – überzeugten mit Liedern von Humperdicks »Abendsegen« bis hin zu »Still war die Nacht« von Marlene Dietrich und »Weihnachten« von Adelheid Wette. Die Stimmen und die Ausstrahlung der beiden Vokal-Solisten erfüllten den Kirchenraum mit jener Freude, die die Besucher dieses Konzerts mit in den Jahreswechsel nahmen. Wahrhaft ein glanzvoller, fulminanter Abschluss eines besonderen Jahres.

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