Do., 17.05.2018

Richtkranz weht über ehemaligem Haus Gaentzsch – Einzug im September geplant Viele neue Lösungen entwickelt

Hermann Temme (von links), Carsten Scherhans und Florian Stieneke sind zufrieden mit dem Baufortschritt. Bei einem derartig aufwendigen Projekt seien Verzögerungen von vier Wochen verschmerzbar, sind sie sich einig.

Hermann Temme (von links), Carsten Scherhans und Florian Stieneke sind zufrieden mit dem Baufortschritt. Bei einem derartig aufwendigen Projekt seien Verzögerungen von vier Wochen verschmerzbar, sind sie sich einig. Foto: Frank Spiegel

Von Frank Spiegel

Brakel (WB). Der Rohbau des Umbaus der »Alten Waage« und des Hauses »Am Markt 6a« zur barrierefreien Verwaltungsnebenstelle ist fertig. Jetzt weht der Richtkranz über der Baustelle.

»Glück und Segen bis unter das Dach«, wünschte Florian Stieneke vom gleichnamigen Dach- und Terrassenbauunternehmen in seinem Richtspruch und ließ abschließend ein Schnapsglas auf dem Boden zerschellen.

»Mit ein bisschen Fantasie kann sich jeder schon ausmalen, wie gut sich das neue Verwaltungsgebäude schon bald in den historischen Stadtkern einfügen wird«, sagte Bürgermeister Hermann Temme in seiner Ansprache anlässlich des Richtfestes.

Sein Dank galt allen, die an diesem Projekt beteiligt sind. Diese hätten Besonderes geleistet, denn der Umbau des Hauses sei keine Standardbaustelle.

Statische Vorgaben

»In der ersten Bauphase musste fast wöchentlich auf den Bestand reagiert und somit neue Lösungen entwickelt werden, um den Ansprüchen aus Denkmalschutz, Brandschutz und den statischen Vorgaben gerecht zu werden«, nannte er Beispiele.

Darauf war Planer Carsten Scherhans auch im jüngsten Bauausschuss eingegangen. Auch der Winter habe für weitere Verzögerungen gesorgt. Teilweise seien abenteuerliche Konstruktionen notwendig gewesen, um das Ziel zu erreichen.

Scherhans: »Von der oberen Etage musste zum Beispiel mehr stehen bleiben als von der unteren.« Manchen Wänden habe ein tragfähiges Fundament gefehlt und vermeintlich tragfähige Stahlstützen im vorderen ehemaligen Ladenbereich hätten sich als für diesen Zweck nutzlos herausgestellt. Der Umbau sei viel aufwendiger als ein Neubau.

Trotz der ungeplanten Überraschungen in der Bausubstanz liege man finanziell noch im gesteckten Rahmen. »Die Luft für zusätzliche Dinge ist jetzt aber mittlerweile raus«, stellte der Planer klar.

Die Baukosten belaufen sich nach Angaben von Hermann Temme auf die geplanten 1,71 Millionen Euro. 60 Prozent der Baukosten werden durch Fördermittel aus dem Städtebauförderprogramm des Landes NRW finanziert.

Barrierefrei zu erreichen

»Nach Fertigstellung der Arbeiten erhalten wir ein energetisches und modernes Verwaltungsgebäude, welches barrierefrei zu erreichen ist«, sagte Bürgermeister Hermann Temme.

Es entstehen zurzeit 342 Quadratmeter Bürofläche mit weiteren 115 Quadratmetern Ausbaureserve im Dachgeschoss. Insgesamt entstehen zwölf moderne Büros und zusätzliche Räume für Aktenlager und Druckerei. Das gesamte Gebäude soll an das Nahwärmenetz angeschlossen werden.

Wegen der nicht vorhersehbaren Verzögerungen kann das Gebäude nicht – wie geplant – im August, sondern erst im September bezogen werden. Bürgermeister Hermann Temmes Hoffnung, den Annentagsempfang wieder in der »Alten Waage« ausrichten zu können, hat sich nicht erfüllt.

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