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Fr., 20.01.2017

Höxters Bürgermeister lehnt Teilabwanderung des St.-Ansgar-Krankenhauses nach Brakel ab Ärger um Umzugspläne der Unfallchirurgie

Werden Unfallopfer zukünftig weniger nach Höxter und viel häufiger nach Brakel gebracht? Hier eine typische Unfallszene aus dem Kreis Höxter.

Werden Unfallopfer zukünftig weniger nach Höxter und viel häufiger nach Brakel gebracht? Hier eine typische Unfallszene aus dem Kreis Höxter. Foto: Michael Robrecht

Höxter (WB). Die Teilabwanderung der Unfallchirurgie aus dem St.-Ansgar-Krankenhaus an das St. Vincenz-Hospital in Brakel wird von Höxters Bürgermeister Alexander Fischer abgelehnt. Er kritisiert die Katholische Hospitalvereinigung Weser-Egge für ihre in dieser Frage wenig transparente und späte Informationspolitik.

Von Michael Robrecht

Fischer sagte, dass er und die Stadt erst bei einem sehr weiten Verfahrensstand über die Verlagerungspläne der KHWE – und auch nur auf seine Nachfrage beim Geschäftsführer Reinhard Spieß sowie über die Medien – informiert worden seien.

»Ich bin verärgert. Da soll ein Herzstück des St. Ansgar verlagert werden; und mit Bürgermeister und Rat wird im Vorfeld nicht gesprochen«, sagte Fischer. Das seien für den Krankenhausstandort Höxter sehr relevante Umstrukturierungen, die er so nicht nachvollziehen könne.

Auch viele Bürger seien irritiert und fragten sich: Was laufe da eigentlich am St. Ansgar und welche Konsequenzen habe das für Höxter? Er sei nicht damit einverstanden, dass eine » Unfallchirurgie light« in Höxter betrieben werde.

Fischer: »Ich bin verärgert«

Ab 1. Februar soll in Brakel zusätzlich zur Orthopädie eine neue und erweiterte unfallchirurgische stationäre Behandlungsabteilung geschaffen werden. Schwerverletzte und Kinder unter sieben Jahren werden weiter am St. Ansgar behandelt. Wo der Chefarzt (seit vielen Jahren Dr. Heiner Gellhaus ) zukünftig seinen Sitz haben soll, das wird erst noch endgültig geklärt.

Bürgermeister Fischer weist auf für die Stadt Höxter wichtige Punkte hin: Personelle Probleme der KHWE dürften nicht auf dem Rücken der Patienten in Höxter ausgetragen werden.

Wer entscheidet bei einem Einsatz, ob der vom Rettungsdienst oder Notarzt behandelte Patient nach Höxter oder Brakel eingeliefert wird? Welche infrastrukturellen Fragen, wie die gute Erreichbarkeit durch Busse, müssen bei einer Teilverlegung der Unfallchirurgie nach Brakel verbessert werden? Können nicht zwei gleichwertige Standorte für die Unfallchirurgie in Brakel und Höxter geschaffen werden, wenn die KHWE Brakel wegen der Kreiszentralität unbedingt aufwerten will?

Höxter müsse eine vollwertige Unfallchirurgie behalten, so Fischer. Er habe KHWE-Geschäftsführer Spieß seine Missbilligung mitgeteilt. Höxter sei die größte Stadt im Kreis, habe ein großes Einzugsgebiet: Einen Rückzug aus so einem Versorgungsraum verstehe er nicht.

Kommentare

typisch KHWE

Für die Unfallchirurgie in Brakel werden Intensivbetten benötigt.Die werden aus dem Steinheimer Krankenhaus abgezogen.Das heißt Steinheim Hat keine Intensivstation mehr.Damit ist die Steinheimer Kardiologie auch weg.Aber selbst die Geriatrie benötigt eine Intensivstation...........





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