>

Di., 25.07.2017

Staatssekretärin informiert sich in Weserstadt – zu Gast bei Künnecke und der HAWK Kooperation über Grenzen hinweg

Carl-Otto Künnecke (links) hat Birgit Honé, Staatssekretärin für Europa und regionale Landesentwicklung in der Niedersächsischen Staatskanzlei, durch seinen Betrieb geführt und die verschiedenen Arbeitsfelder vorgestellt. Der Gast zeigte sich sehr beeindruckt.

Carl-Otto Künnecke (links) hat Birgit Honé, Staatssekretärin für Europa und regionale Landesentwicklung in der Niedersächsischen Staatskanzlei, durch seinen Betrieb geführt und die verschiedenen Arbeitsfelder vorgestellt. Der Gast zeigte sich sehr beeindruckt. Foto: Harald Iding

Von Harald Iding

Holzminden/Höxter (WB). Diese Erfolgsfirma hat nicht nur den Niedersächsischen Außenwirtschaftspreis als Vorzeigebetrieb gewonnen. Staatssekretärin Birgit Honé kam jetzt beim Besuch der Otto Kün­necke GmbH nicht mehr aus dem Schwärmen raus. Lobende Worte fand sie ebenso für die Aktivitäten der Hochschule in Holzminden.

Seit vier Jahren bekleidet Birgit Honé das Amt der Staatssekretärin. Innerhalb der Staatskanzlei sind ihr die Abteilungen »Europa und Internationale Zusammenarbeit« sowie «Regionale Landesentwicklungen und EU-Förderung« zugewiesen. Die 56-Jährige koordiniert die für die Landesentwicklung wichtigen Arbeitsbereiche in Abstimmung mit den Fachressorts und Landesbeauftragten.

Programm für Südniedersachsen

Am Rande ihres Firmenbesuches bei der Otto Künnecke GmbH betonte sie im Gespräch mit dem WESTFALEN-BLATT, dass sie die Menschen im Weserbergland sehr schätze. »Die Region liegt mit am Herzen. Wir haben ein spezielles Projekt aufgelegt für Südniedersachsen, weil wir hier eine Region haben, die vor besonderen Herausforderungen steht. Wir sehen klar die Digitalisierung der Gesellschaft als Chance für den ländlichen Raum. Und ich bin heute hier, um mit den Unternehmen darüber zu reden.«

Bei der Firma Künnecke »spüre« man die Zukunft, lobte die Staatssekretärin. Solche innovativen Unternehmen brauche das Land.

Umgang mit Azubis ein Erfolgsmodell

Der respektvolle Umgang mit Auszubildenden, die frühe Kontaktaufnahme mit den zukünftigen Fachkräften sei ebenfalls ein Erfolgsmodell, ist sich der prominente Gast sicher. »Die jungen Leute sind rar auf dem Markt. Die Betriebe müssen sich anstrengen. Und all das, was ich heute bei Künnecke gesehen habe, ist ein Beispiel dafür, wie auf eine besondere und kreative Weise miteinander umgegangen wird. Alle, mit denen ich heute gesprochen haben, sind begeistert von dem Unternehmen.«

Künnecke ist nach eigenen Angaben Weltmarktführer in der Verarbeitung und der Qualitätskontrolle von hochsicheren Dokumenten, deren Lagerung, Verpackung und Versand. Die gewonnenen Kenntnisse würden in neuen Märkten zum Einsatz kommen. Das Händlernetz bestehe aus 50 Partnern und fünf Vertriebsbüros weltweit. Die lückenlose Dokumentation aller Arbeitsschritte sei eine der Grundelemente der Otto Künnecke-Systeme.

Ausbildungsverbund

Und was sagt die Staatssekretärin aus Niedersachsen zu dem neuen Kooperationsmodell von Holzminden mit der NRW-Kreisstadt Höxter? »Diese Zusammenarbeit kann ich nur begrüßen. Es gibt viele gute Ideen, wie den Ausbildungsverbund. Es geht darum, im ländlichen Raum die Leute gut zu qualifizieren. Durch die vielen kleinen und mittleren Betriebe wird es auf Dauer nur über solche Ausbildungsverbünde funktionieren. Nicht jedes Unternehmen kann die Kenntnisse, die immer umfangreicher werden, allein vermitteln. Das müssen sie gemeinsam schultern!«

Birgit Honé brachte ihre Freude zum Ausdruck, dass es nun bundesländerübergreifend eine enge Zusammenarbeit gibt. Diese Zeitung berichtete ausführlich über die neue Managerin des Innovationsnetzwerkes Holzminden-Höxter, Imke Schlechter (27), und ihre Pläne. Die Gründung von »Start-ups« im Umfeld größere Firmen soll beispielsweise gefördert und die Zusammenarbeit mit den beiden Hochschulen in den Weserstädten Holzminden und Höxter ausgebaut werden.

Zukunftsvision

Honé: »Ich bin hier in dem Unternehmen Künnecke angetan von der Zukunftsvision. Aber auch die Projekte der Hochschule, die zum Teil länderübergreifend ausgerichtet sind, überzeugen. Ich habe bei meinem heutigen Besuch die Professoren eingeladen, mit mir weiter im engen Gespräch zu bleiben. Diesen Austausch finde ich sehr wichtig – für alle Seiten.«

Kommentare

Diese Diskussion ist geschlossen. Kommentieren ist nicht mehr möglich.

Google-Anzeigen

© WESTFALEN-BLATT
Vereinigte Zeitungsverlage GmbH

Alle Inhalte dieses Internetangebotes, insbesondere Texte, Fotografien und Grafiken, sind urheberrechtlich geschützt. Verwendung nur gemäß der Nutzungsbedingungen.

Anzeige


http://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/5033389?categorypath=%2F2%2F2158585%2F2158590%2F2198384%2F2516093%2F2198395%2F2516020%2F