>

Fr., 06.10.2017

200 Menschen demonstrieren gegen die Verlegung nach Brakel – mit Video »Geben Sie Höxter die Unfallchirurgie zurück«

200 Menschen hören der Kundgebung vor der Nikolaikirche zu.

200 Menschen hören der Kundgebung vor der Nikolaikirche zu. Foto: Sabine Robrecht

Höxter (WB/sos). Etwa 200 Demonstranten sind am Freitagabend bei strömendem Regen in Höxters Marktstraße  gegen die Verlegung der Unfallchirurgie nach Brakel auf die Straße gegangen. Sie sehen ihr Schwerpunktkrankenhaus geschwächt und wollen diese Standortpolitik der Hospitalvereinigung nicht hinnehmen.

Dass die Initiative »Unfallchirurgie sofort von Brakel zurück nach Höxter« trotz schlechten Wetters  so viele Demonstranten um sich scharen konnte, spiegelt die Stimmung in der Kreisstadt und ihrer Umgebung wider. Sprecher Ludger Haferkemper forderte KHWE-Geschäftsführer Reinhard Spieß unter dem Beifall der Demonstranten nachdrücklich dazu auf, Höxter die Unfallchirurgie zurückzugeben. »Wir haben 2000 Unterschriften gesammelt und werden sicher auf 5000 oder 6000 kommen«, rief er der Menge zu.

140 der vorliegenden Namenszüge kommen allein aus Herstelle. Günter Schrick hat sie gesammelt, weil es ihn aufgebracht hat, was seinem siebenjährigen Enkelsohn passiert ist. Er stürzte in der Schule und brach sich die Nase. Der Vater des Jungen fuhr mit dem Kind nach Höxter. Nach einer Stunde Wartezeit verwies man ihn nach Brakel. Dort wartete der Junge mit seinen Schmerzen nochmal zwei Stunden. »Das kann nicht wahr sein«, ärgert sich der Großvater.

Den ausführlichen Bericht lesen Sie am Wochenende, 7./8. Oktober, im WESTFALEN-BLATT, Ausgaben Brakel und Höxter.

Kommentare

Frechheit

Hallo geht es noch?
Die Demonstranten sollen sich doch mal selber ein paar Fragen stellen:
-Sind Brakeler arbeitsplätze und das Fortbestehen des Krankenhaues weniger Wert, als das Höxteraner? Da gibt es jawohl mehr als genug Abteilungen und Fachbereiche.
-Welches Krankenhaus liegt denn Zentraler im Kreis als Brakel und ist unter normalen Umständen mit dem kürzesten Weg erreichbar?
-Bei Gesundheit und Menschenleben sollten solche Argumente für jeden wichtiger sein, als das war schon 100 Jahre so, das muss so bleiben.

1 Kommentare

Diese Diskussion ist geschlossen. Kommentieren ist nicht mehr möglich.

Google-Anzeigen

© WESTFALEN-BLATT
Vereinigte Zeitungsverlage GmbH

Alle Inhalte dieses Internetangebotes, insbesondere Texte, Fotografien und Grafiken, sind urheberrechtlich geschützt. Verwendung nur gemäß der Nutzungsbedingungen.

Mehr zum Thema

Anzeige


http://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/5205094?categorypath=%2F2%2F2158585%2F2158590%2F2198384%2F2516093%2F2198395%2F2516020%2F