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Do., 07.12.2017

Obere Mauerstraße ist Thema im Höxteraner Ausschuss Pflaster statt Asphalt?

Die Häuser grenzen direkt an die Obere Mauerstraße – rechts ist die alte Mauer zu sehen. Die Straße ist hier teils weniger als drei Meter breit.

Die Häuser grenzen direkt an die Obere Mauerstraße – rechts ist die alte Mauer zu sehen. Die Straße ist hier teils weniger als drei Meter breit. Foto: Sarah Schünemann

Höxter (WB/sar). Ein Teil der Oberen Mauerstraße in Höxter soll im kommenden Jahr aufwendig saniert werden. Die Anwohner fürchten insbesondere hohe Kosten und eine steigende Lärmbelästigung durch das geplante Pflaster.

Im Ortsausschuss wurde der Ausbau der Oberen Mauerstraße im Bereich zwischen Grube- und Wallstraße diskutiert. Mit den Anwohnern gab es bereits vor der Sitzung eine Präsentation zu der Gestaltung des Umbaus.

Zur Ausschusssitzung selbst waren mehr als ein Dutzend Anwohner gekommen. Grund für die Sanierung ist der schlechte Zustand der Straße. Auch das Regenwasser könne nicht richtig abfließen und dringe durch den übergangslosen Kontakt zur Straße in Wohnhäuser. Ingenieur Anton Volmer (Warburg) stellte die Planungen vor. Die Straße ist teilweise sehr eng. Dort ist zudem auf der einen Seite eine Mauer, auf der anderen Seite grenzen die Häuser ohne Übergang an die Straße. Deshalb soll die Fahrbahn näher Richtung Mauer gerückt werden, so Volmer.

Betonsteinpflaster und Sandsteinpflaster

»Um dem Denkmalschutz gerecht zu werden, planen wir die Straße mit Betonsteinpflaster und den flachen Übergang zum geplanten Schrägbordstein mit Sandsteinpflaster auszulegen. Das bringt auch farbliche Abhebung.« Durch die geschnitten Pflastersteine bleibe die Oberfläche barrierefrei. Das Betonsteinpflaster selbst und eine spezielle Anordnung machten es lärmarm. Die Pflasterung ist Anforderung für ein Städtebauförderprogramm des Landes, das 20 Prozent der Kosten deckt.

60 Prozent der Kosten tragen Anwohner

Die Sorgen der Bürger drehen sich besonders um den Straßenbelag. Sie fürchten durch das Pflaster mehr Lärm. Durch die Enge fahren die Autos zudem direkt vor den Häusern entlang. Auch die Kostenfrage wurde angesprochen. Asphalt statt Pflaster schätzen viele günstiger. Definitiv kann das bisher aber nicht gesagt werden, da das Projekt noch nicht ausgeschrieben werden konnte. Ingenieur Volmer schätzt die Kosten von Asphalt und Pflaster etwa gleich hoch ein. Bei einer Asphaltierung würde jedoch die Förderung wegfallen. Ein Anwohner merkte an, dass diese nur die Stadt und nicht die Anwohner entlasten würden. 60 Prozent tragen die Anwohner mit oder ohne Förderung des Landes. Deshalb wurde die Entwurfsplanung – unter der Bedingung, dass Nebenangebote für Asphaltierung der Straße zugelassen werden – einstimmig beschlossen.

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