Mi., 03.01.2018

Rathausklassik-Konzert »Alles Mozart« findet großen Anklang Ins neue Jahr getrillert

Violina Petrychenko begleitet den Klarinettisten Vitalii Nekhoroshev am Flügel. In ihrer Darbietung des zweiten Satzes aus dem Klarinettenkonzert in A-Dur von Wolfgang Amadeus Mozart bewiesen die Musiker große technische Fertigkeiten.

Violina Petrychenko begleitet den Klarinettisten Vitalii Nekhoroshev am Flügel. In ihrer Darbietung des zweiten Satzes aus dem Klarinettenkonzert in A-Dur von Wolfgang Amadeus Mozart bewiesen die Musiker große technische Fertigkeiten. Foto: Roman Winkelhahn

Von Roman Winkelhahn

Höxter (WB). Mozart gilt als das Genie der Musik und als Pop-Star der Klassik. Am Neujahrstag begeisterten seine Werke in der Rathausklassik.

Ungeläufige Kombination der Instrumente

Das »Kegelstatt-Trio« in Es-Dur ist Mozarts einziges Werk, das für Klarinette, Violine und Klavier notiert ist. Bestimmt ist das Trio auch eines seiner verspieltesten Stücke - ein stetiger Wechsel zwischen zwei Stimmen, der Violine im Sopran und der deutlich tiefer klingenden Klarinette. Eine eher ungeläufige Kombination, doch ein Genuss für jeden Klassik-Fan.

100 Besucher am Neujahrstag

»Alles Mozart« heißt das Programm, mit dem das »Trio Sérénade«, die drei ukrainischen Musiker Kateryna Kostiuk (Violine), Violina Petrychenko (Klavier) und Vitalii Nekhoroshev (Klarinette), das Jahr 2018 im historischen Rathaus begrüßten. Am Neujahrstag kamen knapp 100 Menschen ins Konzert.

»Alles Mozart«?

Ein Konzertprogramm, das ausschließlich aus orginalen Werken Mozarts besteht, ist für das Trio nicht möglich. »Der Auftrag, den ganzen Abend mit Mozart zu gestalten, war schwer«, erzählt die Pianistin Petrychenko. Letzten Endes haben sie das auch nicht geschafft: Johann Baptist Vanhals Trio für Klarinette, Violine und Klavier eröffnete den Abend. Vanhal, ein Freund Mozarts, arbeitete mit ähnlichen Techniken wie der große Klassik-Meister aus Wien: verspielte Triller, ausgefeilte Läufe und kaum Dissonanzen. Dennoch entsteht ein deutlicher Kontrast: mit Mozarts Kompositionen kann Vanhal nicht mithalten. Wahrscheinlich hat man sich deshalb für den Titel »Alles Mozart« entschieden, denn das bedeutet: Alles meisterhaft.

Klarinette gibt vor, Klavier übernimmt

Kurz vor seinem frühen Ableben schrieb Mozart das Klarinettenkonzert in A-Dur. Der zweite Satz dieses Werkes gilt als Musterbeispiel für Mozarts dialogisches Denken: die Klarinette gibt vor, das Orchester - in diesem Fall das Klavier - übernimmt. Auch »Eine kleine Nachtmusik« und das «Rondo alla Turca« gehören zu Mozarts Meisterwerken. In eigenen Fassungen für Violine, Klavier und dem melancholisch klingenden Bassethorn, welches Mozart besonders gern hörte, präsentierte das »Trio Sérénade« sie als Zugaben. Ein gelungener musikalischer Einstieg in 2018.

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