Mi., 03.01.2018

Große Pläne: Neuer Vorstand möchte Tierheim in Holzminden umbauen Ein Heim wird zum Zuhause

Wollen den Tieren zukünftig ein noch besseres Zuhause bieten (von links): Petra Einwohlt, Kerstin Winterboer und Jens-Uwe Müller. Das Tierheim soll in den kommenden Monaten neu strukturiert und modernisiert werden.

Wollen den Tieren zukünftig ein noch besseres Zuhause bieten (von links): Petra Einwohlt, Kerstin Winterboer und Jens-Uwe Müller. Das Tierheim soll in den kommenden Monaten neu strukturiert und modernisiert werden.

Höxter/Holzminden (WB/cl). Das Tierheim in Holzminden soll saniert und erweitert werden. Das hat der neue Vorstand des Trägervereins Tierschutz Holzminden-Höxter jetzt mitgeteilt. In dem Heim am Ziegeleiweg sind derzeit etwa 80 Tiere untergebracht.

Pläne für die Zukunft

»Seit wir im November die Leitung übernommen haben, konnten wir schon ein bisschen was bewegen und haben noch Pläne für die Zukunft«, sagt der neue Vorsitzende des Vereins, Jens-Uwe Müller. Der Verein betreibt das Heim, aus dem auch Tiere nach Höxter vermittelt werden.

Zusammen mit seinem Team will Müller das Heim neu strukturieren. »Wir planen Neubauten und Sanierungen, Flächen der Begegnung für Mensch und Tier, einfach einen Ort zum Verweilen«, erklärt Müller und führt aus: »Das Heim soll noch mehr zu einem temporären Zuhause für die Tiere werden«.

75 Katzen, sechs Hunde

Etwa 75 Katzen und sechs Hunde leben zurzeit im Holzmindener Tierheim. Jedes Tier hat seine eigene Geschichte. Viele Besitzer können sich krankheits- oder altersbedingt nicht mehr ausreichend um ihre Tiere kümmern. Andere werden einfach ausgesetzt und von der Polizei oder der Feuerwehr gefunden und im Heim abgegeben. »Gerade erst haben wir zwei süße Dackel bekommen, die aus einem sehr liebevollen Zuhause stammen. Ihr Herrchen kann sie altersbedingt nicht mehr versorgen. Der Umzug ins Tierheim ist deshalb für sie natürlich eine große Umstellung«, erklärt Müller das manchmal etwas schüchterne Verhalten der Hunde.

Tierabgaben häufen sich nach Weihnachten

Nach Weihnachten häufen sich traditionell die Tierabgaben. »Tiere sind keine Geschenke. Nach den Feiertagen geben viele ihre Tiere zurück, die sie geschenkt bekommen haben, sich aber nicht wie erst erwartet ausreichend um sie kümmern können oder einfach unzufrieden mit ihnen sind. Um dieser Entwicklung vorzubeugen vermitteln wir grundsätzlich keines unserer Tiere vor Weihnachten«, erklärt Müller.

»Wir wollen keine spontanen Vermittlungen«

Wer ein Tier aus dem Heim bei sich aufnehmen möchte, muss zunächst eine Vertrauensbasis zum Tier aufbauen. Bei Hunden kann dies einige Wochen dauern. »Jeder ist eingeladen vorbeizukommen und mit den Hunden spazieren zu gehen. Nach einiger Zeit merkt man dann schnell, ob die Tiere zum Menschen passen und andersherum. Wir wollen keine spontanen Vermittlungen. Eine Entscheidung für ein Tier muss wohl überlegt sein«, berichtet Kerstin Winterboer, die sich beim Holzmindener Tierheim um die Vermittlung kümmert.

Veranstaltungen geplant

Um zukünftig noch mehr liebevolle Zuhause für die Tiere zu finden, möchte der Vorstand mehr Menschen in das Heim locken. »Wir möchten durch Veranstaltungen wie Sommerfeste, Tage der offenen Tür oder auch Weihnachtsmärkte sowie verstärkter Präsenz in sozialen Netzwerken die Aufmerksamkeit für unsere Tiere erhöhen. Das Tierheim soll ein Ort werden, an dem man gern Zeit verbringt«, so Müller

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