Sa., 13.01.2018

Hotel »Weserberghof« in Höxter verfällt immer mehr: Erstmals soll Bauzaun unbefugte »Partygäste« fernhalten Vom Top-Hotel zur verwüsteten Villa Kunterbunt

Frühere Restaurantgäste werden beim Anblick der Innenräume schockiert sein: Es sieht aus wie nach einem Bombenanschlag. Stühle auf dem Dach, eingeschlagene Fenster, Wildwuchs: Das Ex-Hotel »Weserbergland« bietet auch innen einen Blick des Verfalls.

Frühere Restaurantgäste werden beim Anblick der Innenräume schockiert sein: Es sieht aus wie nach einem Bombenanschlag. Stühle auf dem Dach, eingeschlagene Fenster, Wildwuchs: Das Ex-Hotel »Weserbergland« bietet auch innen einen Blick des Verfalls.

Von Michael Robrecht

Höxter (WB). Was für ein unwürdiges Ende. Eines von Höxters einst beliebtesten Hotelrestaurants ist immer stärker dem Verfall preisgegeben und präsentiert sich inzwischen komplett verwüstet.

Seit Jahren feiern Unbekannte dort wilde Partys, wie ein Blick ins Innere beweist.

Aufmerksame WESTFALEN-BLATT-Leser haben die früher schicken Innenräume fotografiert und die Fotos dem WB zur Verfügung gestellt. Frühere Gäste werden schockiert sein. Ein Käufer für den »Weserberghof« konnte bis heute nicht gefunden werden. Das Gelände ist jetzt erstmals eingezäunt worden, um Unbefugten das bisher frei zugängliche Gelände klar sichtbar zu versperren.

Der bisherige Eigentümer Laurentiu Manole aus Bukarest/Rumänien hat die Objektverwaltung an Höxteraner übertragen. Er bot das Hotel seit drei Jahren erfolglos im Internet zum Kauf an: Erst für 249.000 Euro, dann für unter 200.000 Euro, später für weniger. Der Eigentümer kündigte mehrfach an, er wolle nach Höxter kommen, um eine neue Nutzung für den einst erfolgreichen Gastronomiebetrieb der Familie Krause zu finden oder etwas zu regeln. Einen konkreten Besuch bei seiner verwahrlosten 30-Zimmer-»Erwerbung« (Kaufpreis vor acht Jahren 200.000 Euro) hatte der Bukarester Aeronautiker erwogen – angereist ist er bisher nie.

Die Stadtverwaltung hat immer darauf hingewiesen, dass es keine Handhabe gebe, tätig zu werden, wenn keine Störung der öffentlichen Sicherheit und Ordnung oder Gefahr vom Gebäude ausgehe. Als Verwaltung könne man nur nachsehen, ob Bauzäune gezogen und alles sicher sei, hieß es schon vor Jahren aus dem Stadthaus. Eine Anfrage bei der Polizei ergab gestern, dass es in jüngster Zeit keine Einsätze oder Beschwerden über die »Villa Kunterbunt« in der Haarmann-Straße und ihre Gäste gegeben hat. Was wird aus dem Hotel? Vielleicht gibt es 2018 eine neue Nutzungsidee.

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