Fr., 12.01.2018

Landgericht verhandelt gegen Bande - Schotte hortet 1000 Pflanzen in Bosseborn Cannabis im Horror-Haus: Prozess noch vor Ostern

1000 Pflanzen Cannabis sind im Horrro-Haus in Bosseborn gezüchtet worden.

1000 Pflanzen Cannabis sind im Horrro-Haus in Bosseborn gezüchtet worden. Foto: Polizei

Höxter (WB/rob). Noch vor Ostern wird es vor dem Landgericht in Paderborn einen Prozess wegen Drogenanbaus im Horrorhaus von Bosseborn geben. Es werde jetzt Anklage gegen die Drogenhändler und ihre Helfer erhoben, war aus der Paderborner Justiz zu hören.

Das Haus in Bosseborn, in dem über Jahre Frauen gequält und getötet wurden, kommt nicht nur wegen des laufenden Prozesses nicht aus den Schlagzeilen. Zwölf Personen hatte die Polizei in dem Gebäude bei einer Razzia im September 2017 festgenommen, darunter auch die mutmaßlichen Köpfe der Bande.

Dachdecker Dave M. (50) hat das Horror-Haus im Saatweg 6 in Bosseborn 2017 gekauft und dort Cannabis angebaut. Foto: M. Robrecht

Der 50-jährige Schotte Dave M. hatte 1000 Pflanzen ab Sommer mit Hilfe eines 42-jährigen Türken aus Holland gezüchtet. Bei der Durchsuchung fand die Polizei im vom Dachdecker für 5000 Euro gekauften Horrorhaus so viele Pflanzen, dass 38 Kilogramm Marihuana im Wert von 200.000 Euro daraus hätten gewonnen werden können. Die Bandenmitglieder sitzen in U-Haft. Sechs Erntehelfer wurden nach der Vernehmung wieder auf freien Fuß gesetzt. Das Haus Saatweg 6 wurde beschlagnahmt. Was damit nun wird, ist noch offen.

 

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