Do., 15.02.2018

Forstamt NRW zieht Bilanz nach »Friederike«: 17.000 Festmeter Sturmholz allein im Höxteraner Gebiet »Gemischte Wälder sind die Zukunft«

Große Sturmschäden sind im Höxteraner Stadtwald entstanden.

Große Sturmschäden sind im Höxteraner Stadtwald entstanden. Foto: Michael Robrecht

Höxter (WB/tig). »Wie sieht der Wald der Zukunft aus?« Mit dieser Frage, gerade im Hinblick auf die Schäden durch Orkantief »Friederike«, starten die heimischen Forstwirte in das kommende Jahr. Fest steht: Spätestens bis Ende September 2018 wird das Aufforsten der insgesamt 17.000 Festmeter Sturmholz in den Wäldern im Kreis Höxter andauern.

10.000 Euro Plus im Wirtschaftsjahr 2016

Bilanz gezogen haben die Vertreter der Regionalforstamtes NRW im Bereich Hochstift jetzt im Bau- und Grundstücksausschuss der Stadt Höxter. Neben einem ­finanziellen Schlussstrich für das Jahr 2016, aus dem der Forstbetrieb mit einem Überschuss von knapp 10.000 Euro gegangen war, stand die Planung für das kommende Jahr im Mittelpunkt. »Hauptsächlich werden wir 2018 mit dem Aufforstarbeiten der Sturmschäden zu tun haben«, berichtete Forstamtsleiter Roland Schockemöhle.

Arbeit risikoärmer mit »Harvestern«

Übereilt darauf zu setzen, das Sturmholz so schnell wie möglich aus den Wäldern zu schaffen, sei aber falsch. »Es bringt nichts mit Hochdampf zu arbeiten, wenn das Holz nicht gelagert und abgefahren werden kann«, sagte Schockemöhle. Außerdem seien sämtliche Maßnahmen derzeit so gefährlich, dass hauptsächlich mit »Harvestern« gearbeitet werde. 2018 wolle man zudem darauf achten, neue Kulturflächen anzulegen. »Stürme zeigen, dass gemischte Wälder unsere Perspektive für die Zukunft sind.«

40 Hektar große Flächenwürfe

Besonders großen Schaden durch »Friederike« hätten Lüchtringen, Heiligengeisterholz und Ottbergen mit etwa 40 Hektar großen Flächenwürfen davongetragen. Das Sturmholz im Stadtwald Höxter habe fast dem zweifachen Hiebsatz eines einzelnen Fortwirtschaftsjahres betragen. Gesperrt bleiben sollen die Wälder im Kreis Höxter weiter bis Ende Februar. Einige Teilgebiete im Bereich »Ziegenberg« und »Räuschenberg« könnten aber schon früher freigegeben werden.

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