Fr., 04.05.2018

Pfingstverkehr kommt von Norden nur über große Umwege ins Weserbergland – Bürgermeister Fischer für Gespräche mit Gewerbe B83: Vollsperrung vom 18. Mai bis Jahresende

Die B83 führt direkt am Gasthof Steinmühle bei Polle an den bekannten Wesersteilhängen und dem Weser-Fluss vorbei. Die Strecke soll vor Pfingsten, am Freitag, 18. Mai, komplett dicht gemacht werden. Damit kommt der Pfingstverkehr von Norden nur noch über große Umwege ins Weserbergland.

Die B83 führt direkt am Gasthof Steinmühle bei Polle an den bekannten Wesersteilhängen und dem Weser-Fluss vorbei. Die Strecke soll vor Pfingsten, am Freitag, 18. Mai, komplett dicht gemacht werden. Damit kommt der Pfingstverkehr von Norden nur noch über große Umwege ins Weserbergland. Foto: Michael Robrecht

Höxter/Polle (WB/rob). Die B83 zwischen Polle und Bodenwerder wird ab Freitag, 18. Mai, zunächst zur Abwendung der drohenden Gefahr für Verkehrsteilnehmer durch Steinschläge vollständig gesperrt. Das kündigte das niedersächsische Verkehrsministerium an. Damit kommt der Pfingstverkehr von Norden nur noch über große Umwege ins Weserbergland.

Im Schutze der Sperrung werden umgehend Geologen und andere Gutachter die Arbeit aufnehmen, um Sofortmaßnahmen zur Hangsicherung zu planen. Diese sollen anschließend unverzüglich und zum Schutz des FFH-Gebietes mit Augenmaß umgesetzt werden. Bis zum Winter 2018 soll die B83 möglichst wieder einspurig befahrbar sein, so dass die Einschränkungen für die Bewohner, Verkehrsteilnehmer und Wirtschaft vor Ort so gering wie möglich bleiben. Wie am Freitag berichtet, hatte ein Runder Tisch in Hannover eine siebenjährige Sperrung der B83 abgewendet.

Höxters Bürgermeister Alexander Fischer, der an der weitergehenden gemeinsamen Besprechung mit dem Staatssekretär Dr. Lindner und den weiteren Vertretern der Kreise Höxter und Holzminden im niedersächsischen Verkehrsministerium beteiligt war, begrüßt die Vorschläge zur Vermeidung der Vollsperrung über sieben Jahre. Die B83 bei Polle sei absolut wichtig für die Infrastruktur sowohl für Unternehmen und den Handel, aber auch für den Tourismus. Eine mehrjährige Sperrung hätte zu nicht tragbaren Einbußen geführt. Entscheidend sei aber auch, dass in der Zeit der nicht zu vermeidenden Vollsperrung geeignete Alternativwege gefunden werden, damit die Beeinträchtigungen so gering wie möglich gehalten werden, so Fischer. Gespräche mit Vertretern von Handel und Wirtschaft müssten geführt werden. Der Bürgermeister sagte auch, dass der Beginn der Vollsperrung am Freitag vor Pfingsten ungünstig sei und ein Start nach den Feiertagen besser für den Tourismus gewesen wäre.

Alle Betroffenen aus dem Weserbergland sind zu einer Demo gegen die mehrmonatige B83-Vollsperrung Mittwoch, 9. Mai, 13.45 Uhr bei Treppenbau Müller in Polle (Ortseingang/Einfahrt Fähre) eingeladen. Es gibt ein Gespräch mit heimischen Politikern.

 

Kommentare

Wie alle Baumassnahmen

Wie alle in Deutschland größere Baumassnahmen endet jetzt auch schon eine Minimalanforderung im Chaos. Als Beispiel : BER, Stuttgart 21. Es ist immer wieder verwunderlich das die sogenannte Deutsche Wertarbeit im Ausland nur noch Kopfschütteln und Gelächter verursacht.

1 zu 10 ?

Das ginge auch schneller, aber nicht in Deutschland. Einer arbeitet, zehn Leute begleiten die Sache bürokratisch. :)

2 Kommentare

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