Mi., 16.05.2018

Flüchtlinge beziehen umgebautes Offizierheim Brenkhäuser Straße Neues Zuhause in Höxter

Das Flüchtlingsheim in der Brenkhäuser Straße bietet Platz für bis zu fünfzig Geflüchtete. Georg Beverungen betont, dass das Gebäude vor allem für das gemeinsame Beisammensein sehr geeignet ist.

Das Flüchtlingsheim in der Brenkhäuser Straße bietet Platz für bis zu fünfzig Geflüchtete. Georg Beverungen betont, dass das Gebäude vor allem für das gemeinsame Beisammensein sehr geeignet ist. Foto: Michael Robrecht (2), Franziska Münster (2), Roman Winkelhahn (3)

Höxter (WB). Der Umbau des ehemaligen Offizierheims der Bundeswehr in Höxter ist abgeschlossen und die neuen Bewohner haben sich auch schon eingelebt. Das Gebäude an der Brenkhäuserstraße ist jetzt das neue Zuhause von Asylbewerbern. Ihren Anteil an der Wohnlichkeit des 1936 gebauten Hauses haben viele lokale Unternehmen geleistet.

Das ehemalige Offizierskasino an der Brenkhäuserstraße, neben dem bereits von Geflüchteten bezogenen Stabsgebäude, ist seit Mitte April fertig saniert und bereits möbliert worden. Beim Umbau hatte Architektin Dipl. Ing. Maria-Elisabet Golüke die Federführung. Für die Stadt war Georg Beverungen (Hochbauabteilung) Ansprechpartner.

Das ABC-Abwehrbataillon 7 in Höxter hatte das ehemalige Offizierheim sowie das bereits 2017 umgebaute und bezogene Stabsgebäude im Baustil der 30er Jahre vor drei Jahren aufgegeben. 2015 wurde in den Gebäuden wegen der Flüchtlingswelle vom Kreis Höxter im Auftrag des Landes mehrere Monate eine Notunterkunft für 250 Asylbewerber betrieben. Die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben fand später keinen Käufer für die Bundeswehrbauten, sodass die Stadt Höxter beide Blocks samt des 17.ooo Quadratmeter großen Grundstücks pachtete, um dauerhaft Flüchtlinge dort unterzubringen.

Die Stadtverwaltung verbesserte dazu den massiv Brandschutz und Handwerker haben das Offiziersheim den aktuellen technischen Stand gebracht – besonders die Küchen. Es wurden neue Wände, Türen, Fußböden, Sanitäranlagen, Heizungen und Elektrik eingebaut. Auch die Duschen, Toiletten und Bäder sind wie im früheren Saal neu installiert worden.

Zu dem großen Kasino gehört auch der bekannte Festsaal, wo so mancher Neujahrs- und Ministerempfang sowie auch Bälle und Tagungen stattgefunden haben. Dieser schöne Saal wurde geteilt, indem eine Trennwand gezogen wurde. Barrierefreie Zuwegung ist laut Georg Beverungen, Leiter Hochbau Stadt Höxter, ein weiteres Thema. Die alten Empfangsräume des Gebäudes an der Brenkhäuserstraße dienen als Aufenthaltsräume für beide Flüchtlingsheime. Sprachkurse, Treffen und größere Veranstaltungen können hier zentral für alle Bewohner der Unterkünfte angeboten werden. Familien, junge Leute und Sportler – das war schon in den Monaten der Notunterkunft zu beobachten – nutzen auch gerne das große Freigelände und die Wiesen für Freizeitaktivitäten. Im Keller soll es weitere Freizeitangebote geben.

In den Brandschutz mit Brandmeldeanlage wurden in der Anlage fast 400.000 Euro investiert, in beide Gebäude vis a vis der Kaserne zusammen 1,6 Millionen Euro.

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