Di., 27.02.2018

Gewinner des Architekten-Wettbewerbs in Vörden stellen ihre Entwürfe vor Neue Grundschule mit Lernlandschaft

Schulleiter Nicolay Loges (links) und Bürgermeister Robert Klocke (rechts) sind froh, erste Ergebnisse vorstellen zu können. Der Vorschlag der Architekten Nicolas Bahnemann (2. von links) und Denis Andernach (3. von links) belegt Platz Eins.

Schulleiter Nicolay Loges (links) und Bürgermeister Robert Klocke (rechts) sind froh, erste Ergebnisse vorstellen zu können. Der Vorschlag der Architekten Nicolas Bahnemann (2. von links) und Denis Andernach (3. von links) belegt Platz Eins. Foto: Schünemann

Von Sarah Schünemann

Marienmünster/Vörden (WB). Der Architekten-Wettbewerb für die Realisierung des Grundschulneubaus in Vörden ist gestern offiziell beendet worden. Den ersten Platz belegt dabei das Planungsbüro »Bau Eins Architekten BDA« aus Kaiserslautern – und erhält damit neben dem Vertrauen des Preisgerichts eine Prämie über 7000 Euro.

Premiere für Stadt

Über die vier Siegerentwürfe politisch beraten wird heute Abend nicht öffentlich im Bauausschuss und anschließend im Hauptausschuss (auch Auftragsvergabe). Schon vergangene Woche ist in Begleitung des Architektenbüros Drees und Huesmann aus Bielefeld die Entscheidung über die besten Entwürfe gefallen (wir berichteten). Die beiden Architekten aus Kaiserslautern konnten sich gegen zwölf mit ihnen konkurrierende Teilnehmer durchsetzen. »Wir waren selber sehr gespannt, weil wir nicht wussten, welches Büro sich hinter den anonymen Nummern versteckt«, sagte Josef Suermann, ständiger Vertreter des Bürgermeisters in der Stadtverwaltung. »Der Architekten-Wettbewerb war auch für uns als Stadt eine Premiere. Es hat sich ausgezahlt, wir haben eine Vielzahl von neuen Ideen bekommen«, resümierte Bürgermeister Robert Klocke.

Wettbewerb als »fair« gelobt

Die Architektenvorschläge bleiben noch bis Freitagmittag in der Aula der Grundschule zu sehen, damit Interessierte sie sich in Ruhe ansehen können. Gudrun Walter vom begleitenden Architektenbüro aus Bielefeld ist froh, dass die Stadt Marienmünster das Verfahren eines Wettbewerbes gewählt hat. »Das bewertet auch die Architektenkammer als am fairsten«, erklärte sie. Und das Engagement der Planungsbüros müsse man auch honorieren, schließlich investiere jedes um die 200 Arbeitsstunden in einen Entwurf.

Am Ende haben die beiden Kaiserlauterer Bahnemann und Andernach das Preisgericht überzeugt. »Wir hatten im Verfahren drei Nachrücker, einer davon hat heute den ersten Platz belegt«, meint Walter schmunzelnd. Denis Andernach und Nicolas Bahnemann von »Bau Eins Architekten BDA« erklärten ihr Konzept: Im Erdgeschoss bleibe die Offene Ganztagsschule mit der Mensa, die sich zum Schulhof hin orientiert. Lehrer- und Klassenzimmer sowie eine spezielle Lernlandschaft entstünden dann im Obergeschoss. Diese orientierten sich weg vom Schulhoflärm. Durch große Fenstern solle für natürliches Licht gesorgt werden.

Junges Team erreicht dritten Platz

Auch das drittplatzierte Architektenbüro »BM+P Architekten« aus Düsseldorf stellte sein Konzept kurz vor. »Ich bin stolz, dass wir mit einem so jungen Team diese gute Platzierung erreichen konnten«, sagte Peter Hesse. Bei ihrem Vorschlag ist die Raumaufteilung ähnlich gewählt. Auf dem zweiten Platz landete »Günter Herrmann Architekten« aus Stuttgart und Viertplatzierte war »Schmersahl, Biermann und Prüßner« aus Bad Salzuflen, die beide nicht anwesend waren.

Ausschreibung auch für Handwerker

Auf Nachfrage bezüglich der Bauleitung, erklärten beide Architektenbüros, dass ab einem bestimmten Zeitpunkt die Arbeit von einem ortsansässigen Architekten übernommen werde, weil die Distanz zu groß sei. Eine Frage nach der Auswahl der Handwerker beantworteten Hesse und Bürgermeister Klocke gemeinsam. »Es ergibt bei der Marktsituation keinen Sinn, Handwerker von außerhalb mitzubringen«, sagte Hesse. Und Klocke meinte: »Es wird nach dem normalen Verfahren Ausschreibungen geben.«

Loges: »Viel kreatives Potenzial«

Schulleiter Nicolay Loges ist mit den Ergebnissen zufrieden: »Es gibt viel kreatives Potenzial und die Kinder profitieren von einer ruhigen Lernumgebung und der Möglichkeit, die Mensa nach außen hin zu öffnen«. Die zukünftigen Maßnahmen hatte Robert Klocke bereits vor Augen: Die Sanierung von Aula und Schulhof sind Projekte, die er sich in Zusammenarbeit mit dem verantwortlichen Architekten so vorstellen könne.

Kommentare

Diese Diskussion ist geschlossen. Kommentieren ist nicht mehr möglich.

Google-Anzeigen

© WESTFALEN-BLATT
Vereinigte Zeitungsverlage GmbH

Alle Inhalte dieses Internetangebotes, insbesondere Texte, Fotografien und Grafiken, sind urheberrechtlich geschützt. Verwendung nur gemäß der Nutzungsbedingungen.

Anzeige


http://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/5556191?categorypath=%2F2%2F2158585%2F2158590%2F2198384%2F2198395%2F2851045%2F