So., 15.04.2018

Orden zu Zeiten der Kreuzzüge in Jerusalem gegründet Rittertag der Johanniter im Kloster Marienmünster

Von Michael Robrecht

Marienmünster (WB). Dem Johanniterorden (Sitz in Potsdam, Verwaltung in Berlin) gehören weltweit in 18 deutschen und fünf ausländischen Genossenschaften und Kommenden 4000 Ritter an. 100 davon haben am Samstag am »Rittertag« im Kloster Marienmünster teilgenommen – ein Ritterschlag für das Zentrum der Klosterregion.

Es war eindrucksvoll, als die Ordensritter mit schwarzem Umhang und Johanniterkreuz über den Friedhof in die Kirche einzogen. Motto der Ritter: Helfen und Dienen aus christlicher Tradition!

Die westfälische Genossenschaft des Johanniter-Ordens, die Subkommenden Weserbergland und Detmold, hatten das Treffen gestaltet. Pastor Ansbert Junk vom katholischen Pastoralverbund Marienmünster begrüßte die protestantischen Ritter mit ihren Damen zum Auftaktgottesdienst. Ritterbrüder aus Westfalen, Kommendatoren und Ehren-Kommendatoren sowie auch Mitglieder des katholischen Malteser-Ordens und der Johanniter-Unfall-Hilfe waren dabei.

»Marienmünster hat etwas Besonderes. Wir waren vor acht Jahren schon einmal hier«, berichtete Subkommendeleiter Dirk Hebeler.

Der Einzug der Ritter, kommend vom Gemeindesaal, in die Abteikirche wurde vom Orgelspiel von Prof. Dr. Helmut Fleinghaus, dem Experten für alte Orgeln und dem Rektor der Hochschule für Kirchenmusik, fulminant eröffnet.

Die Teilnehmer des Rittertages feierten dann in der Ackerscheune der früheren Klosterdomäne. Für Grußworte kamen Vize-Landrat Heinz-Günter Koßmann, Bürgermeister Robert Klocke und Dr. Bertel Berendes, Vorsitzender der Kulturstiftung, aus Marienmünster. Jungstudenten aus dem Hochbegabtenzentrum der Hochschule für Musik in Detmold sorgten für Musik. Ritterversammlung und ein Damen- und Kinderprogramm schlossen sich an. Den Festvortrag hielt Landessuperintendent i.R. Gerrit Noltensmeier.

Der Johanniterorden (1099 von Kreuzfahrern in Jerusalem gegründet) trägt Altenpflegeeinrichtungen und Krankenhäuser. Als Ordenswerke bestehen die Johanniter-Unfall-Hilfe, die Johanniter-Schwesternschaft und die Johanniter-Hilfsgemeinschaften. Herrenmeister war lange Kaiserenkel Wilhelm-Karl Prinz von Preußen aus Holzminden. Nachfolger ist sein Sohn Oskar Prinz v. Preußen.

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