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Mi., 20.07.2016

Hauptschule wird entkernt für neue Grundschule – Turnhalle erhält moderne Decke Schulzentrum ist eine große Baustelle

Dietmar Becker von der Stadt Nieheim macht sich ein Bild von dem Stand des Rückbaus.

Dietmar Becker von der Stadt Nieheim macht sich ein Bild von dem Stand des Rückbaus.

Von Harald Iding

Nieheim (WB). Große Container, etliche Lieferfahrzeuge und dutzende Handwerker – wer in das Schulzentrum Nieheim kommt, der merkt sofort, dass hier viel in Bewegung ist. »Es ist zu einer richtigen Großbaustelle geworden. Gleich in mehreren Gebäuden wird während der Ferienzeit gearbeitet«, erklärte Dietmar Becker dem WESTFALEN-BLATT beim einem Rundgang.

Alle Schüler haben sich längst in ihren sechswöchigen Sommerurlaub verabschiedet. Dafür kommen die Arbeiter bei den Abrissarbeiten in dem früheren Hauptschulgebäude jetzt mächtig ins Schwitzen. Während die Besucher des Nieheimer Freibades die 30 Grad Celsius mit einem Sprung ins kühle Nass genießen (Badechef Hans Osterholz: »Heute ist unser Kombibad wieder sehr gut besucht!«), schleppen Helfer in der Hauptschule die letzten Schreibtische und Schränke vor die Tür.

Alte Bilder und Urkunden liegen auf dem Boden der Klassenräume – es sind stille Zeugen einer lebendigen Schulgemeinschaft, die es so dort nicht mehr geben wird.  Die Ära der Hauptschule in Nieheim ist beendet (wir berichteten). Nun wird Raum geschaffen für etwas Neues: Es wird das zukünftige Zuhause der Nieheimer Grundschule, mit multifunktionaler Nutzung. Mit der großen Investitionssumme von 4,8 Millionen Euro wird das mehr als 45 Jahre alte Hauptschulgebäude zunächst voll entkernt und die Räume frei gemacht für Änderungen. »Einen Container für alles – das gibt es heute nicht mehr«, betonte Dietmar Becker (Allgemeiner Vertreter des Bürgermeisters) im Gespräch mit dieser Zeitung. »Alles muss fachgerecht entsorgt und nach möglichen Rohstoffen sortiert werden. Das nimmt Zeit in Anspruch. Zudem mussten die wichtigsten Unterlagen wie die alten Zeugnisse in unserem Stadtarchiv untergebracht werden, damit zum Beispiel auch noch in zehn oder 20 Jahren eine ehemaliger Schüler eine Kopie seines Abschlusses erhalten kann, wenn er sie beruflich braucht.«

Ansonsten hat das meiste Inventar seinen Dienst abgeleistet. »Eine neue Nutzung lohnt sich nicht mehr. Aber zwei bis drei gut erhaltene Tafeln werden wir in der Realschule einsetzen.« Allein 20 Kilometer neue Elektroleitung müssen in das zukünftige Grundschulgebäude installiert werden. »Um es klar zu sagen: Wir bauen hier im Bestand, verbunden mit allen Unwägbarkeiten und möglichen zusätzlichen Arbeiten«, so Becker. Zwei Jahre dauerten allein die Vorbereitungen, die von einer Planungsgruppe (Schulleitung, Architekten, Fachplanern und Verwaltung) inhaltlich ausgearbeitet und festgelegt worden ist. Wenn der Rückbau im Elektro- und Sanitärbereich, der »innere Rückbau« mit Decken, Fußböden, Türen und Möblierung abgeschlossen und der »äußere Rückbau« (Außenwände, Fenster und Dächer) Mitte August ansteht, will die Planungsgruppe Details des Mammutprojektes vorstellen. Becker: »Es gibt es noch viel zu tun.«

Zeitgleich mit den Arbeiten in der Hauptschule wird die Decke der Turnhalle des Schulzentrums erneuert. Sie erhält eine moderne Lichttechnik. Auch das Dach wird an der Realschule saniert (zusammen etwa 250.000 Euro). Und eine ganze Seite der Realschule erhält Sonnenschutz (50.000 Euro).

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