Sa., 03.03.2018

Konzept im Rat Nieheim vorgestellt: Ortsrundgänge sollen Eindruck von Stärken und Schwächen vermitteln Dorfentwicklung – gemeinsam sind wir stark

Termine für die Ortsrundgänge: Freitag, 4. Mai in Merlsheim, Himmighausen (Foto) und Oeynhausen; 9. Mai Entrup, Eversen und Sommersell; 16. Mai, Holzhausen, Erwitzen und Schönenberg.

Termine für die Ortsrundgänge: Freitag, 4. Mai in Merlsheim, Himmighausen (Foto) und Oeynhausen; 9. Mai Entrup, Eversen und Sommersell; 16. Mai, Holzhausen, Erwitzen und Schönenberg.

Von Heinz Wilfert

Nieheim (WB). »Dorfentwicklung – gemeinsam sind wir stark!« lautet die Zielsetzung des Inte-grierten Kommunalen Entwicklungskonzeptes (IKEK), mit dem Nieheim sich auf den Weg macht, seine Dörfer für die Zukunft fit zu machen.

Im Rat Nieheim stellten Hartmut Lüdeling und Stefan Hasenbein als Vertreter der mit der Planung beauftragten ARGE Dorfentwicklung die Planungen und das Konzept vor. Mit einer Auftaktveranstaltung am 10. April soll in der Aula der Grundschule die Bevölkerung informiert und eingebunden werden.

Junge Menschen ziehen in die Stadt, das letzte Geschäft, die letzte Gaststätte, die Bank, die Grundschule haben geschlossen. Reagieren auf solche Veränderungen kann nur der Mensch vor Ort, denn jedes Dorf verfügt über seine eigenen Identität, seine unverwechselbare soziale Struktur und sein eigenes Potenzial an Ideen und Engagement. IKEK versteht sich deshalb als partnerschaftliches Entwicklungskonzept und strategische Grundlage für die kommunale Entwicklung der nächsten fünf bis zehn Jahre. Das Konzept beinhaltet eine Analyse der Ausgangslage mit Stärken und Schwächen, Entwicklungsziele und ein Leitbild sowie bürgerschaftliche Erarbeitung der Schwerpunkte mit Prioritätensetzung.

Drei Zukunftswerkstätten

Örtliche Werkstätten sind zentraler Bestandteil der IKEK Entwicklung. Sie dienen dazu, das Wissen und die Wünsche der Bürger aus den Dörfern zu erkunden und als wichtigen Baustein in den Planungsprozess einfließen zu lassen. Im IKEK Nieheim werden drei Zukunftswerkstätten eingerichtet werden: für Himmighausen, Merlsheim-Schönenberg und Oeynhausen; für Entrup, Eversen und Sommersell; für Erwitzen und Holzhausen. Die Arbeit der Werkstätten nimmt einen Zeitbedarf von zwei bis drei Stunden ein. Zuvor haben in allen Ortschaften Dorfrundgänge stattgefunden.

Folgende Termine stehen für die Ortsrundgänge fest: Freitag, 4. Mai, in Merlsheim, Himmighausen und Oeynhausen; Mittwoch 9. Mai, Entrup, Eversen und Sommersell; Mittwoch, 16. Mai, Holzhausen, Erwitzen und Schönenberg. Die Ortsrundgänge sollen einen Eindruck von den Stärken und Schwächen der Orte, aber auch erste Eindrücke für die Planer liefern und eine Abgrenzung des Ortskerns vornehmen, als wichtige Voraussetzung für die spätere Förderkulisse.

Im nächsten Schritt werden zwischen dem 28. Mai und dem 6. Juni drei Zukunftswerkstätten mit Bewohnern der jeweiligen Ortschaften eingerichtet. Die Zukunftswerkstätten sollen ortsübergreifend Ideen zu den Themen soziale Gemeinschaft, Wirtschaft und Infrastruktur, Siedlung und Natur entwickeln. Spezielle Beachtung wird den Interessen von Jugendlichen eingeräumt, deren emotionale Bindung an ihre Herkunft im späteren Leben eine wichtige Rolle spielt, um Dörfer »enkeltauglich« zu machen. »Das IKEK macht nur Sinn, wenn es die Menschen begeistert und mitreißt. Deshalb bildet das Ehrenamt eine wichtige Säule«, stellte Hartmut Lüdeling fest. Wichtig seien gerade Projekte, die möglichst vielen Interessen in den Ortschaften gleichzeitig dienten.

Aus den Zukunftswerkstätten werden Delegierte für die nächste Ebene, die gesamtstädtischen IKEK-Foren gewählt. Im vierten und letzten IKEK-Forum geht es um die Vorstellung aller Projekte, ihre Abstimmung und Priorisierung. Ende 2018 soll das fertige IKEK-Konzept vorliegen, das vorher schon mit den Trägern öffentlicher Belange und der Bezirksregierung abgestimmt wurde. Anfang 2019 findet eine zentrale Abschlussfeier statt. Für die Umsetzung der Projekte gibt es kein festes Budget. »Die Projekte müssen so gut sein, dass an ihrer Förderung kein Weg vorbeiführt«, ermunterte Lüdeling zu einem Wettstreit um die besten Ideen.

Anfang 2019 findet eine Abschlussfeier statt. Bürgermeister Rainer Vidal zeigte sich vom Gelingen des IKEK-Vorhabens überzeugt. Nieheim habe bei der Dorfentwicklung schon gute Vorarbeit geleistet und könne darauf mit IKEK aufbauen.

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