Di., 21.11.2017

Steinheimer richten IKEK-Steuerungsgruppe ein – Auftakt der Zukunftswerkstätten Dörfer sollen liebenswert bleiben

Im Rathaus hat sich die Steuerungsgruppe mit den für den IKEK-Prozess zuständigen Büros getroffen. Bürgermeister Carsten Torke (links) unterstützt das Projekt.

Im Rathaus hat sich die Steuerungsgruppe mit den für den IKEK-Prozess zuständigen Büros getroffen. Bürgermeister Carsten Torke (links) unterstützt das Projekt. Foto: Heinz Wilfert

Von Heinz Wilfert

Steinheim (WB). Der IKEK-Prozess in Steinheim (»Integriertes kommunales Entwicklungskonzept«) geht in die nächste Runde. Nach Abschluss der Ortsrundgänge, bei denen Ideen aufgegriffen und erste Projektansätze entwickelt worden sind, ist mit den Vertretern der Ortschaften eine Steuerungsgruppe ins Leben gerufen worden.

Sie werde den weiteren Prozess aktiv begleiten. Folgende Mitglieder gehören der neuen Steuerungsgruppe an: Rudolf Waldhoff (Sandebeck), Frank Oppermann (Bergheim), Hans-Georg Trieglaff, Jochen Freund, Alfred Wegener (Eichholz), Heribert Gensicki (Ottenhausen), Ansgar Claes (Vinsebeck), Franz-Josef Dux (Rolfzen), Reinhard Otte und Manfred Wiesthal (Hagedorn).

Im nächsten Schritt starten jetzt die »Zukunftswerkstätten«, in denen die Bürger konkrete Ideen einbringen können. Das Zielforderung lautet: »Wie können die Dörfer lebenswert bleiben!« Im IKEK Steinheim sind vier »Zukunftswerkstätten« eingerichtet, die als gemeinsame Veranstaltung von je zwei Dörfern stattfinden.

Vier Termine im November

Die Reihe beginnt am Dienstag, 21. November, um 19 Uhr für Grevenhagen und Sandebeck im Vincenzhaus Sandebeck.

Die weiteren Werkstätten sind: Donnerstag, 23. November, 19 Uhr für Bergheim und Eichholz (im Dorfgemeinschaftshaus Bergheim); Dienstag, 28. November, 19 Uhr für Ottenhausen und Vinsebeck (in der Grundschule Vinsebeck); Donnerstag, 30. November, 19 Uhr, für Hagedorn und Rolfzen (in »Lips Hof« Hagedorn).

Engagement der Bürgerschaft

Bürgermeister Carsten Torke zeigte sich bei dem jüngsten Treffen im Rathaussaal sehr zufrieden, dass die Bürger an den Ortsrundgängen und an einer zukunftssicheren Entwicklung ihrer Ortschaften interessiert sind und der Auftakt ein großes Engagement der Bürgerschaft verraten habe. Dabei seien alle Aspekte deutlich geworden: die Stärken, die Schwächen, aber auch die Entwicklungspotenziale der Dörfer.

Ideen gibt es bereits viele – wie beispielsweise die Einrichtung einer Kindertagesstätte in Vinsebeck; einer selbstständigen Energieversorgung für Hagedorn (diese Zeitung berichtete); der Bildung eines Ortszentrums in Bergheim oder einer Erweiterung des Dorfgemeinschaftshauses Grevenhagen. Heribert Gensicki aus Ottenhausen setzt besonders auf die Mitarbeit und die Ideen der jüngeren Generation, um ausgetretene Pfade zu verlassen. Im Sinne von Nachhaltigkeit sei deshalb die Jugend zu den Werkstätten »herzlich eingeladen«.

Zusammenarbeit mit Fachbüros

Vom IKEK-Prozess zeigte sich auch Gensicki überzeugt: »Wir müssen uns bewegen und Ergebnisse liefern.« Vieles klinge nach Aufbruch, verbreitet die neue Stadtmarketingchefin Cornelia Hartweg großen Optimismus.

Bei der künftigen Konzeptausarbeitung werden sie von der »Arge Dorfentwicklung« (freies Büro in Detmold) und der »Sweco« (einem Büro mit Fachkompetenz für Städtebau und Regionalentwicklung aus Hannover) unterstützt. Die Konzepte werden sehr differenziert entwickelt, weil die Dörfer unterschiedlich weit in ihrer Entwicklung seien.

»Blaupause« für andere

Frank Oppermann (Bergheim) setzt darauf, dass die Dörfer voneinander profitieren werden. Deshalb wurden in den »Zukunftswerkstätten« immer gleich zwei Dörfer gebündelt. »Was in einem Dorf erfolgreich ist, kann auch zur Blaupause anderer werden, so dass das Rad nicht ständig neu erfunden werden muss.«

Und sie sind sich einig: Die sozialen Interaktionen müssten besonderes Augenmerk erfahren, hier gehe es vor allem um die Integration von Neubürgern.

Wenn 2018 die fertigen Projekte auf dem Tisch liegen, gibt es erhebliche Fördergelder. Der Bürgermeister gab bekannt, dass allein im Haushalt 2018 zur Co-Finanzierung ein Betrag von 40.000 Euro eingestellt werden soll.

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