Do., 28.12.2017

Nach elf Sonderausstellungen der Steinheimer Karnevalisten in Folge werden Ideen und neues Material gesammelt Archivteam legt künstlerische Pause ein

Der Computer ist zum wichtigsten Helfer des StKG-Archivteams geworden. Mit den zurückliegendne elf Ausstellungen haben die Archivare ein riesiges Archiv aufgebaut, das in den Räumen der Sparkasse Steinheim lagert und den Steinheimer Karneval ziemlich lückenlos dokumentiert (von links): Thomas Brak, der neue Archivleiter Thomas Göke und Hermann Brak. Es fehlt noch Klaus Hübner.

Der Computer ist zum wichtigsten Helfer des StKG-Archivteams geworden. Mit den zurückliegendne elf Ausstellungen haben die Archivare ein riesiges Archiv aufgebaut, das in den Räumen der Sparkasse Steinheim lagert und den Steinheimer Karneval ziemlich lückenlos dokumentiert (von links): Thomas Brak, der neue Archivleiter Thomas Göke und Hermann Brak. Es fehlt noch Klaus Hübner. Foto: Heinz Wilfert

Steinheim (WB/nf). Den Steinheimer Karneval hat StKG- Ehrenpräsident Meinolf Lambertz einmal als »Gesamtkunstwerk «mit vielen Facetten bezeichnet. Zu den leuchtenden Steinen dieses Kunstwerks gehört das Archiv und das dazugehörige Team der Archivare, das in elf Ausstellungen im Möbelmuseum die ganze Vielfalt und Strahlkraft des Steinheimer Karnevals beleuchtet hat.

Der jeweils frisch proklamierte Prinz durfte die Ausstellung eröffnen. »Einmal Prinz zu sein in Steinheim ist fein«, lautete das Thema der Premierenausstellung. Im vergangenen Jahr trug dann die närrische elfte Ausstellung den Titel »Im Steim´schen Karneval unsere Akteure, sind einfach spitze, drum staune und höre«.

Im Jahr 2018 will das Archivteam um Thomas Göke, Hermann Brak, Thomas Brak und Klaus Hübner eine Pause einlegen, wie die Akteure dem WESTFALEN-BLATT bei einem Treffen verrieten. »Es wird kein neues Thema geben, denn es ist alles aufgearbeitet«, stellt Thomas Göke als neuer Chef des Archivteams fest.

Sonderveranstaltung am 14. Januar

Am Sonntag, 14. Januar, wird aber in einem kleinem Rahmen die Arbeit des Archivs präsentiert. Dabei geht es darum, was das Archivteam macht, welche Ausstellungen es schon gegeben hat und wie es weiter gehen soll.

2019 soll mit den Ausstellungsthemen dann wieder von vorne begonnen werden. Die Archivare haben seit elf Jahren ungewöhnlich viele karnevalistische Schätze gehoben und damit eine großartige Außenwirkung erzielt. Den Impuls für diese sehr junge StKG-Abteilung hat Ehrenpräsident Lothar Runte nach Ende seiner Präsidentschaft gegeben.

Dokumente, Bilder und Zeitungsartikel

Hermann Brak (damals auch Schulleiter des Steinheimer Gymnasiums) hatte die Leitung des Teams übernommen. »Wir haben mit einem Karton voller Zeitungsartikel begonnen, ehe sich die Mannschaft professionell ans Sammeln von Dokumenten, Bildern und Zeitungsartikeln machte«, sagt Brak im Rückblick. Zahlreiche Schlagzeilen und ausführliche Berichte des WESTFALEN-BLATTES haben es so an die Ausstellungswände geschafft.

»Bei Klönabenden mit älteren Karnevalisten konnte zudem manches Geheimnis gelüftet werden. Dennoch verlangte jede Ausstellung große Anstrengungen«, weiß Hermann Brak. Für die Präsentationen wurde meist vor der Eröffnung noch bis in die späte Nacht gearbeitet – dann stand aber alles.

Kreativität der Karnevalisten

Heute liegt ein einzigartiges Archiv vor, das die Geschichte der StKG fast lückenlos erfasst und die Historie durchgängig mit Fakten untermauern kann. »Die Ausstellungen waren das Ergebnis konsequenter Arbeit, die von der Kreativität des Teams lebte«, macht Brak deutlich, der auch nach seiner Pensionierung als Leiter des Gymnasiums und der Ernennung zum Senator dem Archiv erhalten bleibt.

Sämtliche Ausstellungsmaterialien sind auf Kartonplatten fein säuberlich im Archivraum eingelagert und können so problemlos wieder hervorgeholt und für Ausstellungen verwendet werden.

»Der Steinheimer Karneval baut auf dem auf, was frühere Karnevalisten geleistet haben«, sagt sein Nachfolger Thomas Göke voller Anerkennung.

Schon nach zwei Jahren sei man auf die Gründungssatzung gestoßen. Aus der Bevölkerung wie von den Elferräten kam manche Unterstützung, so dass aus den Materialien (auch aus Nachlässen) die Ausstellungen erstellt werden konnten, die heute fein säuberlich im Archivbereich in der Sparkasse Höxter gelagert sind.

33.333 Bilder eingescannt

Trotzdem gibt es noch weiße Flächen im Bestand. Vor allem nach dem Zweiten Weltkrieg bis etwa 1960 seien nur wenige Bilder und Unterlagen vorhanden. »Hier sind wir noch auf Materialien angewiesen«, appelliert Göke an die Steinheimer.

Die Arbeit der Archive vollzieht sich bis auf die Ausstellungen meist hinter den Kulissen. Computer und Scanner sind dabei zum wichtigsten Helfer geworden. Bis heute wurden sage und schreibe mehr als 33.333 Bilder eingescannt und digitalisiert. Parallel wird aber die Papierform beibehalten.

Dennoch ist die Arbeit nicht beendet und sie wird auch nicht weniger. Göke träumt bereits vom Aufbau einer Datenbank, um leichten Zugriff auf die Bilder und Dokumente zu bekommen. Dafür könne er weitere Unterstützung gebrauchen. »Bei uns können sich jederzeit Interessierte melden, wenn sie die faszinierende Arbeit im Archivteam begleiten wollen«, heißt es vom Team.

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