Mo., 19.02.2018

Zwei Sieger beim Regionalwettbewerb »Jugend forscht« in Paderborn High-Tech im Bienenstock

Die Water-Watchers Nyemat Zayed und Pia-Sophie Weber aus Steinheim (von links) haben ein eigenes Testgerät entwickelt.

Die Water-Watchers Nyemat Zayed und Pia-Sophie Weber aus Steinheim (von links) haben ein eigenes Testgerät entwickelt. Foto: Maike Stahl

Von Maike Stahl

Paderborn/Horn-Bad Meinberg/Steinheim (WB). Wilhelm Hackl, Adrian Block und Florian Schönlau aus Horn-Bad Meinberg haben dem Bienensterben den Kampf angesagt. Die Gymnasiasten entwickelten einen digitalen Bienenstock, den sie am Samstag beim Regionalwettbewerb »Jugend forscht« in Paderborn stolz präsentierten.

Die Besucher im Heinz-Nixdorf-Museumsforum konnten 30 von Schülern entwickelte Projekte in den Fachgebieten Biologie, Chemie, Geo- und Raumwissenschaften, Mathe/Informatik, Physik und Technik bestaunen. Unter ihnen war auch der Stabhochspringer Björn Otto, der bei den Olympischen Spielen in London die Silbermedaille errang. Er machte den Schülern Mut, an ihren Zielen zu arbeiten, auch wenn es mal Rückschläge gibt.

Digitaler Bienenstock

Besonderes Interesse weckte bei Otto, der Biologie studiert hat, der digitale

Bienenstock. »Ich wollte schon immer in die Imkerei, und dieses Jahr werde ich mir tatsächlich Bienen zulegen«, verriet er. Der von dem Horn-Bad Meinberger Trio entwickelte Internet-of-Things-Bienenstock könnte ihm seine Aufgaben erleichtern. Er ist mit eine Wiegevorrichtung, Sensoren zur Messung der Innen- und Außentemperatur sowie der Luftfeuchtigkeit ausgerüstet.

»Die Daten werden direkt ins Internet übertragen, und der Imker kann sie per App auslesen, erklärt Florian Schönlau. »Das Gewicht gibt beispielsweise Aufschluss über den optimalen Erntezeitpunkt, eine steigende Temperatur kann auf Milbenbefall hindeuten.« Die Gymnasiasten hatten bei der Entwicklung mit dem Arbeitseifer der Bienen zu kämpfen. »Sie versehen alles, was in den Bienenstock eingebracht wird, direkt mit einer Wachsschicht – auch unsere Sensoren.« Die Jury erkannte dem Trio schließlich den zweiten Preis im Bereich Mathe/Informatik zu.

Sieger in diesem Bereich wurde der erst 15-jährige Tobias Brohl aus Lemgo, der sich damit auch für den Landeswettbewerb qualifizierte. Er hat sich mit der Optimierung von Computerspeichern beschäftigt. Zum Landeswettbewerb wird er von einem Team aus Soest begleitet, das sich erfolgreich für die Renaturierung eines Baches eingesetzt hat.

Praktisches Testgerät zur Bestimmung von Trinkwasserqualität

Ebenfalls mit einem zweiten Preis belohnte die Jury das Projekt der Water-Watchers Nyemat Zayed und Pia-Sophie Weber. Die Steinheimer Gymnasiastinnen haben einen Gerät entwickelt, mit dem der Gehalt von gelösten organischen Verbindungen im Trinkwasser bestimmt werden kann. »Wer die Trinkwasserqualität bestimmen will, muss die Proben ins Labor einschicken. Wir wollten ein kleines und günstiges Testgerät entwickeln«, erzählt Nyemat Zayed, die bereits zum fünften Mal am Wettbewerb teilnahm. »An diesem Projekt arbeiten wir jetzt schon das zweite Jahr.« Mit Erfolg: am Samstag konnten die Abiturientinnen den Prototyp ihres Testgeräts vorführen.

Auf noch mehr »Jugend forscht«-Teilnahmen könnte es die elfjährige Johanna Schulze aus Paderborn bringen, die zum zweiten Mal in der Kategorie »Schüler experimentieren« antrat. »Ich bin Murmelbahnfan und wollte eine Möglichkeit finden vorherzusagen, wie schnell eine bestimmte Konstruktion ist«, erläutert sie ihr Projekt. Dafür testete sie Messverfahren und entwickelte ein Computerprogramm, das mit einem Sonderpreis honoriert wurde.

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